Saks Global: Firmenjet-Verkauf und 500 Mio. $ Exit-Finanzierung in der Insolvenz

Saks Global: Firmenjet-Verkauf und 500 Mio. $ Exit-Finanzierung in der Insolvenz

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Der insolvente Luxus-Einzelhändler Saks Global, bekannt für Marken wie Saks Fifth Avenue, Neiman Marcus und Bergdorf Goodman, unternimmt weitere Schritte zur Kostensenkung und finanziellen Neuausrichtung. Das Unternehmen plant den Verkauf seines einzigen Firmenjets für 6 Millionen US-Dollar und hat sich zudem eine umfangreiche Exit-Finanzierung in Höhe von 500 Millionen US-Dollar gesichert, um aus dem Chapter 11-Verfahren hervorzugehen. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Strategie, um die Liquidität zu verbessern und das Geschäft für zukünftiges Wachstum zu positionieren.

Saks Global verkauft Firmenjet zur Kostensenkung

Saks Global beabsichtigt, seinen 2003er Gulfstream G400 Jet für 6 Millionen US-Dollar an einen privaten Käufer, Jones Aviations LLC, zu veräußern. Der Jet, der bis zu 16 Passagiere befördern kann und von zwei Rolls-Royce-Triebwerken angetrieben wird, wurde primär von Saks-Führungskräften für Geschäftsreisen und zur Deckung operativer Bedürfnisse genutzt. Darüber hinaus erlaubte Saks bestimmten aktuellen und ehemaligen Führungskräften und Direktoren die private Nutzung des Flugzeugs im Rahmen von Time-Sharing-Vereinbarungen.

Der Verkauf, der noch die Genehmigung des Bundesinsolvenzgerichts in Texas benötigt, soll die Liquidität von Saks "verbessern" und "unnötige Kosten und Ausgaben eliminieren". Ein Sprecher von Saks erklärte am Dienstag gegenüber Business Insider, dass die Unternehmensführung die Entscheidung zum Verkauf des Flugzeugs getroffen habe, um den disziplinierten Kapitaleinsatz zu priorisieren. Diese Maßnahme sei ein weiterer bewusster Schritt, Investitionen in Bereiche zu lenken, die ein bedeutsames Wachstum für ein stärkeres Saks Global vorantreiben werden.

Für die Vermarktung des Flugzeugs beauftragte Saks den Luftfahrtmakler Guardian Jet, der eine Maklergebühr von 210.000 US-Dollar erhalten wird. Der Käufer hat eine rückzahlbare Anzahlung von 250.000 US-Dollar geleistet. Obwohl Saks angibt, dass der Verkauf des Jets den Wert für alle Gläubiger maximieren soll, ist der Erlös im Kontext der Gesamtverbindlichkeiten relativ gering: Allein die Anwaltskosten von Saks im Januar beliefen sich auf 7,2 Millionen US-Dollar.

Hintergrund der Insolvenz und umfassende Restrukturierung

Saks Global hatte am 13. Januar Insolvenz nach Chapter 11 angemeldet, nachdem Zahlungen an Lieferanten ausgeblieben waren und sich eine prekäre Schuldenlast aufgebaut hatte. Zu diesem Zeitpunkt schuldete Saks Hunderten von Millionen Dollar an Gläubiger, darunter namhafte Marken wie Chanel und LVMH. Die Kostensenkungsmaßnahmen begannen unmittelbar nach der Insolvenzanmeldung.

Im Februar kündigte Saks die Schließung fast aller seiner Discount-Filialen Saks Off Fifth und Neiman Marcus Last Call sowie mehrerer Saks Fifth Avenue Standorte an. Im Folgemonat wurden weitere Schließungen bekannt gegeben. Nach diesen Maßnahmen verbleiben 15 Saks Fifth Avenue und 33 Neiman Marcus Standorte.

Finanzielle Neuausrichtung und Zukunftsperspektiven

Am 2. April 2026 gab Saks Global Enterprises LLC bekannt, eine Restrukturierungsvereinbarung mit einer Ad-hoc-Gruppe seiner vorrangig besicherten Anleihegläubiger getroffen zu haben. Diese Kapitalpartner haben sich verpflichtet, 500 Millionen US-Dollar an Exit-Finanzierung bereitzustellen, sobald das Unternehmen aus dem Chapter 11-Verfahren hervorgeht. Das Unternehmen erwartet, die Insolvenz im Sommer zu verlassen.

Geoffroy van Raemdonck, CEO von Saks Global, betonte: "Das Erreichen dieses wichtigen Meilensteins unterstreicht die Fortschritte, die wir bei unserer Transformation machen, und spiegelt das Vertrauen unserer Kapitalpartner in unsere zukünftige Vision wider." Der Fokus liege weiterhin auf der Stärkung der Markenpartnerbeziehungen und der Bereitstellung eines kuratierten Produktsortiments sowie personalisierten Services für Luxuskunden.

Saks Global konzentriert sich darauf, die Grundlage zu schaffen, um das volle Potenzial seiner drei Luxusmarken zu entfalten, eine zweistellige bereinigte EBITDA-Marge zu erreichen und nachhaltiges Wachstum zu fördern. Nach dem erwarteten Austritt aus der Insolvenz im Sommer soll die Profitabilität durch folgende Säulen gestärkt werden:

  • Eine stabile finanzielle Grundlage mit einer angepassten Kapitalstruktur und ausreichender Liquidität für Investitionen in Schlüsselbereiche des Geschäfts.
  • Ein integriertes Einzelhandelsmodell, verankert durch eine optimierte Filialpräsenz an den leistungsstärksten Standorten in Märkten mit hoher Konzentration von Luxuskunden, sowie eigenständige E-Commerce-Plattformen und Remote-Selling-Dienste.
  • Ein fachmännisch kuratiertes Produktsortiment, untermauert durch gestärkte Beziehungen zu den begehrtesten Marken der Welt.
  • Zugang zu zig Millionen Luxuskunden und tiefe Einblicke in deren sich entwickelnde Einkaufsvorlieben, die es dem Unternehmen ermöglichen, personalisierte Erlebnisse in großem Maßstab zu liefern.
  • Eine erstklassige Mitarbeiterbasis mit starker Expertise in Luxusmode, einschließlich talentierter Verkaufsmitarbeiter, die Kundenbeziehungen pflegen.