Ramp: KI-Kompetenz entscheidet über Mitarbeiter-Zukunft im Fintech

Ramp: KI-Kompetenz entscheidet über Mitarbeiter-Zukunft im Fintech

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Die Fintech-Branche erlebt einen tiefgreifenden Wandel durch Künstliche Intelligenz. Der Chief Product Officer des 32 Milliarden Dollar schweren Startups Ramp, Geoff Charles, fordert von seinen Mitarbeitern eine "KI-native" Denkweise und warnt, dass mangelnde KI-Nutzung zu Unterperformance führen kann. Dieser Ansatz spiegelt einen breiteren Trend in der Tech-Welt wider, wo Unternehmen ihre Belegschaften aktiv auf KI-Kompetenzen ausrichten.

Ramp setzt auf KI-native Mitarbeiter

Geoff Charles, Chief Product Officer des KI-Fintech-Startups Ramp, das Unternehmen bei der Rechnungsbegleichung unterstützt, betonte in einem Podcast, dass Mitarbeiter "KI-nativ" sein müssen. Er erklärte, dass diejenigen, die "dieses Jahr kein Claude Code nutzen, unabhängig von ihrer Rolle, wahrscheinlich eine geringere Leistung erbringen als andere im Unternehmen." Diese klare Erwartungshaltung unterstreicht die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für die Produktivität bei Ramp.

Das Unternehmen, das im November 300 Millionen US-Dollar an Finanzmitteln erhielt und damit auf eine Bewertung von 32 Milliarden US-Dollar kam, sieht KI als zentralen Pfeiler seiner Strategie. Die Finanzierungsrunde wurde von Lightspeed Venture Partners geleitet, mit weiteren Investoren wie Founders Fund, Coatue, GIC, Thrive Capital und Khosla Ventures.

KI-Kompetenzstufen bei Ramp

Ramp definiert die KI-Kompetenz seiner Mitarbeiter in mehreren Stufen. Am unteren Ende, auf Level Null (L0), befinden sich Personen, die "manchmal ChatGPT nutzen". Charles stellte klar: "Diejenigen, die sich noch in L0 befinden, werden höchstwahrscheinlich nicht mehr im Unternehmen sein."

Die weiteren Stufen sind wie folgt definiert:

  • Level Eins: Mitarbeiter, die benutzerdefinierte GPTs erstellt und erste Erfahrungen mit Claude Code gesammelt haben.
  • Level Zwei: Personen, die "Vibe Code" nutzen und Apps entwickeln können, die Teile ihrer Arbeit automatisieren.
  • Level Drei: Die Top-Stufe, bestehend aus "Systembauern".

Charles betonte, dass es die Aufgabe des Unternehmens sei, "jeden in der Organisation die Leiter hinaufzubringen." Er fügte hinzu: "Wenn man kein Self-Starter ist und diese Wachstumsmentalität nicht hat, wird es sehr, sehr schwer sein, zu trainieren."

Die Rolle der KI in der Code-Entwicklung

Die Integration von KI bei Ramp ist bereits weit fortgeschritten. Charles gab an, dass 50 % des Codes des Unternehmens von KI erstellt werden und dieser Anteil bis März voraussichtlich auf 80 % steigen wird. Dies zeigt eine massive Verschiebung in der Art und Weise, wie Software entwickelt wird.

Auch die Rolle von Produktmanagern wird sich im KI-nativen Zeitalter weiterentwickeln. Einige werden zu Entwicklern, während andere sich stärker auf die Geschäftsstrategie konzentrieren.

Branchenweiter Trend: KI verändert den Arbeitsmarkt

Die Kommentare von Geoff Charles spiegeln einen breiteren Trend in der Tech-Branche wider, wo Unternehmen ihre Belegschaften zunehmend auf KI ausrichten.

  • **Block:** Das Unternehmen reduzierte im letzten Monat fast die Hälfte seiner Belegschaft, wobei Fortschritte in der KI als Grund für die Entlassungen genannt wurden.
  • Atlassian: Der australisch-amerikanische Softwarekonzern entließ letzte Woche etwa 1.600 Mitarbeiter, rund 10 % seiner weltweiten Belegschaft. CEO Mike Cannon-Brookes erklärte, dass das Unternehmen sich neu organisiere, um die KI-Entwicklung und das Unternehmenswachstum zu priorisieren. Er schrieb in einer Nachricht an die Mitarbeiter: "Es wäre unehrlich so zu tun, als würde KI die Mischung der benötigten Fähigkeiten oder die Anzahl der in bestimmten Bereichen erforderlichen Rollen nicht verändern. Das tut sie."

KI-Integration auch in nicht-technischen Rollen

Nicht nur technische Berufe sind von der KI-Integration betroffen. Auch in nicht-technischen Bereichen wird die Nutzung von KI-Tools zunehmend erwartet.

  • **Google:** Im Februar teilten Manager einigen Mitarbeitern in nicht-technischen Rollen mit, dass sie KI in ihre täglichen Arbeitsabläufe integrieren sollen. In einigen Fällen könnte die Nutzung von KI in die Leistungsbeurteilungen einfließen.
  • Checkr: Daniel Yanisse, CEO des Startups für Hintergrundüberprüfungen, Checkr, berichtete, dass sein Unternehmen Mitarbeiter in allen Abteilungen dazu ermutigt hat, KI-Tools zu nutzen. Checkr stellte jedem Mitarbeiter ein monatliches Stipendium zur Verfügung, um KI-Tools auszuprobieren, und veranstaltete "KI-Tage" und Demos. Nach einem Jahr nutzen 95 % der Mitarbeiter täglich Prompting.

Erwähnte Persönlichkeiten