Reisechaos im Nahen Osten: Gestrandete Reisende kämpfen mit hohen Kosten

Reisechaos im Nahen Osten: Gestrandete Reisende kämpfen mit hohen Kosten

Aktualisiert:
4 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Der Konflikt im Nahen Osten hat Zehntausende Reisende in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gestrandet. Nach Luftraumsperrungen und Flughafenschließungen sehen sich viele mit unerwartet hohen Kosten für verlängerte Hotelaufenthalte und neue Flüge konfrontiert, während die Frage der Rückerstattung oft ungeklärt bleibt.

Ungeplante Kosten durch Flugausfälle im Nahen Osten

Emilia Vasquez, eine Business Development Managerin für Goodwill, landete am Donnerstag, den 26. Februar, mit ihrem sechsjährigen Sohn in Dubai, um ihren Geburtstag zu feiern. Zwei Tage später, am 28. Februar, führten Angriffe der Vereinigten Staaten und Israels auf den Iran zu weitreichenden Luftraumsperrungen und Flughafenschließungen in der gesamten Region. Vasquez fand sich im 5-Sterne-Hotel Taj Dubai wieder, wo sie etwa 500 US-Dollar pro Tag ausgab, wovon rund 300 US-Dollar auf die Hotelrechnung entfielen. Bis Donnerstag beliefen sich ihre Ausgaben auf 6.800 US-Dollar, wodurch sie nur noch wenige Tausend Dollar von ihrem Kreditkartenlimit entfernt war.

Die General Civil Aviation Authority (GCAA) der VAE gab am 1. März bekannt, dass der Staat "alle Unterbringungs- und Beherbergungskosten für betroffene und gestrandete Passagiere" tragen werde. Diese Ankündigung enthielt jedoch keine Details darüber, wie oder wann Reisende entschädigt würden. Vasquez konnte Dubai am Freitag verlassen, doch für viele andere Reisende, die noch vor Ort sind, steigen die Rechnungen weiter, und die Verwirrung über die Erstattung bleibt bestehen.

Finanzielle Belastung für gestrandete Reisende

Viele Reisende müssen ihre unerwartet verlängerten Aufenthalte mit Kreditkarten, von Fluggesellschaften bereitgestellten Gutscheinen oder Crowdfunding finanzieren. Fate Show, eine Doktorandin, war mit ihrem Vater auf dem Weg von Kuala Lumpur nach London, als ihr Flug in Dubai annulliert wurde. Emirates stornierte ihren Flug und stellte einen Gutschein für Essen und vier Nächte im 4-Sterne-Hotel S Hotel Al Barsha zur Verfügung.

Nachdem der Gutschein abgelaufen war, wechselten sie in das Hampton by Hilton Dubai Al Barsha, wo sie 112 US-Dollar pro Nacht für ein Zimmer mit zwei Einzelbetten und Frühstück aus eigener Tasche bezahlten. Sie versuchten, die zusätzlichen Ausgaben für Essen auf 30 US-Dollar pro Tag zu begrenzen. Show äußerte: "Das ist offensichtlich viel Geld, das wir nicht ausgeben wollten." Sie nutzen eine Kreditkarte und hoffen auf eine Rückerstattung bis zum nächsten Monat.

Crowdfunding und alternative Unterkünfte als Notlösung

Angesichts der steigenden Kosten haben einige gestrandete Reisende auf Crowdfunding-Plattformen wie GoFundMe zurückgegriffen. Shanice Day, eine Stylistin aus Houston, die ihren 30. Geburtstag in Dubai feierte, sah sich mit ihrem Freund Remy Thomas mit der Annullierung ihres Rückflugs am 1. März konfrontiert. Thomas startete eine GoFundMe-Kampagne, um die Kosten für Unterkunft und Flüge zu decken. Bis Freitag hatten sie 9.978 US-Dollar ihres Ziels von 11.000 US-Dollar gesammelt.

Business Insider hat mindestens 28 aktive GoFundMe-Kampagnen identifiziert, die Geld für Unterkunft und Rückflüge sammeln. Die Spendenziele reichen von etwa 660 US-Dollar bis 15.000 US-Dollar. Shrihari Madhu, Manager von Coral Cove in Dubai Marina, vermietet drei Apartments und hat gestrandeten Touristen kostenlose oder stark reduzierte Unterkünfte (ca. 40 US-Dollar pro Nacht statt der üblichen 110 US-Dollar) angeboten.

Hohe Kosten für die Ausreise

Für wohlhabendere Reisende war die Ausreise aus der Region oft noch teurer als der verlängerte Aufenthalt. Einige mieteten Chauffeure, um sie nach Oman und Saudi-Arabien zu fahren, was stundenlange Fahrten und lange Wartezeiten an Grenzübergängen mit sich brachte. Von dort charterten sie Privatjets, deren Kosten laut Ameerh Naran, CEO von Vimana Private Jets, über 200.000 US-Dollar betragen konnten.

Naran berichtete, dass die Nachfrage nach Ausreisen aus der Region bereits am Freitag, als die Möglichkeit eines Konflikts mit dem Iran akuter wurde, gestiegen sei. Die Kunden legten dabei Wert auf "Geschwindigkeit und Sicherheit der Abreise" und priorisierten die frühestmögliche Route gegenüber spezifischen Flugzeugtypen.

Auswirkungen auf VAE-Bewohner im Ausland

Nicht nur Touristen, sondern auch VAE-Bewohner, die sich im Ausland befanden, waren von den Flugausfällen betroffen. Annie Fernandez, eine Expat, war in Baku gestrandet und musste ihren Aufenthalt um fünf Tage verlängern, da Direktflüge nach Indien ausgebucht waren und die Preise von 750 Dirham auf über 1.600 Dirham pro Person gestiegen waren.

Harpreet Singh, der seit elf Jahren in den VAE lebt, war nach einem Kurzurlaub mit Freunden in Almaty, Kasachstan, gestrandet. Sein Hotel berechnete ihm 300 Dirham pro Paar für das Zimmer, was zu zusätzlichen Ausgaben führte. Für viele ist die Ungewissheit über die Dauer der Störung und die damit verbundenen finanziellen Belastungen die größte Herausforderung.

Erwähnte Persönlichkeiten