
Rückruf: E. coli-Kontamination in Rinderhackfleisch von Mountain West Food Group
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Die Mountain West Food Group, LLC hat über 2.800 Pfund ihres "Forward Farms Grass-Fed Ground Beef" in sechs US-Bundesstaaten zurückgerufen. Grund ist eine mögliche Kontamination mit E. coli O26, die bei routinemäßigen Tests entdeckt wurde und ernsthafte Gesundheitsrisiken bergen kann. Bislang wurden keine Krankheitsfälle im Zusammenhang mit dem Verzehr der Produkte bestätigt.
Rückruf von Rinderhackfleisch: Details und Umfang
Der Rückruf betrifft rohes Rinderhackfleisch der Sorte "Forward Farms Grass-Fed Ground Beef", das von der in Idaho ansässigen Mountain West Food Group, LLC, mit Sitz in Heyburn, ID, hergestellt wurde. Insgesamt sind 2.855 Pfund des Produkts betroffen, was fast 3.000 Pfund entspricht. Die betroffenen Artikel wurden am 16. Dezember 2025 produziert und in 16-Unzen (1-Pfund) Vakuumverpackungen vertrieben.
Auf den Etiketten der betroffenen Produkte ist "Forward Farms Grass-Fed Ground Beef" sowie das Verbrauchs- oder Einfrierdatum "USE OR FREEZE BY 01/13/26" oder "13. Januar 2026" aufgedruckt. Zudem tragen die Verpackungen die Betriebsnummer "EST 2083" an der Seite. Das kontaminierte Rinderhackfleisch wurde an Distributoren in Kalifornien, Colorado, Idaho, Montana, Pennsylvania und Washington geliefert, von wo aus es an Einzelhandelsgeschäfte weiterverteilt wurde. Die Kontamination mit E. coli O26 wurde bei routinemäßigen Tests und Probenahmen durch den U.S. Department of Agriculture’s Food Safety and Inspection Service (FSIS) festgestellt.
Was ist E. coli O26 und welche Risiken bestehen?
E. coli O26 ist ein Serovar von Shiga-Toxin-produzierenden E. coli (STEC), ähnlich dem bekannteren E. coli O157:H7. Eine Infektion mit diesen Bakterien kann 28 Tage (im Durchschnitt 34 Tage) nach Exposition zu Symptomen führen. Zu den häufigsten Symptomen einer E. coli-Infektion gehören Magenkrämpfe, Durchfall (oft blutig), Erbrechen, Fieber und Dehydration.
In seltenen Fällen können schwerwiegendere Komplikationen auftreten, insbesondere das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS), eine Form des Nierenversagens. HUS ist zwar bei E. coli O26-Infektionen nicht häufig, kann aber bei bestimmten Risikogruppen wie Kindern unter fünf Jahren, älteren Erwachsenen und Personen mit geschwächtem Immunsystem auftreten. Symptome von HUS umfassen leichte Blutergüsse, Blässe und verminderte Urinausscheidung; bei deren Auftreten ist sofortige medizinische Notfallversorgung erforderlich. Die übliche Behandlung einer E. coli-Infektion besteht aus kräftiger Rehydrierung und unterstützender Pflege; Antibiotika werden generell nicht empfohlen. Die meisten Betroffenen erholen sich innerhalb einer Woche.
Empfehlungen für Verbraucher
Der FSIS ist besorgt, dass sich einige der zurückgerufenen Produkte noch in den Kühlschränken oder Gefriertruhen der Verbraucher befinden könnten. Konsumenten, die das betroffene "Forward Farms Grass-Fed Ground Beef" gekauft haben, werden dringend gebeten, es nicht zu verzehren. Stattdessen sollten die Produkte entsorgt oder an die Verkaufsstelle zurückgebracht werden, wo in der Regel eine Rückerstattung erfolgt.
Es ist zudem wichtig, alle Oberflächen, die mit dem rohen, möglicherweise kontaminierten Fleisch in Kontakt gekommen sind, gründlich zu reinigen und zu desinfizieren. Sollten Sie oder eine Ihnen nahestehende Person Symptome einer E. coli-Infektion entwickeln, nachdem Sie das Produkt verzehrt haben, kontaktieren Sie umgehend einen Arzt und informieren Sie ihn über die mögliche Exposition. Spezifische Tests sind erforderlich, um die Infektion zu diagnostizieren.