Singapurs Inflation im November stabil bei 1,2 % – Wirtschaft wächst robust

Singapurs Inflation im November stabil bei 1,2 % – Wirtschaft wächst robust

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Singapurs Kern- und Gesamtinflation verharrten im November bei 1,2 Prozent im Jahresvergleich und blieben damit unter den Schätzungen von Analysten. Während höhere Preise für Dienstleistungen zu verzeichnen waren, dämpften sinkende Stromkosten und günstigere Einzelhandelsprodukte den Anstieg der Verbraucherpreise. Diese Entwicklung spiegelt ein komplexes Zusammenspiel von Faktoren wider, das die Währungshüter genau beobachten.

Singapurs Inflation im November: Erwartungen verfehlt

Die Kerninflation in Singapur, die private Transportmittel und Unterkunftskosten ausschließt, lag im November ebenfalls bei 1,2 Prozent. Dies war ein Wert, der die Median-Schätzungen von 1,3 Prozent der von Reuters und Bloomberg befragten Analysten verfehlte. Die Gesamtinflation, gemessen am Verbraucherpreisindex (CPI-All Items), zeigte sich mit ebenfalls 1,2 Prozent stabil im Vergleich zum Vormonat Oktober. Diese Daten wurden am Dienstag, den 23. Dezember, gemeinsam von der Monetary Authority of Singapore (MAS) und dem Ministry of Trade and Industry (MTI) veröffentlicht.

Gemischte Preisentwicklungen gleichen sich aus

Die Stabilität der Singapur Inflation im November resultierte aus gegenläufigen Preisentwicklungen in verschiedenen Sektoren. Die Dienstleistungsinflation stieg auf 1,9 Prozent, verglichen mit 1,8 Prozent im Oktober. Dies war hauptsächlich auf größere Preisanstiege bei Punkt-zu-Punkt-Transportdiensten, wie Taxis und Ride-Hailing, sowie bei Krankenversicherungen zurückzuführen.

Im Gegensatz dazu verlangsamte sich die Inflation bei Einzelhandels- und anderen Gütern auf 0,3 Prozent, nach 0,4 Prozent im Oktober. Hier sanken die Preise für Bekleidung und Schuhe sowie für Körperpflegegeräte. Ein stärkerer Rückgang der Strom- und Gaskosten um 4,1 Prozent im November, gegenüber 4,0 Prozent im Oktober, trug ebenfalls zur Dämpfung der Gesamtinflation bei. Die Inflation für private Transportmittel sank auf 3,5 Prozent, während die Unterkunftskosten um 0,3 Prozent und die Lebensmittelpreise um 1,2 Prozent stabil blieben. Auf Monatsbasis sanken die Kernpreise im November um 0,1 Prozent, während der Gesamt-Verbraucherpreisindex um 0,2 Prozent stieg.

Inflationsprognosen für 2025 und 2026 bleiben stabil

Die MAS und das MTI halten an ihren Inflationsprognosen fest. Für 2025 wird die Kerninflation bei rund 0,5 Prozent erwartet, während die Gesamtinflation voraussichtlich zwischen 0,5 und 1,0 Prozent liegen wird. Für das Jahr 2026 prognostizieren die Behörden eine Kerninflation sowie eine Gesamtinflation von 0,5 bis 1,5 Prozent. Diese Prognosen blieben gegenüber den vorherigen Schätzungen unverändert.

Die Behörden erwarten weiterhin einen Rückgang der importierten Kosten, wenn auch in einem langsameren Tempo. Zudem wird erwartet, dass administrative Faktoren, die die Inflation vorübergehend dämpfen, in den kommenden Quartalen allmählich nachlassen.

Unsicherheiten prägen den Ausblick

Trotz der stabilen Prognosen weisen die MAS und das MTI auf bestehende Unsicherheiten hin. Versorgungsengpässe, beispielsweise aufgrund geopolitischer Entwicklungen, könnten importierte Kosten abrupt ansteigen lassen. Umgekehrt könnte eine stärker als erwartete Abschwächung der globalen Nachfrage die Kerninflation länger auf einem niedrigeren Niveau halten.

Robuste Wirtschaftsdaten stützen das Gesamtbild

Die Inflationsdaten folgen auf eine Reihe besser als erwarteter Wirtschaftsdaten aus Singapur. Die Nicht-Öl-Exporte stiegen im November im Jahresvergleich um beeindruckende 11,6 Prozent und übertrafen damit die Schätzungen von 7 Prozent. Auch die Wirtschaft des Stadtstaates wuchs im dritten Quartal um 4,2 Prozent und übertraf damit die Erwartungen von 4 Prozent.

Das Ministry of Trade and Industry (MTI) hat seine jährliche BIP-Prognose für 2025 auf "rund 4 Prozent" angehoben, eine deutliche Revision gegenüber der Prognose vom April, die sogar ein Nullwachstum für möglich hielt. Für 2026 wird ein Wachstum von 1 bis 3 Prozent erwartet. Das MTI begründete die Aufwertung mit einer widerstandsfähigeren globalen Umgebung und einer starken Nachfrage in der Fertigungsindustrie und im Exportsektor im dritten Quartal.

Geldpolitik der MAS bleibt unverändert

Angesichts dieser Entwicklungen hat die Monetary Authority of Singapore (MAS) ihre Geldpolitik in den letzten beiden Sitzungen unverändert gelassen. Zuvor hatte die MAS ihre Politik im Januar und April gelockert, um den Bedrohungen durch Zölle auf die Weltwirtschaft entgegenzuwirken. Die aktuelle Haltung spiegelt die Einschätzung wider, dass die bestehenden Maßnahmen angemessen sind, um die Preisstabilität zu gewährleisten und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum zu unterstützen.