
S&P 500 unter Druck: Nahost-Spannungen und saisonale Chancen
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Der S&P 500 setzte am Montag seine Verlustserie fort, belastet durch steigende Ölpreise und Schwäche im Technologiesektor. Während Nahost-Spannungen die Märkte weiterhin beeinflussen, sorgten Berichte über eine mögliche Deeskalation für eine Erholung der Futures und schüren die Hoffnung auf eine Trendwende.
S&P 500 unter Druck: Ölpreise und Technologieaktien belasten
Der S&P 500 verzeichnete am Montag einen Rückgang von 0,39 % und schloss bei 6.343,72 Punkten, womit er seine Verlustserie fortsetzte. Dieser Abwärtsdruck resultierte maßgeblich aus den gestiegenen Ölpreisen und einer allgemeinen Schwäche im Technologiesektor. Die Rohölpreise stiegen zu Wochenbeginn deutlich an, wobei US-Öl über 102 US-Dollar pro Barrel notierte – den höchsten Stand seit 2022. Dies war eine direkte Folge der eskalierenden Spannungen im Nahen Osten und der Sorge vor Versorgungsengpässen.
Die Unsicherheit an den Märkten spiegelte sich auch im CBOE Volatility Index (VIX) wider, dem sogenannten "Angstbarometer" der Wall Street, der während der Handelssitzung am Montag kurzzeitig über die Marke von 30 stieg. Dies unterstreicht die erhöhte Nervosität der Anleger in einem unbeständigen Umfeld.
Nahost-Entspannungssignale stützen die Futures
Trotz des anfänglichen Anstiegs drehten die Ölpreise im Übernacht-Handel wieder ins Minus. Dies geschah, nachdem das Wall Street Journal berichtete, dass Präsident Donald Trump offen für ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen sei, selbst wenn die Straße von Hormus teilweise eingeschränkt bliebe. Diese Nachricht weckte Hoffnungen auf eine Deeskalation der Lage im Nahen Osten.
Die Märkte reagierten prompt auf diese Entwicklung. Die S&P 500 Futures zeigten sich um 4:30 Uhr ET mit einem Plus von 0,94 % und deuteten auf eine höhere Eröffnung hin. Die Märkte haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sie bei Anzeichen einer Entspannung zu einer Erholung neigen, auch wenn die zugrunde liegende Unsicherheit bestehen bleibt.
Wirtschaftliche Indikatoren und die Rolle der Fed
Neben den geopolitischen Entwicklungen beobachten Anleger auch aufmerksam die wirtschaftlichen Signale. Der Vorsitzende der Federal Reserve, Jerome Powell, äußerte sich dahingehend, dass die Inflationserwartungen "gut verankert" blieben. Diese Aussage trug dazu bei, Bedenken hinsichtlich unmittelbarer Zinserhöhungen zu zerstreuen, ungeachtet der gestiegenen Energiekosten.
Für den Dienstag stehen weitere wichtige Konjunkturdaten auf dem Programm. Die Veröffentlichung der Verbrauchervertrauensdaten und der JOLTS-Stellenangebote könnte weitere Einblicke in die Stärke der US-Wirtschaft geben und somit die Marktstimmung beeinflussen.
Technische Analyse und saisonale Marktaussichten
Aus technischer Sicht konnte der S&P 500 am Montag seine frühen Gewinne nicht halten und schloss unterhalb der unteren Grenze des absteigenden Trendkanals, der sich im letzten Monat etabliert hat. Der Rückgang wird als parabolisch beschrieben und deutet auf ein undifferenziertes De-Risking der Händler angesichts der Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Konflikt im Iran hin. Der Referenzindex liegt unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten und findet keine Unterstützung. Der Relative Strength Index (RSI) liegt unter 30, was typischerweise auf eine überverkaufte Situation und eine mögliche Verkaufserschöpfung hindeutet, wenngleich innerhalb von Bärenmarkttrends.
Für den 31. März 2026 wird der April als saisonal starker Monat im Aktienmarkt hervorgehoben, der für den längerfristigen Trend von Aktien und der Wirtschaft entscheidend sein könnte. Trotz kurzfristiger technischer Bedenken und eines bedrohlichen längerfristigen technischen Profils bleibt der Fokus auf der kurzfristigen Positivität in den Aktienmärkten, die in die saisonal starke Periode im April führt. Ein Beispiel für eine Aktie, die in eine Phase saisonaler Stärke eintritt, ist Atlas Salt Inc. (TSXV:SALT.V), deren optimale Haltedauer vom 31. März bis zum 26. Juni reicht.
Polymarket-Wetten als Stimmungsbarometer
Ein Blick auf die Polymarket-Wetten zeigt, wie die Marktteilnehmer die kurzfristige Entwicklung einschätzen. Die Polymarket-Wette vom 30. März, die sich auf die Eröffnung des S&P 500 bezog, wurde mit "Up" aufgelöst. Dies bedeutet, dass die Händler eine höhere Eröffnung korrekt antizipierten. Das gehandelte Volumen bei dieser Wette belief sich auf 484.811 US-Dollar.