Small-Caps im Fokus: Zwischen Aufschwung, Korrektur und Stagflationsängsten

Small-Caps im Fokus: Zwischen Aufschwung, Korrektur und Stagflationsängsten

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Der US-Aktienmarkt zeigt im Jahr 2026 ein geteiltes Bild: Während breitere Indizes wie der S&P 500 und Nasdaq Rückgänge verzeichnen, stehen Small-Caps im Fokus der Anleger. Experten diskutieren intensiv, ob die aktuellen makroökonomischen Schockwellen und geopolitischen Spannungen einen "massiven Aufschwung" für Nebenwerte auslösen oder eine "verlängerte Pause" durch Stagflationsängste und höhere Zinsen erzwingen.

Eine geteilte Marktentwicklung im Jahr 2026

Das Jahr 2026 begann für die breiteren US-Märkte holprig. Der S&P 500 Index verzeichnete einen Rückgang von 4,02 % seit Jahresbeginn (YTD), der Nasdaq Composite fiel um 5,84 % und der Dow Jones büßte 3,88 % ein. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass der Markt die heimische Stärke von Small-Cap-Aktien nutzt, um geopolitische Turbulenzen zu überstehen.

Trotz der Schwäche der großen Indizes zeigte der Russell 2000 Index, der Small-Caps abbildet, eine YTD-Performance von +1,18 %. Über die letzten sechs Monate stieg er um 2,91 % und über das Jahr sogar um 23,70 %. Dies spiegelt sich auch im IWM ETF wider, der über das Jahr ein Plus von 24 % verzeichnete. Der Dow Tracker, State Street SPDR Dow Jones Industrial Average ETF Trust (NYSE:DIA), fiel hingegen am Donnerstag um 0,090 % und schloss bei 465,06 US-Dollar.

Small-Caps: Zwischen "massivem Aufschwung" und Korrektur

Der IWM ETF, ein Tracker für Small-Caps, handelte am Donnerstag bei rund 250 bis 251 US-Dollar, mit einer 52-Wochen-Spanne von 171,73 bis 271,60 US-Dollar. Seine Performance von 24 % über das Jahr und 2,98 % über die letzten sechs Monate unterstreicht die frühere Stärke der Nebenwerte.

Jüngst gerieten die Small-Caps jedoch unter Druck. Der Russell 2000 Index ist in eine Korrektur gefallen, definiert als ein Rückgang von mehr als 10 % und weniger als 20 % von seinem Allzeithoch. Er schloss am Freitag 10,9 % unter seinem Allzeithoch und verlor in diesem Monat mehr als 7 %. Damit ist er der erste der großen US-Benchmarks, der im Jahr 2026 in den Korrekturbereich abgerutscht ist.

Die bullische Perspektive: Katalysator für Small-Caps

Louis Navellier, Gründer und Chief Investment Officer von Navellier & Associates, sieht in den makroökonomischen Schockwellen einen Katalysator für die Outperformance von Small-Caps. Er erklärte: „Der Iran-Krieg bereitet den Aktienmarkt auf einen massiven Aufschwung vor, da die Unsicherheit in der Welt beseitigt wird.“

Navellier merkte an, dass der aktuelle Inflationsschock Small-Cap-Aktien nicht behindere. Seiner Meinung nach profitieren diese Unternehmen von einer stärkeren US-Wirtschaft.

Die vorsichtige Sicht: Stagflation und "Higher for Longer"

John Murillo, Chief Business Officer von B2BROKER, warnt hingegen vor einer harten Marktkorrektur, die durch erhöhte Ölpreise und anhaltende Inflation erzwungen wird. Murillo stellte fest: „Höhere Energiepreise führten zu einem stagflationären Bild, während die Fed… keine Eile zu haben scheint, die Zinsen zu senken.“

Er warnt, dass "höhere Zinsen für längere Zeit" Small-Caps überproportional belasten. Dies liegt an ihrer Abhängigkeit von externer Finanzierung und ihren tendenziell dünneren Margen. Die jüngste Korrektur des Russell 2000 wird auch auf kriegsbedingte Ölpreisanstiege und wachsende Rezessionsängste zurückgeführt.