Pragmatische KI-Adoption in Unternehmen

Pragmatische KI-Adoption in Unternehmen

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Auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos standen die Prioritäten der Tech-CEOs für das kommende Jahr im Fokus. Wie bereits im Vorjahr dominierte Künstliche Intelligenz (KI) die Gespräche, wobei der Schwerpunkt von der Modellentwicklung auf die praktische Unternehmensadoption und zukünftige Entwicklungen verschoben wurde. Diese Themen gelten als entscheidend für die Umsätze und Aktienkurse der weltweit größten Technologieunternehmen.

Pragmatische KI-Adoption in Unternehmen

Die Einführung von KI in Unternehmen wird im Jahr 2026 voraussichtlich zunehmen, jedoch mit einem deutlich veränderten Ansatz im Vergleich zu 2025. Im vergangenen Jahr führten viele Unternehmen Pilotprojekte mit KI durch, die oft nicht in die vollständige Produktion übergingen. Damals war die Einführung von KI, wie Chatbots von Microsoft und OpenAI, oft von der "Fear of Missing Out" (FOMO) getrieben, wie Dowson Tong, CEO der Cloud-Gruppe von Tencent, erklärte.

Für 2026 werden Unternehmen selektiver bei der Art der KI-Adoption vorgehen. Tong betonte: "Dieses Jahr, wenn wir mit Kunden sprechen, sind sie, glaube ich, viel pragmatischer. Ich denke, sie haben die Phase der FOMO hinter sich gelassen." Er fügte hinzu, dass viele Kunden heute "viel spezifischer" seien. Raj Sharma, Global Managing Partner für Wachstum und Innovation bei EY, unterstrich, dass Unternehmen ganze Prozesse neu denken müssen, die mit KI durchgeführt werden können, um den wahren Wert zu erkennen.

Agenten-KI im Fokus

Agenten-KI war bereits 2025 ein wichtiges Schlagwort und bleibt auch 2026 im Mittelpunkt der Diskussionen. Der Begriff bezieht sich auf KI-Systeme, die Aufgaben im Auftrag von Menschen ausführen können. Das ultimative Ziel ist die Entwicklung hochentwickelter Agenten, die autonom mit minimaler Benutzerinteraktion arbeiten.

Tech-Führungskräfte berichteten, dass Agenten bereits implementiert werden, wobei Umfang und Fähigkeiten je nach Branche variieren. Während einige Agenten einfache Geschäftsprozesse ausführen, übernehmen andere bereits komplexere Arbeitsabläufe. Uljan Sharka, CEO des Startups Domyn, äußerte sich jedoch vorsichtig: "Ich glaube, diese Agenten sind nicht autonom. Ich glaube nicht, dass wir den Punkt erreicht haben, an dem wir einen menschlichen Mitarbeiter ersetzen können."

Fabricio Bloisi, CEO von Prosus, zeigte sich am optimistischsten. Er gab an, dass Prosus derzeit 30.000 Agenten im Einsatz hat und prognostizierte, dass in den nächsten fünf Jahren Unternehmen von Agenten geführt werden könnten. Bloisi betonte: "Ich glaube nicht, dass es Hype und Hoffnung ist."

Geopolitische Einflüsse auf die Tech-Branche

Die Auswirkungen geopolitischer Volatilität waren ebenfalls ein zentrales Thema vieler Gespräche in Davos. EYs Sharma hob hervor: "Eine Sache, über die wir in der KI-Welt nicht sprechen und die zu einem großen Problem, einem großen Hindernis oder einem großen Beschleuniger werden wird, sind die [geopolitischen] Probleme."

Auch Chinas technologische Fortschritte in Bereichen wie KI und Chips wurden diskutiert. Demis Hassabis, CEO von Google DeepMind, äußerte in einem Podcast von CNBC, dass Chinas KI-Modelle seiner Meinung nach nur wenige Monate hinter denen der USA und westlicher Modelle zurückliegen.

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