Pharma-Dividenden: Merck als Balanceakt zwischen Rendite und Risiko

Pharma-Dividenden: Merck als Balanceakt zwischen Rendite und Risiko

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Für Einkommensinvestoren im Pharmasektor ist die Suche nach der idealen Dividendenaktie oft ein Balanceakt zwischen attraktiver Rendite und der Sicherheit der Ausschüttungen. Während einige Unternehmen mit hohen Dividenden locken, bergen diese oft erhöhte Risiken. Ein genauer Blick auf Pfizer, Eli Lilly und Merck zeigt, wo sich ein ausgewogenes Verhältnis von Risiko und Ertrag finden lässt.

Das Dilemma für Dividendeninvestoren

Dividendeninvestoren müssen vorsichtig sein, wenn sie zu stark nach hohen Renditen streben, da dies zusätzliche Risiken mit sich bringen kann. Gleichzeitig ist es wichtig, einen ausreichend attraktiven Einkommensstrom zu generieren, um die Investition lohnenswert zu machen. Im Pharmasektor sticht ein Unternehmen hervor, das für Einkommenssuchende heute ein Gleichgewicht zwischen Risiko und Ertrag bietet.

Eli Lilly: Wachstum vs. Rendite

Investoren, die nach der derzeit leistungsstärksten Pharmagesellschaft suchen, werden wahrscheinlich von Eli Lilly (NYSE: LLY) angezogen. Das Unternehmen erzielt mit seinen GLP-1-Medikamenten zur Gewichtsreduktion enorme Erfolge: Die Mounjaro-Umsätze stiegen im dritten Quartal 2025 im Jahresvergleich um 109 %, und die Zepbound-Umsätze legten sogar um 185 % zu.

Das Problem für Dividendeninvestoren ist jedoch, dass der Erfolg des Unternehmens bereits weithin bekannt ist. Eli Lillys Ausschüttungsquote liegt bei sehr vernünftigen 30 % oder so, was das Unternehmen zu einem voraussichtlich zuverlässigen Dividendenzahler macht. Allerdings beträgt die Dividendenrendite lediglich 0,6 %, was für die meisten Einkommenssuchenden unattraktiv sein dürfte.

Pfizer: Hohe Rendite, hohe Risiken

Pfizer (NYSE: PFE) bietet eine deutlich höhere Dividendenrendite von 6,6 %. Doch diese hohe Rendite ist mit mehreren Problemen verbunden:

  • Ausschüttungsquote: Die Ausschüttungsquote von Pfizer liegt derzeit bei über 100 %.
  • Patentabläufe: Das Unternehmen steht in den nächsten Jahren vor wichtigen Patentabläufen. Schlüsselmedikamente wie Ibrance, Eliquis und Vyndaqel verlieren ihren Patentschutz zwischen 2027 und 2028.
  • GLP-1-Kandidat: Ein GLP-1-Medikamentenkandidat des Unternehmens scheiterte. Pfizer versucht nun, über Akquisitionen und Partnerschaften wieder in den Markt für Gewichtsverlustmedikamente einzusteigen.

Obwohl Pfizer höchstwahrscheinlich überleben wird, könnten die nächsten Jahre schwierig werden. Angesichts der hohen Ausschüttungsquote können die Sicherheitsrisiken der Dividende für Anleger, die auf dieses Einkommen angewiesen sind, nicht ignoriert werden.

Merck: Der attraktive Mittelweg

Merck (NYSE: MRK) bietet Dividendeninvestoren einen attraktiven Mittelweg im Pharmasektor. Die Dividendenrendite von Merck liegt bei etwa 3,4 %. Dies ist zwar nicht so hoch wie bei Pfizer, aber deutlich höher als die Rendite von Eli Lilly. Die 3,4 % sind zudem etwa dreimal so hoch wie die mageren 1,1 % des S&P 500 Index.

Mit einer Ausschüttungsquote von etwa 45 % erscheint die Dividende von Merck sicher und verlässlich. Für Dividendeninvestoren, die ein Engagement im Pharmasektor suchen, stellt Merck einen guten Kompromiss zwischen Risiko und Ertrag dar. Das Unternehmen verfügt über eine beneidenswerte Dividendendeckung und eine lange Geschichte des Überlebens in einer wettbewerbsintensiven Branche.

Patente und Akquisitionen bei Merck

Merck ist nicht risikofrei. Zum Beispiel wird das wichtige Medikament Keytruda im Jahr 2028 seinen Patentschutz verlieren. Allerdings besitzt Merck internationale Patente, die bis in die frühen 2030er Jahre reichen, sowie eine weitere Version des Medikaments mit Patentschutz bis in die späten 2030er Jahre. Daher könnten die Belastungen durch Patentverluste weniger signifikant sein als die, denen Pfizer gegenübersteht.

Trotzdem hat Merck wichtige Schritte unternommen. Das Unternehmen hat kürzlich zugestimmt, Cidara Therapeutics für rund 9 Milliarden US-Dollar zu erwerben. Solche strategischen Akquisitionen zeigen Mercks Bestreben, das Portfolio zu stärken und zukünftiges Wachstum zu sichern.