
Reisechaos im Winter: FAA-Restriktionen und Wetter bremsen Millionen von Reisenden aus
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Die Feiertagsreisezeit ist für Millionen von Amerikanern von erheblichen Flugverspätungen und -ausfällen geprägt. Die Federal Aviation Administration (FAA) hat angesichts des hohen Reiseaufkommens und widriger Winterwetterbedingungen landesweit Luftraumbeschränkungen erlassen, was zu stundenlangen Wartezeiten und gestrichenen Flügen führt.
FAA-Maßnahmen und Reiseaufkommen
Die FAA hat an einem Freitag mindestens acht separate Luftraumflussbeschränkungen (Airspace Flow Programs, AFPs) erlassen, wie die Daily Mail berichtete. Diese Maßnahmen könnten wichtige Flughäfen in den Vereinigten Staaten und Kanada betreffen, wobei einige Verspätungen über sechs Stunden erreichen könnten. Ziel der FAA ist es, eine Überlastung des Luftraums zu verhindern, indem die Anzahl der startenden und in bestimmte stark frequentierte Luftraumabschnitte einfliegenden Flugzeuge reduziert wird.
Die American Automobile Association (AAA) prognostiziert, dass über 122 Millionen Amerikaner im 13-tägigen Jahresendzeitraum vom 20. Dezember bis zum 1. Januar mindestens 50 Meilen von zu Hause entfernt reisen werden. Debbie Haas, Vizepräsidentin für Reisen bei AAA, kommentierte: "Die Menschen sind in dieser Ferienzeit reisefreudig. Das führt zu Rekordzahlen auf den Straßen und in der Luft." Positiv für Autofahrer: Die Benzinpreise erreichten landesweit ein 4-Jahres-Tief für die Feiertagsreisenden.
Wintersturm trifft den Nordosten am 14. Dezember 2025
Ein heftiger Wintersturm traf am 14. Dezember 2025 den Nordosten der USA und zwang die FAA zu drastischen Maßnahmen. Am John F. Kennedy International Airport (JFK) in New York und am Philadelphia International Airport (PHL) wurden Ground Stops verhängt, die alle Abflüge stoppten und über 1.700 kombinierte Flugverspätungen verursachten. Der Newark Liberty International Airport (EWR) operierte unter einem Ground Delay Program, wobei die durchschnittlichen Ankunftsverspätungen 170 Minuten erreichten und Spitzenwerte von fast 267 Minuten aufgrund von Schnee, Eis und Luftraumbeschränkungen auftraten.
Am JFK führten die Ground Stops am Sonntagmorgen zu über 1.000 Verspätungen für ankommende und abfliegende Flüge, mit durchschnittlichen Ankunftsverzögerungen von drei Stunden und 16 Minuten, die bis zu fast fünf Stunden betrugen. Am PHL waren über 700 Flüge betroffen. Bis zum Mittag des 14. Dezember gingen die Ground Stops an JFK und PHL in Ground Delays über, doch die Störungen hielten aufgrund des anhaltenden Wetters an. New York City verzeichnete bis 9 Uhr morgens am Sonntag 1,1 Zoll Schnee, der LaGuardia Airport 2,6 Zoll.
Weihnachtsreisechaos in New York am 26. Dezember 2025
Nur wenige Tage nach Weihnachten, am 26. Dezember 2025, führte ein weiterer starker Schneesturm in New York City zu chaotischen Zuständen. Fast 1.000 Flüge wurden gestrichen, wodurch Tausende von Passagieren in der Hochphase der Feiertagsreisezeit strandeten. Der Sturm, der als der größte seit Jahren galt, brachte bis zu neun Zoll Schnee und intensive Winde mit sich, was die Reisebedingungen im gesamten Nordosten der Vereinigten Staaten, insbesondere im Großraum New York City, erheblich beeinträchtigte.
Große Fluggesellschaften wie JetBlue, Delta und United stellten Flüge ein, noch bevor der Schnee erwartet wurde. Der National Weather Service (NWS) gab Wintersturmwarnungen für weite Teile der Nordost- und Mittelatlantikregion heraus. Bis zum Mittag des 26. Dezember wurden laut FlightAware landesweit 1.097 Flüge gestrichen und 3.608 Flüge verspätet. Die Mehrheit dieser Störungen konzentrierte sich auf die New Yorker Flughäfen JFK, LaGuardia (LGA) und Newark Liberty International (EWR). JFK war am stärksten betroffen und verzeichnete die höchste Anzahl an Annullierungen, gefolgt von LaGuardia und Newark. Meteorologen führten den Sturm auf eine Kollision feuchter Luft aus dem Süden und kalter Luft aus dem Norden zurück, die zu einer schnellen Entwicklung starker Schneebänder führte.
Auswirkungen auf Reisende und Flughäfen
Die kumulierten Auswirkungen der FAA-Maßnahmen und des Winterwetters waren erheblich. An einem Freitag wurden bis 15:40 Uhr ET über 5.500 US-Flüge verspätet und mehr als 1.400 annulliert, wie die Flugverfolgungswebsite FlightAware berichtete. Die Flughäfen in New York waren am stärksten betroffen:
- John F. Kennedy International Airport (JFK): 22 % der annullierten Abflüge
- Newark Liberty International Airport (EWR): 27 % der annullierten Abflüge
- LaGuardia Airport (LGA): 21 % der annullierten Abflüge
Diese Störungen führten zu weitreichenden Kaskadeneffekten im gesamten nationalen Luftraumsystem, da Anschlussflüge landesweit betroffen waren. Reisende sahen sich mit der Notwendigkeit konfrontiert, ihre Flüge umzubuchen, und mussten unerwartete Kosten und zusätzlichen Stress bewältigen.
Hintergrund der FAA-Maßnahmen
Um Überlastungen durch Wetter oder hohes Verkehrsaufkommen zu managen, setzt die FAA zwei Hauptmaßnahmen ein:
- Ground Stop: Ein Ground Stop stoppt alle Abflüge an den Gates aufgrund schwerwiegender Kapazitätsprobleme.
- Ground Delay Program: Ein Ground Delay Program hält Flüge vor dem Abflug mit zeitgesteuerten Freigaben zurück.
Beide Maßnahmen zielen darauf ab, die Sicherheit und Effizienz des Luftverkehrs zu gewährleisten. Die Erholung von solchen Störungen hängt vom Klaren des Wetters, Enteisungsmaßnahmen und der Wiederherstellung der Personalbesetzung ab.
Blick auf die Reiseziele
Trotz der Reiseherausforderungen bleiben bestimmte Ziele bei den Feiertagsreisenden besonders beliebt. Laut AAA waren die Top drei der nationalen Reiseziele in diesem Jahr:
- Orlando
- Fort Lauderdale
- Miami
International zog es die meisten Reisenden nach:
- Cancun, Mexiko
- Punta Cana, Dominikanische Republik