Schneewetten in den USA: Prognosemärkte im Bann von Wintersturm Fern

Schneewetten in den USA: Prognosemärkte im Bann von Wintersturm Fern

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Prognosemärkte erleben derzeit einen regen Handel, da Amerikaner aktiv auf die Schneefallmengen in Großstädten wie New York City und Washington D.C. wetten. Dies geschieht inmitten des schweren Wintersturms Fern, der weitreichende Stromausfälle verursacht und Tausende von Flügen zum Erliegen gebracht hat.

Schneewetten im Fokus: NYC und Washington D.C.

Auf der Plattform Polymarket wurden über 700.000 US-Dollar auf einen Markt gesetzt, der die Schneefallmenge in New York City während des Wochenendes vorhersagt. Aktuell sehen die Wettenden eine 47-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass der gesamte Schneefall zwischen 10 und 12 Zoll liegen wird. Die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) dient als Auflösungsquelle für diesen Markt.

In Washington, D.C. zeigte ein ähnlicher Vertrag, dass die Wettenden mit 56 Prozent die höchsten Quoten für eine Schneefallmenge von 5 bis 7 Zoll in der Bundeshauptstadt ansetzten. Parallel dazu sahen Wettende auf Kalshi eine 98-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass der gesamte Schneefall in NYC 10 Zoll überschreiten würde. Auf dieses Ergebnis wurden rund 3,7 Millionen US-Dollar gewettet.

Die Mechanismen der Prognosemärkte

Polymarket, basierend auf Polygon (CRYPTO: POL), ermöglicht es Nutzern, "Ja"- und "Nein"-Anteile in USDC (CRYPTO: USDC) Stablecoins zu kaufen. Die Anteile, die das korrekte Ergebnis repräsentieren, werden bei Marktauflösung mit jeweils 1 US-Dollar USDC ausgezahlt. Diese dezentralen Plattformen bieten eine Möglichkeit, auf zukünftige Ereignisse zu spekulieren und dabei von der kollektiven Intelligenz der Masse zu profitieren.

Massive Reisebehinderungen durch Wintersturm Fern

Die Wetten erfolgen zu einem Zeitpunkt, da der Blizzard das normale Leben in weiten Teilen der USA lahmlegt. Zehntausende von Kunden sind von Stromausfällen betroffen, und es kam zu den meisten Flugausfällen seit der COVID-19-Pandemie. Laut Daten von FlightAware wurden am Sonntag landesweit über 12.000 Flüge gestrichen und über 20.000 verspätet.

Präsident Donald Trump erklärte in mehreren Bundesstaaten, darunter South Carolina, Virginia und Tennessee, den Notstand. Meteorologen prognostizieren, dass Schnee, Graupel und gefrierender Regen von Sonntag bis in die folgende Woche die östlichen zwei Drittel des Landes heimsuchen werden.

Ethische Debatte um Naturkatastrophen-Wetten

Die Plattform Polymarket stand in der Vergangenheit in der Kritik, weil sie es Menschen ermöglichte, von Naturkatastrophen zu profitieren. Auf diese Frage angesprochen, räumte Polymarket-CEO Shayne Coplan in einem Interview ein, dass es sich um eine „sensible“ Angelegenheit handele. Die Debatte um die moralische Vertretbarkeit solcher Wetten bleibt somit ein wichtiger Aspekt im Kontext dieser Finanzmärkte.