STAAR Surgical beendet Alcon-Fusion nach Aktionärswiderstand

STAAR Surgical beendet Alcon-Fusion nach Aktionärswiderstand

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STAAR Surgical hat die geplante Fusion mit dem Schweizer Augenpflegespezialisten Alcon im Wert von 1,6 Milliarden US-Dollar offiziell beendet. Die Transaktion scheiterte am 6. Januar 2026, da STAAR bei einer außerordentlichen Hauptversammlung nicht die notwendigen Stimmen zur Genehmigung des Deals sichern konnte. Damit endet eine kontroverse Phase zwischen dem Unternehmen und seinen Aktionären, und STAAR Surgical bleibt ein eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen.

Gescheiterte Fusion: STAAR Surgical beendet Alcon-Deal

Die Entscheidung zur Beendigung der Fusion wurde getroffen, nachdem vorläufige Schätzungen des Stimmrechtsvertreters von STAAR Surgical zeigten, dass die erforderliche Zustimmung der Aktionäre nicht erreicht wurde. Gemäß der Einreichung bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) wird keine Vertragsstrafe von einer der Parteien fällig.

Stephen Farrell, CEO von STAAR Surgical, kommentierte das Ergebnis: „Wir respektieren das Ergebnis der Abstimmung und freuen uns darauf, konstruktiv mit den Aktionären zusammenzuarbeiten, um das bestmögliche Ergebnis für STAAR als eigenständiges Unternehmen zu gewährleisten.“ Er betonte zudem das Engagement, den Aktionärswert zu maximieren und das volle Potenzial der innovativen EVO ICL-Technologie von STAAR zu realisieren.

Auch Alcon CEO David Endicott äußerte sich: „Während dieses Prozesses blieben wir diszipliniert in unseren Ansichten zu Preis und Risiko.“

Chronologie eines umstrittenen Deals

Die Fusion zwischen STAAR Surgical und Alcon wurde ursprünglich im August 2025 angekündigt. Damals war der Deal auf rund 1,5 Milliarden US-Dollar taxiert, wobei Alcon 28 US-Dollar pro Aktie in bar bieten wollte. Dies entsprach einem Aufschlag von etwa 59 % auf den volumengewichteten Durchschnittspreis von STAAR über 90 Tage und 51 % auf den Schlusskurs vom 4. August 2025.

Im Dezember 2025 erhöhte Alcon sein Angebot in einem letzten Versuch, die Transaktion abzuschließen, von 1,5 Milliarden US-Dollar auf 1,6 Milliarden US-Dollar. Der Preis pro Aktie stieg dabei auf 30,75 US-Dollar, was einen Aufschlag von 74 % auf den 90-Tage-VWAP und 66 % auf den Schlusskurs vom 4. August 2025 darstellte. Trotz dieser Erhöhung und der Vereinbarung eines 30-tägigen „Go-Shop“-Fensters bis zum 6. Dezember 2025, in dem STAAR nach alternativen Angeboten suchen konnte, konnte die Aktionärsstimmung nicht ausreichend beeinflusst werden. Die ursprünglich für den 23. Oktober 2025 angesetzte Abstimmung wurde zuvor viermal verschoben.

Die Rolle von Broadwood Partners

Ein wesentlicher Faktor für das Scheitern der Fusion war der vehemente Widerstand von Broadwood Partners, dem größten Aktionär von STAAR Surgical mit einem Anteil von 30,2 % der ausstehenden Stammaktien. Broadwood Partners hatte sich bereits im September 2025 gegen die vorgeschlagene Fusion ausgesprochen.

Die Investmentfirma warf dem Vorstand von STAAR vor, keinen „angemessenen“ Verkaufsprozess verfolgt zu haben. Broadwood wies darauf hin, dass Alcon im Oktober 2024 bereits 55 US-Dollar pro Aktie für STAAR geboten hatte – ein Preis, der „weit über“ dem August-Angebot von 28 US-Dollar pro Aktie lag. Broadwood Partners kritisierte zudem die „Intransigenz“ des STAAR-Vorstands bei der Erklärung des Prozesses und forderte die Einsetzung neuer Direktoren zur Überwachung der Fusion.

Neal C. Bradsher, Gründer und Präsident von Broadwood, dankte den Aktionären für ihre Aufmerksamkeit und die Ablehnung der Übernahme. Er betonte die Zuversicht in die Zukunft von STAAR als eigenständiges Unternehmen.

Finanzielle Aspekte und Begründungen

STAAR CEO Stephen Farrell hatte die Fusion ursprünglich als den besten Weg nach vorne und als größte Wertschöpfung für die STAAR-Aktionäre bezeichnet. Er räumte ein, dass Faktoren wie Gegenwind aus China, einschließlich staatlicher Initiativen zur Gerätebeschaffung, die Rentabilität von STAAR als eigenständiges Unternehmen beeinträchtigt hatten.

Die Finanzzahlen von STAAR für das erste Quartal 2025 zeigten einen Umsatzrückgang von 45 % auf 42,6 Millionen US-Dollar, verglichen mit 77,4 Millionen US-Dollar im ersten Quartal 2024.

Ausblick für STAAR Surgical als eigenständiges Unternehmen

Nach der Beendigung des Deals wird STAAR Surgical weiterhin als eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen an der Nasdaq unter dem Ticker-Symbol „STAA“ gehandelt. Die Aktien von STAAR fielen am Dienstag nach der Bekanntgabe um mehr als 12 % auf 20,92 US-Dollar.

Stephen Farrell bekräftigte, dass STAAR kurzfristig weiterhin profitables Umsatzwachstum priorisieren und Effizienzsteigerungen im Vertriebsnetz vorantreiben werde. „Unsere EVO ICL-Technologie sollte weltweit umfassender eingesetzt werden, und es ist unsere Mission, dieses Ziel zu erreichen“, so Farrell. Neal Bradsher von Broadwood Partners zeigte sich bereit, mit dem Vorstand und den Aktionären zusammenzuarbeiten, um notwendige Änderungen für eine effektive Aufsicht und Umsetzung des Potenzials von STAAR zu implementieren. BTIG-Analyst Ryan Zimmerman merkte an, dass Alcon zwar ein neues Übernahmeangebot unterbreiten könnte, es aber wahrscheinlicher sei, dass das Unternehmen sich anderen Produkten und bestehenden Märkten zuwenden wird.

Erwähnte Persönlichkeiten