Saronic: Milliarden-Investition treibt Roboterkriegsschiffe für US Navy voran

Saronic: Milliarden-Investition treibt Roboterkriegsschiffe für US Navy voran

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Das private Verteidigungsunternehmen Saronic hat kürzlich eine signifikante Finanzierungsrunde abgeschlossen, die seine Bewertung auf 9,25 Milliarden US-Dollar katapultiert. Das auf autonome Roboterkriegsschiffe spezialisierte Unternehmen plant, die erhaltenen Mittel für eine massive Produktionsausweitung zu nutzen und damit die Nachfrage der US Navy nach unbemannten Überwasserschiffen zu bedienen. Dieser Schritt könnte die gesamte Schiffbauindustrie neu gestalten.

Saronic: Ein aufstrebender Akteur in der Verteidigungsindustrie

Saronic wurde von Dino Mavrookas, einem ehemaligen Navy SEAL und DEVGRU Operator, gegründet und konzentriert sich fast ausschließlich auf die Entwicklung und den Bau von Roboterkriegsschiffen. Obwohl das Unternehmen bisher weniger im Rampenlicht stand, taucht sein Name in der Verteidigungspresse zunehmend häufiger auf. Saronic positioniert sich als ein "Purer-Play"-Anbieter im Bereich der autonomen Schiffe, im Gegensatz zu etablierten, börsennotierten Verteidigungsunternehmen wie Leidos, L3Harris, General Dynamics oder Huntington Ingalls, die ebenfalls in diesem Segment aktiv sind.

Autonome Schiffe für vielfältige Einsatzzwecke

Die Produktpalette von Saronic umfasst unbemannte, autonome und langstreckentaugliche Roboterschiffe unterschiedlicher Größen. Dazu gehören:

  • Corsair: 24 Fuß lange Schnellboote
  • Mirage: 40 Fuß lange Schiffe
  • Marauder: 180 Fuß lange Schiffe, die bis zu vier raketenstartende Systeme in der Größe von 40-Fuß-Anhängern mit insgesamt 16 Marschflugkörpern tragen können

Das Unternehmen hat bereits Verträge mit der US Navy gewonnen, darunter eine im Dezember erfolgte Zusage über 392 Millionen US-Dollar für die Lieferung einer ungenannten Anzahl von Corsair-Schiffen. Saronic kündigte umgehend an, fast die gesamte Summe in die Erweiterung seiner Produktionskapazitäten in der Werft in Franklin, Louisiana, zu investieren.

Milliarden-Finanzierung und beeindruckende Bewertung

Im vergangenen Monat sorgte Saronic für Aufsehen mit der Nachricht, dass das Unternehmen 1,75 Milliarden US-Dollar in einer privaten Finanzierungsrunde von namhaften Venture-Capital-Firmen wie Advent International, Andreessen Horowitz, Franklin Templeton, Kleiner Perkins und Bessemer Venture Partners erhalten hat. Diese Series-D-Finanzierungsrunde bewertet das privat gehaltene Unternehmen Saronic mit 9,25 Milliarden US-Dollar. Ein Großteil dieser Investition ist für die Entwicklung und den Bau der größeren Schiffe des Unternehmens vorgesehen.

Massive Produktionsausweitung und neue Werften

Saronic verfolgt ehrgeizige Pläne zur Skalierung seiner Produktion. Bereits zwei Marauder-Schiffe befinden sich im Bau, und das Unternehmen beabsichtigt, die Produktion dieser großen Schiffe bis zum nächsten Jahr auf 20 Einheiten jährlich zu steigern. Um diese Expansion zu unterstützen, baut Saronic eine völlig neue Werft namens Port Alpha, die die bestehende Werft in Louisiana ergänzen soll.

Die Werft in Franklin, Louisiana, ist bereits in der Lage, 1.000 Corsair-Schiffe pro Jahr zu bauen und wird auf eine Kapazität von 2.000 Einheiten aufgerüstet. Die Erweiterung der Franklin-Werft um etwa 300.000 Quadratfuß soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die geplante Mega-Anlage Port Alpha, die sich noch in der Planungsphase befindet, soll die zehnfache Kapazität des Standorts Franklin erreichen und den Bau größerer autonomer Schiffe für kommerzielle und Verteidigungszwecke unterstützen.

Die Rolle der US Navy und das Wettbewerbsumfeld

Die massive Investition in Saronic erfolgt zu einem Zeitpunkt, da Drohnenboote in globalen Konflikten, wie dem Krieg Russlands gegen die Ukraine und dem gemeinsamen Krieg der USA und Israels mit dem Iran, ihre Nützlichkeit unter Beweis gestellt haben. Die US Navy macht Fortschritte bei der Integration autonomer Überwasserschiffe in ihre Flotte und hat ihre Strategie für die Beschaffung mittlerer unbemannter Überwasserschiffe (MUSV) geändert.

Die Navy konzentriert sich nun auf einen "Marktplatz" für bestehende, ausgereifte Technologien, aus denen sie zu einem späteren Zeitpunkt auswählen kann. Dieses Format soll ein "regelmäßiges und wiederkehrendes Wettbewerbsumfeld für Robotik- und autonome Technologien" schaffen, wie ein Navy-Beamter gegenüber Defense One erklärte. Bryan Clark, Leiter des Center for Defense Concepts and Technology am Hudson Institute, kommentierte, dass dieser Schritt den Anbietern die Möglichkeit gibt, Kombinationen von Eigenschaften vorzuschlagen, die sie liefern können und die mit den operativen Problemen der Navy übereinstimmen. Dies unterstreicht die Bedeutung der Fähigkeit von Unternehmen, Roboterschiffe schnell zu bauen und zu liefern, um die Nachfrage zu decken.

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