SpaceX IPO: Rekord-Börsengang mit überraschender Chance für Kleinanleger

SpaceX IPO: Rekord-Börsengang mit überraschender Chance für Kleinanleger

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SpaceX bereitet sich offenbar mit Hochdruck auf seinen Börsengang vor, trotz der aktuell volatilen Marktbedingungen. Prognosemärkte schätzen die Wahrscheinlichkeit eines IPOs vor Juli auf über 50% (Stand: 30. März). Dieser Schritt könnte nicht nur der größte Börsengang der Geschichte werden, sondern auch eine einzigartige Gelegenheit für Kleinanleger bieten.

SpaceX vor historischem Börsengang

SpaceX ist in vielerlei Hinsicht ein Pionier. Das Unternehmen ist führend im Raumfahrtsektor und nutzt wiederverwendbare Raketen für Astronautenstarts. Darüber hinaus hat SpaceX das Satellitennetzwerk Starlink aufgebaut, das weltweit Hochgeschwindigkeits-Internetzugang bietet, selbst in schwer erreichbaren Gebieten, wo traditionelle Glasfaser- oder Kabelinfrastrukturen nicht verfügbar oder zu teuer sind.

Die Vorbereitungen für den Börsengang laufen auf Hochtouren. Im April sind Investorenbriefings geplant, und eine vertrauliche Einreichung der Unterlagen könnte noch in diesem Monat erfolgen. Obwohl der genaue Zeitpunkt und Umfang des Angebots noch nicht finalisiert sind, signalisiert die geplante Struktur einen unkonventionellen Ansatz für große Tech-IPOs.

Das größte IPO aller Zeiten?

Der Börsengang von SpaceX könnte der größte in der Geschichte werden. Medienberichte von CNBC bis Barron's und PitchBook schätzen, dass das Unternehmen zwischen 50 Milliarden und über 75 Milliarden US-Dollar einnehmen könnte, was einer Bewertung von bis zu 1,8 Billionen US-Dollar entspräche. Dies würde SpaceX sofort in eine Elitegruppe von weniger als einem Dutzend börsennotierter Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von über 1 Billion US-Dollar katapultieren.

Bisher hielt Saudi Aramco den Rekord für das größte IPO im Jahr 2019, das über 29 Milliarden US-Dollar einbrachte und mit 1,5 bis 1,7 Billionen US-Dollar bewertet wurde. SpaceX unterscheidet sich jedoch grundlegend von einem staatlichen Ölkonzern, da es in einen völlig neuen Sektor vordringt. Während Aramco 2023 über 121 Milliarden US-Dollar und 2024 über 106 Milliarden US-Dollar Nettogewinn erzielte, meldete SpaceX für 2025 Berichten zufolge einen Nettogewinn von 8 Milliarden US-Dollar bei bis zu 16 Milliarden US-Dollar Umsatz. Dies deutet darauf hin, dass Anleger SpaceX zu einer extrem hohen Wachstumsbewertung erwerben würden. Interessant ist auch, dass SpaceX nun xAI besitzt, zu dem Grok und die soziale Plattform X (ehemals Twitter) gehören. Dieser Deal, der Anfang des Jahres abgeschlossen wurde, bewertete die kombinierte Einheit mit 1,25 Billionen US-Dollar.

Eine Chance für Kleinanleger: Bis zu 30% Zuteilung

Ein bemerkenswerter Aspekt des bevorstehenden SpaceX-Börsengangs ist die geplante Zuteilung von bis zu 30% der Aktien an Kleinanleger. Dies stellt einen deutlichen Bruch mit der üblichen Praxis dar, bei der in den meisten Börsengängen nur 5% bis 10% für Privatanleger vorgesehen sind. Elon Musks Strategie zielt darauf ab, sich auf loyale Unterstützer und individuelle Investoren zu stützen, um die Kursstabilität nach dem Debüt zu gewährleisten.

Die vorgeschlagene Struktur ermöglicht Musk auch eine strengere Kontrolle über die Verteilung der Aktien. Anstatt Banken einen breiten Wettbewerb zu ermöglichen, weist SpaceX den Firmen spezifische Rollen zu:

  • Bank of America soll sich auf vermögende US-Kunden konzentrieren.
  • Morgan Stanley wird kleinere Privatanlegeraufträge über seine E*TRADE-Plattform abwickeln.
  • Andere Banken wie UBS und Citi sind für die internationale Verteilung zuständig.

Das Unternehmen setzt darauf, dass seine starke Anhängerschaft im Privatkundenbereich, die durch Musks Erfolge mit Tesla und Starlink aufgebaut wurde, zu langfristigen Aktionären statt zu kurzfristigen Händlern führt. Dies würde vielen Nutzern grundlegender Brokerage-Dienste die Möglichkeit geben, zum vorab festgelegten IPO-Preis einzusteigen, genau wie Wall-Street-Insider.

Strategische Vorbereitungen und Zukunftsvisionen

Parallel zum Börsengang findet eine Umstrukturierung in Musks breiterem Ökosystem statt. Berichten zufolge hat X nach der Integration mit xAI Personal abgebaut und Führungspositionen gestrichen, um Kosten zu senken und die Umsatzgenerierung zu verbessern. Diese Maßnahmen sollen die Geschäftstätigkeit vor dem IPO anpassen.

SpaceX plant zudem, Investoren zu seinem Hauptsitz und den Startanlagen einzuladen, um die Fertigungskapazitäten zu präsentieren und möglicherweise Raketenstarts zu erleben. Dies ist Teil eines Pitches für das zukünftige Wachstum der Weltraumwirtschaft, einschließlich eines ehrgeizigen Plans für weltraumgestützte Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI). Musk strebt außerdem an, dass die SpaceX-Aktie sofort in wichtige Börsenindizes wie den Nasdaq-100 aufgenommen wird, was den Kauf über ETFs wie den Invesco QQQ Trust ermöglichen würde.

Experten mahnen zur Vorsicht bei der IPO-Bewertung

Trotz des großen Hypes um SpaceX raten einige Experten zur Vorsicht beim Kauf der Aktie zum Zeitpunkt des Börsengangs. Eine angestrebte Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar bei einem gemeldeten Umsatz von 16 Milliarden US-Dollar im letzten Jahr würde ein Kurs-Umsatz-Verhältnis (P/S) von nahezu 100 ergeben. Selbst mit den erwarteten über 20 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2026 durch die Kombination mit xAI und X bleibt dies eine sehr hohe Bewertung.

Analysten weisen darauf hin, dass die meisten IPOs den breiteren Markt nach ihrem Debüt unterperformieren, da Unternehmen bestrebt sind, ihre Bewertungen bei Markteinführung zu maximieren. Wer das Unternehmen schätzt, sollte die Aktie zunächst auf der Beobachtungsliste behalten, da sich in den nächsten Jahren nach Abklingen des IPO-Hypes möglicherweise bessere Kaufgelegenheiten ergeben könnten.