
Peter Schiff warnt vor Bitcoin-Crash auf 20.000 US-Dollar
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Der bekannte Ökonom Peter Schiff hat erneut eine drastische Warnung für Bitcoin-Anleger ausgesprochen. Er hält es für "höchst wahrscheinlich", dass die Kryptowährung auf mindestens 20.000 US-Dollar fallen könnte, sollte die Marke von 50.000 US-Dollar unterschritten werden. Schiff fordert Anleger auf, Bitcoin jetzt zu verkaufen, und begründet seine Prognose mit einer veränderten Marktdynamik.
Peter Schiff warnt vor massivem Bitcoin-Crash
Am Donnerstag warnte der renommierte Ökonom Peter Schiff, dass Bitcoin (CRYPTO: BTC) auf 20.000 US-Dollar oder tiefer abstürzen könnte. Er drängte Marktteilnehmer, auszusteigen, bevor es zu spät sei. In einem X-Post deutete Schiff an, dass Bitcoin, der seiner Meinung nach kurz davor steht, unter 50.000 US-Dollar zu fallen, sogar auf 20.000 US-Dollar sinken könnte.
Ein solcher Rückgang würde einen Einbruch von 84 % gegenüber seinem Allzeithoch von 126.000 US-Dollar, das im vergangenen Oktober erreicht wurde, bedeuten. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wurde BTC laut Daten von Benzinga Pro bei 67.300,23 US-Dollar gehandelt.
Schiffs Argumentation: "Diesmal ist es anders"
Schiff räumte ein, dass Bitcoin in der Vergangenheit bereits ähnliche Rückgänge erlebt hat. Er betonte jedoch, dass das aktuelle Marktumfeld andere Risiken birgt. "Ich weiß, Bitcoin hat das schon einmal getan, aber niemals mit so viel Hype, Leverage, institutionellem Besitz und Marktkapitalisierung auf dem Spiel", fügte er hinzu und forderte: "Sell Bitcoin now!"
Er beschrieb die beispiellose Hype um das Asset, erhöhte Leverage im System, größeren institutionellen Besitz und eine deutlich höhere Gesamtmarktkapitalisierung im Vergleich zu früheren Zyklen. Schiff, der Gold seit langem als überlegenen Wertspeicher preist, hat wiederholt die Rolle von Bitcoin im globalen Finanzsystem in Frage gestellt. Er hält BTC aufgrund seiner Volatilität für ungeeignet als Reservewährung für Zentralbanken.
Laut Schiff sind die begrenzten Engagements einiger Staatsfonds und Regierungen in Bitcoin-bezogenen Produkten relativ gering und oft eher durch Performance-Druck als durch langfristige Überzeugung motiviert. Er äußerte auch Skepsis hinsichtlich der Beständigkeit der institutionellen Nachfrage und warnte, dass neuere Marktteilnehmer bei einem starken Preisrückgang Verluste erleiden könnten.
Volatilität als "Feature"
Auf die Frage, welche technische Analyse er für seine Prognose herangezogen habe, wich Schiff aus. Er kommentierte die wiederkehrende Natur der Bitcoin-Volatilität: "Jedes Mal, wenn Bitcoin ein neues Hoch erreicht, behaupten die 'Pumper', dass diese Art von Volatilität der Vergangenheit angehört. Nach dem Crash sagen sie dann: Nun, so funktioniert Bitcoin eben. Volatilität ist ein Feature, kein Bug."
Schiffs pessimistische Haltung gegenüber Bitcoin ist nicht neu. Bereits im letzten Monat beschrieb er den Anstieg von Gold und Silber als "Vorboten" einer sich anbahnenden Dollar-Krise, die Bitcoin und andere risikoreiche Assets hart treffen würde.
Konträre Meinungen und Marktindikatoren
Nicht alle Marktbeobachter teilen Schiffs extreme Skepsis. Jurrien Timmer von Fidelity bezeichnete das Tief von 60.000 US-Dollar für Bitcoin als Zyklusboden und prognostizierte, dass nach "einigen Monaten des Rückzugs und Auffüllens" ein neuer Bullenmarkt beginnen werde. Tom Lee, Vorsitzender von BitMine Immersion Technologies Inc., äußerte sich ebenfalls und sagte, der aktuelle Krypto-"Winter" nähere sich seinem Ende und Bitcoin könnte bei 60.000 US-Dollar Unterstützung finden.
Ein wichtiger Indikator, das Puell Multiple, das zur Erkennung von Unter- oder Überbewertung verwendet wird, lag zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels laut CoinMarketCap bei 0,70. Frühere BTC-Böden traten typischerweise auf, wenn dieser Indikator unter 0,50 fiel.
Aktuelle technische Analyse des Bitcoin-Preises
Auf dem Tages-Chart scheint Bitcoin nach einer steilen Korrekturphase eine langsame Erholung zu versuchen. Die jüngsten Kerzen zeigen eine unruhige Preisentwicklung, was darauf hindeutet, dass der Markt aus den Panikverkaufsbedingungen herauskommt, aber noch keine starke bullische Überzeugung zurückgewonnen hat.
- Kurzfristiger Trend: Die kurzfristige Trendstruktur bleibt fragil, wobei der Preis immer noch unter wichtigen gleitenden Durchschnitten gehandelt wird.
- **Momentum-Indikatoren:** Der MACD verbleibt im negativen Bereich, was auf anhaltenden Abwärtsdruck hindeutet. Das schrumpfende Histogramm deutet jedoch darauf hin, dass die Intensität des Ausverkaufs nachlässt, was oft einer Konsolidierungsphase oder einem potenziellen bullischen Crossover vorausgeht. Der RSI hat sich von stark überverkauftem Gebiet zu neutraleren Niveaus erholt, was auf eine mögliche Akkumulationsphase hindeutet.
- Wichtige Widerstands- und Unterstützungszonen:
- Bitcoin steht einem entscheidenden Widerstandsniveau um 72.736 US-Dollar gegenüber. Ein Durchbruch darüber könnte den Weg zu einem höheren Widerstandscluster zwischen 85.276 US-Dollar und 86.845 US-Dollar ebnen.
- Auf der Abwärtsseite bleibt das Unterstützungsniveau von 67.850 US-Dollar die erste wichtige Verteidigung für die Bullen. Sollte der Preis darunter fallen, könnten die nächsten Unterstützungszonen bei 66.668 US-Dollar und 60.326 US-Dollar in den Fokus rücken.
- Orderbuch-Signale: Orderbuchdaten zeigen mehrere Bid-Walls zwischen 69.300 US-Dollar und 69.500 US-Dollar, was auf kurzfristige Kaufinteressen hindeutet. Knapp über dem aktuellen Preis bilden jedoch mehrere kleine Ask-Walls eine kurzfristige Obergrenze.
Für bullische Trader könnte sich ein potenzieller Einstieg ergeben, wenn Bitcoin über der Unterstützung von 67.850 US-Dollar bleibt und beginnt, den Widerstand von 72.736 US-Dollar mit starker Fortsetzung zurückzuerobern.