
Starbucks ernennt Amazon-Veteran zum CTO: Technologie treibt Turnaround
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Starbucks Corp. (NASDAQ:SBUX) hat Anand Varadarajan zum neuen Chief Technology Officer ernannt. Diese strategische Personalie, die am 19. Januar in Kraft tritt, ist ein zentraler Baustein in den umfassenden Bemühungen des Kaffeehausriesen, das Geschäft neu auszurichten und die Kundenbindung zu stärken.
Starbucks ernennt neuen Technologiechef
Anand Varadarajan wechselt von Amazon.com Inc. (NASDAQ:AMZN) zu Starbucks, wo er fast 19 Jahre tätig war. Zuletzt leitete er bei Amazon die Technologie- und Lieferkettenbereiche für das globale Lebensmittelgeschäft, einschließlich der Eigenmarke Fresh und Whole Foods. Zuvor hatte er auch Positionen im Software-Engineering bei Oracle (NYSE:ORCL) inne.
CEO Brian Niccol betonte in einem internen Memo die Bedeutung dieser Ernennung: „Er weiß, wie man zuverlässige und sichere Systeme schafft, operative Exzellenz vorantreibt und Lösungen skaliert, die den Kunden in den Mittelpunkt stellen.“ Varadarajan wird direkt an Niccol berichten.
Technologie als Kern der Neuausrichtung
Die Ernennung Varadarajans erfolgt im Rahmen einer umfassenden Restrukturierung bei Starbucks. Die frühere CTO, Deb Hall Lefevre, hatte das Unternehmen im September verlassen, während eine zweite Entlassungswelle und ein 1 Milliarde US-Dollar schwerer Restrukturierungsplan umgesetzt wurden.
Seit seinem Amtsantritt im September 2024 verfolgt CEO Brian Niccol die Initiative "Back to Starbucks". Ziel ist es, das Geschäft durch grundlegende politische Änderungen wieder aufzubauen, das Kundenerlebnis zu verbessern und Starbucks als den "dritten Ort" – neben Zuhause und Arbeit – wieder zu etablieren. Diese Initiative umfasste bereits weitreichende Entlassungen und die Schließung Hunderter Filialen.
Erste Erfolge und Herausforderungen
Die eingeleiteten Veränderungen zeigen erste positive Effekte: Starbucks verzeichnete Ende Oktober nach fast anderthalb Jahren erstmals wieder ein Quartal mit Zuwächsen bei den vergleichbaren Umsätzen. Auch die Weihnachtsverkäufe verliefen in dieser Saison bisher stark.
Trotz dieser Fortschritte steht das Unternehmen weiterhin vor Herausforderungen. Dazu gehört ein anhaltender Streik von gewerkschaftlich organisierten Baristas. Zudem wurde Starbucks kürzlich zur Zahlung einer historischen Strafe von 38 Millionen US-Dollar wegen Verstößen gegen Arbeitsgesetze in New York City verurteilt.
Die Aktie von Starbucks (SBUX) im Fokus
Die Aktien des Kaffeehausriesen sind im laufenden Jahr bisher um etwa 4,2 % gefallen und notieren bei 88,33 US-Dollar, basierend auf Daten von Benzinga Pro. Das aktuelle Umfeld für SBUX ist gemischt, zeigt aber eine allmähliche Stabilisierung.
Die Umsatzentwicklung beginnt sich zu festigen, während die Gewinne weiterhin durch Investitionen in Personal und Betrieb belastet werden. Potenzielle Zollerleichterungen sowie Fortschritte im China-Joint-Venture des Unternehmens tragen zu einem vorsichtigen Optimismus bei. Benzingas proprietäre Edge Rankings bewerten Wachstum als die stärkste Kategorie für SBUX, während Momentum und Wert hinterherhinken. Kurz- und mittelfristige Preistrends werden jedoch als positiv eingeschätzt.