Quantencomputing: Vom Zukunftstraum zur Energie-Infrastruktur-Lösung

Quantencomputing: Vom Zukunftstraum zur Energie-Infrastruktur-Lösung

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Quantencomputing wird oft als ein weit entfernter technologischer Sprung betrachtet – leistungsstark, vielversprechend, aber stets "noch ein paar Jahre entfernt". Doch während künstliche Intelligenz (KI) die Stromnetze belastet und Rechenzentren den Energiebedarf auf neue Höchststände treiben, finden Teile des Quanten-Ökosystems bereits Relevanz bei einem sehr realen Problem: der Sicherstellung der Energieversorgung.

Diese Verschiebung verändert leise, wie Investoren über ETFs wie den Defiance Quantum Computing ETF (NASDAQ:QTUM) Zugang zu diesem Thema erhalten. Der ETF verhält sich zunehmend weniger wie eine spekulative Tech-Wette und mehr wie ein Infrastruktur-Investment, das an die heutigen Herausforderungen in den Bereichen Computing und Energie gekoppelt ist.

Quanten-Ökosystem liefert schon heute Wert

Laut Sylvia Jablonski, Chief Investment Officer bei Defiance Investments, werden die Renditen von QTUM nicht allein durch futuristische Durchbrüche erzielt. „Im Moment kommen die Renditen aus dem Quanten-Ökosystem, einschließlich Halbleiterunternehmen, Cloud-Anbietern, Herstellern fortschrittlicher Hardware und Softwareplattformen, die auch große Nutznießer von KI sind“, erklärte sie in einem Interview mit Benzinga. Jablonski vergleicht es so: „Stellen Sie es sich so vor: Während der vollständige Quantenmotor gebaut wird, schaffen die Straßen, Tankstellen und Mechaniker darum herum bereits heute echten Wert.“

Diese Perspektive ist wichtig, da KI-gesteuerte Rechenzentren enorme Mengen an Strom verbrauchen und den Druck auf bereits komplexe Stromnetze verstärken. Obwohl Quantencomputer bestehende Netzsysteme nicht so schnell ersetzen werden, entstehen hybride klassisch-quanten-Modelle als Werkzeuge zur Optimierung von Engpässen, zum Ausgleich erneuerbarer Energien, zur Verbesserung von Prognosen und zur Reduzierung von Verschwendung.

Energiewende und KI: Quantencomputing als Optimierungstool

Die Notwendigkeit, komplexe Systeme wie Stromnetze effizienter zu gestalten, rückt Quantencomputing in den Fokus. Insbesondere hybride Modelle, die klassische und Quanten-Ansätze kombinieren, bieten hier großes Potenzial.

  • Optimierung von Engpässen: Effizientere Verteilung von Energie.
  • Ausgleich erneuerbarer Energien: Bessere Integration volatiler Quellen wie Wind- und Solarenergie.
  • Verbesserung von Prognosen: Präzisere Vorhersagen von Energiebedarf und -angebot.
  • Reduzierung von Verschwendung: Minimierung von Energieverlusten im Netz.

Jablonski betont: „Es wird die heutigen Netze nicht ersetzen, aber es kann sie intelligenter und effizienter machen.“

Warum Stromnetze der erste Anwendungsfall sind

Mehrere Unternehmen, die in QTUM enthalten sind, arbeiten bereits mit Versorgungsunternehmen und Netzbetreibern in Pilotprogrammen zusammen. Diese Programme konzentrieren sich auf Prognosen, Optimierung und Systemzuverlässigkeit. „Das sind frühe Schritte, aber es sind reale Anwendungsfälle, nicht nur Laborexperimente“, fügte Jablonski hinzu.

Für Investoren erklärt dies, warum QTUM Performance geliefert hat, obwohl die direkten Quanten-Umsätze noch begrenzt sind. „Investoren werden für Infrastruktur, Tools und Enabling Technology bezahlt, die bereits heute starke Geschäfte haben und die für Quanten morgen entscheidend sein werden“, so Jablonski. Es gehe darum, an den Unternehmen teilzuhaben, die das Fundament der nächsten Computer-Ära bauen.

QTUM: Infrastruktur-Investment im Tech-Gewand

Diese Positionierung unterscheidet QTUM auch von neueren, enger gefassten Quanten-ETFs, die sich stark auf kleine, experimentelle Firmen konzentrieren. QTUM mischt frühe Innovatoren mit etablierten Halbleiter-, Cloud- und Hochleistungs-Computing-Unternehmen. Diese Struktur hilft laut Jablonski, die Volatilität zu managen.

„Indem man nicht alles auf einen Zeitplan oder ein Unternehmen setzt“, so Jablonski, ist QTUM über Hardware, Software und Infrastruktur diversifiziert. Dies ermöglicht eine anhaltende Performance, selbst wenn sich einige Teile des Quanten-Rollouts langsamer entwickeln als erwartet. Die Überschneidung zwischen KI und Quanten, oft als thematische Verwässerung angesehen, ist stattdessen eine Stärke. „KI und Quanten werden miteinander verknüpft – sie verlassen sich oft auf dieselben Chips, Cloud-Plattformen und Rechenzentren“, erklärt Jablonski.

KI's Energiehunger stärkt den Quanten-Case

Der massive Energiehunger von KI-Rechenzentren macht die Effizienz der Stromnetze wichtiger denn je. „Das stärkt tatsächlich den Investment-Case für Quanten-Optimierungstools“, sagt Jablonski. Intelligentere Netze bedeuten niedrigere Kosten, weniger Ausfälle und ein besseres Management des Energiebedarfs.

Da Regierungen die Ausgaben für Netzausfallsicherheit, fortschrittliches Computing und nationale Sicherheit erhöhen, wird das Interesse an Quanten-verbundener Infrastruktur auch institutioneller. Berater und Family Offices betrachten Quanten-Exposure zunehmend weniger als „Moonshot“, sondern als strategische Erweiterung von KI- und Halbleiter-Allokationen.

Missverständnis: "Es ist zu früh"

Das größte Missverständnis, so Jablonski, ist der Zeitpunkt: „Dass es zu früh ist.“ In Wirklichkeit werde ein Großteil des Wertes gerade jetzt in den Tools, Chips und der Infrastruktur geschaffen, die Quanten möglich machen werden – und QTUM fängt dies heute ein.

Für Investoren, die die Schnittstelle von Energie, KI und der nächsten Generation des Computings beobachten, geht es bei der Quanten-Story möglicherweise weniger um ferne Durchbrüche – und mehr darum, wer in der Zwischenzeit leise das System antreibt.

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