SCHD: Energieaktien treiben Dividenden-ETF zu 15% Rendite in 2026

SCHD: Energieaktien treiben Dividenden-ETF zu 15% Rendite in 2026

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Der Schwab U.S. Dividend Equity ETF (NYSEMKT: SCHD), einer der größten und beliebtesten ETFs für Dividendenaktien, hat Anfang 2026 eine bemerkenswerte Performance hingelegt. Mit einem Anstieg von fast 15% übertraf er den S&P 500, der im gleichen Zeitraum weniger als 1% zulegte. Diese starke Entwicklung ist auf eine spezifische, oft übersehene Triebfeder zurückzuführen.

Der Schwab U.S. Dividend Equity ETF im Fokus

Der SCHD ist bekannt für seine hohe aktuelle Ertragsrendite, die in den letzten 12 Monaten bei 3,5% lag, und hat über die Jahre robuste Renditen geliefert. Während das vergangene Jahr mit einer Rendite von nur 0,4% eher enttäuschend war, hat der ETF Anfang 2026 eine hyperbolische Entwicklung gezeigt.

Der Fonds bildet den Dow Jones U.S. Dividend 100 Index ab, der die Performance von 100 Top-Dividendenaktien misst. Die Auswahl der Unternehmen erfolgt anhand verschiedener Faktoren, darunter die Dividendenrendite und die fünfjährige Dividendenwachstumsrate.

Die verborgene Triebfeder: Energieaktien

Obwohl die 100 Positionen des Fonds eine relativ breite Marktpräsenz bieten, weist der SCHD eine hohe Sektorgewichtung im Energiesektor auf. Ende letzten Jahres machte dieser Sektor 19,9% seiner Allokation aus und war damit die größte Sektorallokation des Fonds.

Diese hohe Exposition gegenüber Energieaktien wirkte sich im vergangenen Jahr negativ auf die Renditen aus, da fallende Ölpreise die Performance beeinträchtigten. Doch in diesem Jahr hat sich das Blatt gewendet, und der Energiesektor wurde zum entscheidenden Wachstumsmotor.

Ölpreisanstieg befeuert die Rallye

Die Rohölpreise sind im Jahr 2026 stark gestiegen. Brent-Öl, der globale Referenzpreis, ist um 15% auf über 70 Dollar pro Barrel geklettert. Dieser Anstieg ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, die potenzielle Versorgungsengpässe signalisieren.

Dazu gehören mögliche Lieferunterbrechungen in Venezuela und Iran. Das US-Militär hat Venezuelas ehemaligen Präsidenten festgenommen und ihn des Narkoterrorismus angeklagt, während gleichzeitig wachsende Besorgnis über einen eskalierenden Konflikt zwischen den USA und Iran besteht.

Top-Dividendenaktien im Energiesektor

Der Anstieg der Rohölpreise war ein Segen für den SCHD, da zwei seiner größten Positionen Ölunternehmen sind. Chevron (NYSE: CVX) ist mit 4,21% des Fondsvermögens die viertgrößte Position, während ConocoPhillips (NYSE: COP) mit 4,19% an sechster Stelle steht.

Der Fonds hält auch bedeutende Anteile an SLB (2,7%), EOG Resources (2,36%) und Valero Energy (2,19%). Alle diese fünf Energieaktien haben in diesem Jahr einen starken Anstieg verzeichnet. Es ist wichtig zu beachten, dass der SCHD diese Energieaktien nicht primär wegen der Ölpreisentwicklung hält, sondern weil sie als exzellente Dividendenaktien gelten.

Ein Beispiel hierfür ist Chevron, das seine Dividende kürzlich um 4% erhöhte und damit seine Wachstumsreihe auf 39 aufeinanderfolgende Jahre ausdehnte – die zweitlängste Dividendenwachstumsreihe im Ölsektor. Der Ölriese hat seine Ausschüttung in den letzten fünf Jahren mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von 6% gesteigert, was schneller ist als die 5% des S&P 500. Zudem bietet Chevron eine deutlich höhere Dividendenrendite von 3,9% im Vergleich zu 1,2% für den breiteren Marktindex. Diese Kombination aus hoher Rendite und überdurchschnittlichem Dividendenwachstum passt perfekt zur Anlagestrategie des SCHD.

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