Ripple: 95 Mrd. $ Zahlungen, doch XRP-Kurs stagniert – Warum?

Ripple: 95 Mrd. $ Zahlungen, doch XRP-Kurs stagniert – Warum?

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Ripple hat insgesamt Zahlungen im Wert von 95 Milliarden US-Dollar abgewickelt. Trotz dieser beeindruckenden Adoptionszahlen zeigt die Performance von XRP im Jahr 2025, dass Preisentwicklung und Netzwerknutzung nicht immer Hand in Hand gehen. Die ursprüngliche These, dass mehr Banken auf RippleNet zu einem höheren XRP-Kurs führen würden, hat sich nicht wie erwartet bewiesen.

Ripple: Hohes Zahlungsvolumen, stagnierender XRP-Kurs

Die Infrastruktur-Erzählung, die in früheren Zyklen die XRP-These prägte, hat an Bedeutung verloren. Die Annahme war, dass eine zunehmende Anzahl von Banken auf RippleNet zu einem höheren Transaktionsvolumen und damit zu steigenden XRP-Preisen führen würde. Nach dieser Logik hätten über 4 Milliarden XRP Ledger-Transaktionen, ein On-Demand-Liquiditätsvolumen von rund 95 Milliarden US-Dollar und über 300 Bankpartner den XRP-Kurs deutlich nach oben treiben müssen.

Tatsächlich zeigt sich jedoch, dass reines Infrastrukturwachstum allein keine Token-Wertsteigerung garantiert, es sei denn, die Kontrolle und der wirtschaftliche Nutzen fließen auch dem Token selbst zu. Die Entwicklung im Jahr 2025 unterstreicht diese Diskrepanz zwischen der Stärkung des Ripple-Netzwerks und der Wertentwicklung des XRP-Tokens.

Ripple Labs stärkt seine Position als Finanzinstitut

Die größten Gewinne im Jahr 2025 verzeichnete Ripple Labs, nicht die XRP-Inhaber. Ripple erhielt die Genehmigung zum Betrieb der Ripple National Trust Bank und sammelte rund 500 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von nahezu 40 Milliarden US-Dollar ein. Dies markierte einen Wandel von einem reinen Softwareanbieter hin zu einem regulierten Finanzinstitut.

Banken konzentrierten sich auf Ripples Lizenzen, Compliance-Tools und das Abwicklungsnetzwerk. Die Märkte hingegen blieben auf den XRP-Preis fixiert, und diese beiden Entwicklungen verliefen nicht parallel. Die strategische Neuausrichtung von Ripple Labs hat somit primär die eigene Unternehmensposition gestärkt.

Banken suchen Effizienz, nicht Spekulation

RippleNet-Partner wie MoneyGram International und SBI Remit kaufen XRP nicht zu Spekulationszwecken. Sie nutzen den Token, weil er Kosten senkt und die Abwicklung beschleunigt. Grenzüberschreitende Zahlungen werden in Minuten statt in Tagen abgewickelt, während SWIFT-Gebühren von 3 % bis 5 % pro Überweisung vermieden werden können.

Aus Sicht einer Bank ist es weit weniger entscheidend, ob XRP bei 2 US-Dollar oder 20 US-Dollar gehandelt wird. Viel wichtiger ist, ob das System die Betriebskosten senkt und das Gegenparteirisiko reduziert. Die Effizienzgewinne stehen hier klar im Vordergrund der Nutzung.

Wechselkosten als strategischer Vorteil

Wenn 300 Banken sich mit RippleNet verbinden, übernehmen sie nicht nur eine Zahlungsschiene – sie schaffen auch erhebliche Wechselkosten. Ein Wechsel von Ripples Infrastruktur zu einem Konkurrenten wie SWIFT’s gpi-Upgrades, Stellar (CRYPTO: XLM) oder einem proprietären Bankenkonsortium würde bedeuten, mit 300 Gegenparteien neu zu verhandeln.

Diese Wechselkosten sind Milliarden wert. Ripples Erfolg im Jahr 2025 bestand nicht darin, dass XRP die 5-US-Dollar-Marke erreichte, sondern darin, es für jede Bank strukturell schwieriger zu machen, das Netzwerk zu verlassen. Die Bindung der Partner durch diese hohen Wechselkosten ist der eigentliche strategische Vorteil des Netzwerks.