Ørsted verkauft europäisches Onshore-Geschäft an CIP für 1,7 Mrd. USD

Ørsted verkauft europäisches Onshore-Geschäft an CIP für 1,7 Mrd. USD

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Der dänische Energiekonzern Ørsted hat sein gesamtes europäisches Onshore-Geschäft an Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) verkauft. Die Transaktion im Wert von 10,7 Milliarden Dänischen Kronen (rund 1,69 Milliarden US-Dollar) markiert einen strategischen Schritt für Ørsted, sich stärker auf Offshore-Windenergie zu konzentrieren, während CIP seine Präsenz im Bereich der erneuerbaren Energien in Europa ausbaut.

Strategische Neuausrichtung bei Ørsted

Ørsted verfolgt mit diesem Verkauf die klare Strategie, sich auf Offshore-Windprojekte in Europa zu fokussieren. In den kommenden Jahren werden in diesem Sektor erhebliche Kapazitätsausschreibungen erwartet, was die strategische Bedeutung dieses Schrittes unterstreicht.

Die Veräußerung des europäischen Onshore-Geschäfts schließt zudem das zuvor angekündigte Divestment-Programm von Ørsted ab. Dieses Programm zielte darauf ab, die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu stärken. Mit den erwarteten Gesamterlösen von rund 46 Milliarden Dänischen Kronen bis Ende 2026 übertrifft Ørsted sein ursprüngliches Ziel von mehr als 35 Milliarden Dänischen Kronen deutlich.

Trond Westlie, Chief Financial Officer von Ørsted, äußerte sich zufrieden: „Ørsteds europäisches Onshore-Geschäft hat eine sehr solide Pipeline und ein Projektportfolio entwickelt, und ich bin sehr zufrieden, dass wir in CIP einen neuen Eigentümer für dieses Geschäft gefunden haben, da wir uns entschieden haben, unsere Anstrengungen auf Offshore-Wind in unseren europäischen Kernmärkten zu konzentrieren.“ Er betonte weiter, dass die Veräußerung der europäischen Onshore-Plattform das Divestment-Programm abschließe und die Finanzposition von Ørsted erheblich gestärkt habe.

Copenhagen Infrastructure Partners stärkt Präsenz

Für Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) stellt diese Akquisition eine signifikante Erweiterung ihres Portfolios dar. CIP führt die Veräußerung über seinen fünften Flaggschiff-Fonds, Copenhagen Infrastructure V (CI V), durch.

Mads Skovgaard-Andersen, Chief Investment Officer und Partner bei CIP, erklärte: „Mit dieser bedeutenden Akquisition über mehrere Märkte und Technologien hinweg stärken wir unsere Präsenz in Europa weiter.“ Er hob hervor, dass das kombinierte Portfolio aus Onshore-Wind, Solar und Batteriespeichersystemen (BESS) die bestehenden Projekte von CIP ergänze und die Skalierung ermögliche, um den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen und Europas Energieunabhängigkeit zu stärken, während gleichzeitig starke, risikobereinigte Renditen für die Investoren erzielt werden.

Das erworbene Portfolio umfasst Projekte in Irland, Großbritannien, Deutschland und Spanien. Es beinhaltet Wind-, Solar- und Batteriespeichersysteme (BESS) mit einer Gesamtleistung von 578 MW in Betrieb und weiteren 248 MW im Bau.

Details der Transaktion und geografische Reichweite

Der Verkaufspreis für Ørsteds europäisches Onshore-Geschäft beläuft sich auf 10,7 Milliarden Dänische Kronen, was etwa 1,69 Milliarden US-Dollar entspricht. Die Transaktion soll voraussichtlich im zweiten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden, vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Genehmigungen.

Die veräußerten europäischen Onshore-Aktivitäten von Ørsted umfassen Projekte in:

  • Irland
  • Großbritannien
  • Deutschland
  • Spanien

Trotz dieses Verkaufs wird Ørsted seine Onshore-Aktivitäten in den USA beibehalten. Diese werden seit Oktober 2025 unabhängig verwaltet.

Hintergrund: Ørsteds umfassendes Divestment-Programm

Die aktuelle Transaktion ist Teil eines umfassenderen Divestment-Programms von Ørsted. Zu diesem Programm gehörten auch der Verkauf einer 50-prozentigen Beteiligung an Hornsea 3 sowie die Veräußerung einer Mehrheitsbeteiligung an Changhua 2.

Diese Verkäufe tragen maßgeblich zur Stärkung der finanziellen Position von Ørsted bei und ermöglichen es dem Unternehmen, seine strategischen Ziele im Bereich der Offshore-Windenergie zu verfolgen.

Aktuelle Entwicklung in den USA

Unabhängig von der europäischen Onshore-Transaktion konnte Ørsteds hundertprozentige Tochtergesellschaft Sunrise Wind im vergangenen Dezember einen vorläufigen Gerichtsbeschluss vom US District Court for the District of Columbia erwirken. Dieser Beschluss erlaubt die Wiederaufnahme von Aktivitäten, die zuvor durch eine Aussetzungsanordnung des Direktors des Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) gestoppt worden waren.

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