
Ruhiger Handel nach den Feiertagen
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Die US-Aktienmärkte zeigten sich nach den Weihnachtsfeiertagen in ruhigem Handel weitgehend stabil, während die traditionelle "Santa Claus Rally" läuft. Edelmetalle wie Gold und Silber verzeichneten deutliche Gewinne, angetrieben von der Suche nach sicheren Häfen und Zinssenkungserwartungen. Das Handelsvolumen blieb gering, da viele institutionelle Anleger ihre Positionen für das Jahr bereits geschlossen haben.
Ruhiger Handel nach den Feiertagen
Am Freitag kehrten die Investoren nach den Weihnachtsfeiertagen an die Märkte zurück, die sich in einem ruhigen Handel weitgehend stabil zeigten. Das Handelsvolumen war erwartungsgemäß dünn. Der S&P 500 Index sank bis zum Mittag (EST) um 8 Punkte oder 0,1% auf 6.923 Punkte, nachdem er im frühen Handel kurzzeitig ein Rekordhoch von 6.940 Punkten erreicht hatte.
Der Dow Jones Industrial Average verzeichnete einen Rückgang von 0,2%, während der Nasdaq Composite um weniger als 0,1% nachgab. Viele institutionelle Anleger haben ihre Positionen für das laufende Jahr bereits geschlossen, was zum geringen Handelsvolumen beitrug.
Die "Santa Claus Rally" im Fokus
Die aktuelle Handelssitzung fällt in die sogenannte "Santa Claus Rally", eine historisch starke siebentägige Phase für Aktien. Diese erstreckt sich über die letzten Handelstage im Dezember und die ersten beiden im Januar und wurde 1972 vom Markttechniker Yale Hirsch erstmals identifiziert. In diesem Jahr begann die Periode am 24. Dezember und endet am 5. Januar.
Adam Turnquist, Chef-Technikstratege bei LPL Financial, schrieb in einer Research-Notiz vom 23. Dezember: "Die Geschichte zeigt ein klares Muster: Seit 1950 hat der S&P 500 in diesem Zeitraum eine durchschnittliche Rendite von 1,3% erzielt, wobei 78% der Ergebnisse positiv waren." Zum Vergleich liege die typische siebentägige Durchschnittsrendite des Marktes bei nur 0,3%, mit einer Positivrate von 58%. Trotz des Optimismus gab es Skepsis hinsichtlich der Stärke der Rallye, bedingt durch Unsicherheiten über das Ausmaß der Zinssenkungen der Fed im nächsten Jahr und Bedenken bezüglich übertriebener Investitionen in die KI-Infrastruktur.
Aktienmärkte im Jahresrückblick und Ausblick
Der Aktienmarkt hat bereits ein starkes Jahr hinter sich, wobei der S&P 500 seit Anfang 2025 um fast 18% gestiegen ist. Die Wall Street wurde durch Deregulierungspolitiken der Trump-Administration sowie den Optimismus hinsichtlich des Potenzials künstlicher Intelligenz (KI) zur Steigerung der Unternehmensgewinne beflügelt.
Die Aussichten auf Wirtschaftswachstum und eine akkommodativere Geldpolitik stützen die Gewinnaussichten der Unternehmen. Im Technologiesektor legte Nvidia um 1,5% zu, nachdem ein Lizenzabkommen mit dem KI-Startup Groq bekannt wurde.
Edelmetalle im Aufwind
Die Preise für Gold und Silber setzten ihren Anstieg fort. Silber stieg um mehr als 4,5% auf 74,88 US-Dollar pro Unze, während Gold um 1,1% zulegte. Beide Edelmetalle haben in diesem Jahr an Wert gewonnen, da Investoren nach sicheren Häfen außerhalb von Aktien und Anleihen suchten.
Silber profitierte zusätzlich von Angebotsengpässen. Frühere Anstiege der Goldpreise spiegelten teilweise Sorgen während des US-Regierungsstillstands wider. Erwartungen, dass die US-Notenbank (Fed) im neuen Jahr die Zinsen weiter senken wird, was den Dollar gegenüber anderen Währungen schwächen könnte, befeuerten ebenfalls die Goldkäufe. Minenunternehmen wie Freeport-McMoRan gehörten am Freitag mit einem Plus von mehr als 2,5% zu den größten Gewinnern.
Rohöl und Einzelaktien
Die Rohölpreise gaben nach: US-Rohöl fiel um mehr als 1%, und Brent-Rohöl sank ebenfalls um 1%. Die Aktien von Target stiegen um 2%, nachdem die Financial Times berichtete, dass ein aktivistischer Investor eine Beteiligung an dem Einzelhandelsriesen erwirbt. Ölproduzenten zeigten sich volatil, da die Märkte die Auswirkungen der Rhetorik des Weißen Hauses gegen venezolanische Energieexporte auf das globale Angebot bewerteten.
Internationale Märkte
Die Märkte in Hongkong, Australien, Neuseeland und Indonesien blieben am Freitag geschlossen. Auch die meisten europäischen Märkte waren an diesem Tag noch geschlossen.