Porsche ruft über 173.000 Fahrzeuge in den USA wegen Kamerafehler zurück

Porsche ruft über 173.000 Fahrzeuge in den USA wegen Kamerafehler zurück

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Porsche hat in den USA 173.538 Fahrzeuge zurückgerufen, da ein Defekt dazu führen kann, dass die Rückfahrkamera beim Rückwärtsfahren kein Bild anzeigt. Dieses Problem reduziert die Sicht des Fahrers hinter dem Fahrzeug erheblich und erhöht somit das Unfallrisiko. Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hat diesen Rückruf initiiert, da die betroffenen Fahrzeuge die bundesstaatlichen Sicherheitsstandards für die Sicht nach hinten nicht erfüllen.

Rückrufaktion bei Porsche: Details und betroffene Modelle

Der aktuelle Porsche Rückruf betrifft eine signifikante Anzahl von Fahrzeugen auf dem US-Markt. Laut der NHTSA sind folgende Modelle und Baujahre betroffen:

  • Ausgewählte 2019-2025 Cayenne und Cayenne E-Hybrid Modelle
  • 2020-2025 911 und Taycan Fahrzeuge
  • 2024-2025 Panamera und 2025 Panamera E-Hybrid Modelle

Die NHTSA betonte, dass "ein Rückfahrbild, das nicht richtig angezeigt wird, die Sicht des Fahrers hinter dem Fahrzeug reduziert und das Risiko eines Unfalls erhöht." Dies unterstreicht die Relevanz dieses Sicherheitsmangels für die Fahrzeugsicherheit.

Die Lösung für betroffene Fahrzeughalter

Porsche-Händler werden das Problem beheben, indem sie die Fahrerassistenzsoftware der betroffenen Fahrzeuge aktualisieren. Dieser Service ist für die Besitzer kostenlos. Die Maßnahme soll sicherstellen, dass die Rückfahrkamera wieder ordnungsgemäß funktioniert, wenn das Fahrzeug in den Rückwärtsgang geschaltet wird.

Die Benachrichtigung der Fahrzeughalter erfolgt in mehreren Schritten. Voraussichtlich am 16. Februar werden vorläufige Warnschreiben verschickt. Sobald eine endgültige Lösung verfügbar ist, werden weitere Benachrichtigungen folgen. Ab dem 19. Januar können betroffene Fahrzeugidentifikationsnummern (VINs) auf der Webseite der NHTSA überprüft werden.

Branchenweiter Trend: Rückfahrkamera-Probleme

Dieser Porsche Rückruf ist eine der größten einzelnen Sicherheitsaktionen von Porsche Cars North America in den letzten Jahren. Er reiht sich ein in eine Serie ähnlicher Rückrufaktionen von Rückfahrkamerasystemen in der gesamten Automobilindustrie, wie Reuters berichtet.

Andere große Automobilhersteller waren ebenfalls von ähnlichen Problemen betroffen:

  • Im Oktober wurde ein Rückruf von fast 394.000 Toyota-Fahrzeugen in den USA wegen ähnlicher Rückfahrkamera-Probleme angekündigt.
  • Im September gab die Ford Motor Company bekannt, weltweit 1,9 Millionen Fahrzeuge zurückzurufen, da Kameras invertierte, verzerrte oder leere Bilder anzeigen könnten.
  • Bereits früher im Jahr 2025 hatten auch Hersteller wie Hyundai, Ford, Toyota und Chrysler Rückrufe im Zusammenhang mit Fehlfunktionen der Rückfahrkamera herausgegeben.

Porsche selbst hatte 2022 bereits einen Rückruf von über 222.000 Fahrzeugen wegen Problemen mit Scheinwerferkomponenten durchgeführt. Dies zeigt, dass technische Mängel, die zu großen Rückrufaktionen führen, keine Seltenheit in der Branche sind.

Auswirkungen und Herstellerreaktion

Der Rückruf unterstreicht die anhaltende Herausforderung für Automobilhersteller, die komplexen elektronischen Systeme in modernen Fahrzeugen fehlerfrei zu implementieren und zu warten. Die Sicherheit der Fahrzeuginsassen und anderer Verkehrsteilnehmer hat dabei oberste Priorität.

Eine Stellungnahme von einem Sprecher von Porsche zu der Anfrage von FOX Business lag zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht unmittelbar vor.