Silberpreis-Volatilität nach Trumps Zoll-Entscheidung und Tech-Rallye

Silberpreis-Volatilität nach Trumps Zoll-Entscheidung und Tech-Rallye

Aktualisiert:
3 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Die US-Aktienfutures notierten am Donnerstagabend im grünen Bereich, gestützt durch eine Rallye während der regulären Handelssitzung. Diese positive Entwicklung wurde maßgeblich durch die starken Quartalsergebnisse des Chipherstellers Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. Ltd. (NYSE:TSM) befeuert.

US-Aktienfutures im Plus nach Tech-Rallye

Die S&P 500 Futures stiegen um 0,15% oder 10,75 Punkte auf 6.992,25. Die Nasdaq Futures verzeichneten ein Plus von 0,24% oder 63,25 Punkten und erreichten 25.767,50. Die Dow Futures legten um 0,06% oder 28 Punkte zu und notierten bei 49.667,00.

Silberpreis erlebt wilde Schwankungen

Der Silberpreis verzeichnete am Donnerstag einen starken Rückgang, nachdem Präsident Donald Trump beschlossen hatte, vorerst keine Zölle auf kritische Mineralien zu erheben. Stattdessen will er mit Handelspartnern zusammenarbeiten. Das Edelmetall fiel im Tagesverlauf um fast 7%, bevor es eine Erholung einleitete.

Aktuell notiert Silber bei 91,23 US-Dollar pro Unze, was 2,42% unter seinem Allzeithoch von 93,50 US-Dollar pro Unze liegt, das Anfang dieser Woche erreicht wurde. Das von iShares Silver Trust (NYSE:SLV) abgebildete Silber ist über die letzten fünf Tage immer noch um fast 17% gestiegen. Die COMEX Silber-März-Futures fielen am Donnerstagabend um 1,21% auf 91,185 US-Dollar pro Unze.

Hintergründe der Silber-Volatilität

Der Rückgang des Silberpreises erfolgte nach einer beeindruckenden Rallye von über 20% in den vier vorangegangenen Handelstagen. Präsident Trump hatte angekündigt, bilaterale Abkommen zur Sicherstellung kritischer Mineralien zu verhandeln und Preisuntergrenzen in den Raum gestellt, Zölle jedoch nicht ausgeschlossen. Die Befürchtung von Zöllen hatte zuvor dazu geführt, dass einige Vorräte, einschließlich Silber, in US-Lagern verblieben, was 2025 zu einem globalen Short Squeeze beitrug und die Preise bis 2026 stützte.

Silber übertraf Gold im Jahr 2025 mit einem Anstieg von fast 150%, da einige Investoren nach dem zu teuer gewordenen Gold in das weiße Metall umschichteten. Silber profitiert zudem von der industriellen Nachfrage, insbesondere aus der Solarindustrie, wo es in Panels verwendet wird. Eine spekulative Kaufwelle in China hat in den letzten Wochen ebenfalls zur Aufwärtsdynamik beigetragen.

Christopher Wong, Stratege bei der OCBC Bank, kommentierte, dass die mittelfristige Perspektive für Silber aufgrund von Angebotsengpässen, industriellem Verbrauch und der Nachfrageübertragung von Gold weiterhin fest konstruktiv sei. Er merkte jedoch an, dass "die Geschwindigkeit der jüngsten Bewegungen eine gewisse kurzfristige Vorsicht rechtfertigt." Ole Hansen, Leiter der Rohstoffstrategie bei der Saxo Bank, äußerte in einem Social-Media-Beitrag, dass "vieles von dem, was Händler auf dem Bildschirm sehen, erzwungene Flüsse, Margendynamik, Optionsabsicherung und Short-Eindeckungen widerspiegelt, anstatt eine echte Preisbildung durch Angebot und Nachfrage."

Asiatische Märkte uneinheitlich

Die asiatischen Märkte eröffneten am Freitag mit Verlusten. Japans Nikkei 225 fiel um 0,42% auf 53.881,66 Punkte, wobei E-Commerce- und Logistikaktien den Rückgang anführten. Die starke Performance von TSMC im vierten Quartal führte jedoch zu einer Rallye bei anderen asiatischen Chipherstellern, wodurch der Taiwan Weighted Index im frühen Handel um 1,36% auf 31.229,18 Punkte stieg.

US-Dollar und Fed im Fokus

Der US-Dollar-Index (DXY) zeigte sich stabil mit einem leichten Plus von 0,02% und notierte bei 99,170 US-Dollar. Dies folgte auf die Aussage von Präsident Trump am Donnerstag, dass eine Entlassung des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell ausgeschlossen sei.

Blick auf kommende Ereignisse

Investoren werden am Freitag die Veröffentlichung der Quartalsergebnisse von PNC Financial Services Group Inc. (NYSE:PNC) und State Street Corp. (NYSE:STT) genau beobachten. Des Weiteren stehen Reden der Fed-Präsidenten Susan Collins und Tom Barkin auf dem Programm, gefolgt von Vizepräsident Philip Jefferson und der Vizepräsidentin für Bankenaufsicht Michelle Bowman.

Erwähnte Persönlichkeiten