Scaramucci warnt vor Stagflation und Marktkorrektur inmitten Nahost-Konflikts

Scaramucci warnt vor Stagflation und Marktkorrektur inmitten Nahost-Konflikts

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Der ehemalige Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Anthony Scaramucci, warnt eindringlich vor einer drohenden Stagflation im Stil der 1970er Jahre und einer bevorstehenden Korrektur an den Märkten. Diese Einschätzung erfolgt inmitten eines sich zuspitzenden Konflikts im Nahen Osten, der die globalen Wirtschaftsrisiken weiter erhöht und die Verbraucherpreise unter Druck setzt.

Die Bedrohung der Stagflation

Scaramucci sieht die Preise "überall steigen", angetrieben aus "drei Richtungen gleichzeitig". Er stellt fest, dass selbst von Donald Trump ernannte Mitglieder der Federal Reserve die düstere Einschätzung von Fed-Chef Jerome Powell teilen. Diese Entwicklung erinnert Scaramucci an seine Jugend in den 1970er Jahren.

Er betont, welche schwerwiegenden Auswirkungen ein solches Wirtschaftsklima auf arbeitende Familien hat. Scaramucci rät: "Machen Sie sich bereit für eine Korrektur in der Wirtschaft." Diese bevorstehende wirtschaftliche Abschwächung wird seiner Meinung nach wahrscheinlich eine "tiefere Korrektur am Aktienmarkt" sowie einen deutlichen Anstieg der Ölpreise auslösen, was den finanziellen Druck auf die Verbraucher weiter verstärkt.

US-Märkte im Rückgang

Die US-Aktienmärkte haben im Jahr 2026 bereits deutliche Verluste verzeichnet. Der S&P 500 Index ist seit Jahresbeginn um 4,02 % gefallen. Der Nasdaq Composite Index verzeichnete einen Rückgang von 5,84 %, und der Dow Jones Index sank um 3,88 % im Jahresverlauf.

Der Dow-Tracker State Street SPDR Dow Jones Industrial Average ETF Trust (NYSE:DIA) schloss am Donnerstag bei 465,06 US-Dollar, ein Rückgang von 0,090 %. Diese Marktentwicklungen spiegeln die wachsende Unsicherheit und die Befürchtungen einer wirtschaftlichen Abschwächung wider.

Eskalation im Nahen Osten

Die Ankunft von 2.500 US-Marines im Nahen Osten fällt mit einer neuen Phase des sich ausweitenden regionalen Konflikts zusammen. Die Houthis, eine vom Iran unterstützte militante Gruppe aus dem Jemen, haben eine ballistische Rakete auf Israel abgefeuert. Berichten zufolge verursachte der Angriff am Samstag keine Opfer, während Israel seine Offensive im Iran und im Libanon fortsetzte.

Luftangriffe in Teheran trafen Wohngebiete und eine Universität, wie iranische Medien und Hilfsorganisationen berichteten. Yahya Saree, ein Militärsprecher der Houthis, erklärte, die Angriffe aus dem Jemen würden "andauern, bis die Aggression endet". Die USA entsandten 2.500 Marines der 31. Marine Expeditionary Unit an Bord der U.S.S. Tripoli, begleitet von 2.500 Seeleuten.

Geopolitische Risiken und Wirtschaft

Militärvertreter, die anonym bleiben wollten, gaben an, dass die Streitkräfte positioniert sind, um die Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu unterstützen. Diese strategische Ölroute ist weitgehend vom Iran blockiert. Präsident Donald Trump betonte, dass "sehr starke Gespräche" mit dem Iran im Gange seien, um eine diplomatische Lösung zu finden, obwohl die Eskalation auf eine Intensivierung der Kämpfe hindeutet.

Anthony Scaramucci hatte zuvor die US-Militärpräsenz im Nahen Osten in Frage gestellt, nachdem Berichte über umfangreiche iranische Schäden an amerikanischen Einrichtungen bekannt wurden. Er argumentierte, dass permanente Stützpunkte zu kostspieligen Schwachstellen geworden seien und schlug eine "schlanke, marine, über den Horizont reichende Haltung" vor, um die Streitkräfte besser zu schützen als das derzeitige "Forever-Basing Empire", das er als eine 1 Billion US-Dollar teure Belastung bezeichnete. Er zitierte Berichte, wonach 17 US-Standorte in Kuwait, Katar, Bahrain und Saudi-Arabien getroffen wurden, wobei viele Truppen nach wiederholten Angriffen, die einige Stützpunkte unbrauchbar machten, aus der Ferne operierten.

Der Ökonom Nouriel Roubini warnte, dass eine Eskalation die Ölflüsse durch die Straße von Hormus stören und schwerwiegende globale wirtschaftliche Folgen, einschließlich Stagflation, hervorrufen könnte. Die USA verschärften zudem die Kontrolle über Energielieferungen an China, indem sie bis zu 18 % der chinesischen Ölimporte aus dem Iran und Venezuela störten. Dies legt Chinas Anfälligkeiten offen und stärkt die US-Hebelwirkung in globalen Energie- und Handelsverhandlungen.

Gebrochene politische Versprechen

Scaramucci kritisierte auch Trumps wirtschaftliche Bilanz scharf und argumentierte, dass dessen Politik die Wählerschaft grundlegend enttäuscht habe. Er hob hervor, dass Trump stark mit dem Versprechen von Erschwinglichkeit und niedrigeren Preisen Wahlkampf gemacht habe, aber für die Wähler genau das Gegenteil geliefert habe.

Scaramucci schlussfolgerte: "Die Torpfosten haben sich nicht nur bewegt. Sie wurden aufgehoben und in die entgegengesetzte Richtung geworfen." Angesichts einer sich verlangsamenden Konsumtätigkeit und wachsender Angst argumentiert er, dass die amerikanische Wirtschaft in einem sich selbst verstärkenden Abwärtszyklus gefangen sei.

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