State Street warnt: Iran-Krieg übertrifft Zollschock – Märkte vor langer Erholung

State Street warnt: Iran-Krieg übertrifft Zollschock – Märkte vor langer Erholung

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State Street Global Advisors warnt, dass die Marktauswirkungen des anhaltenden Iran-Krieges die Volatilität des Jahres 2025, die durch Zölle verursacht wurde, voraussichtlich übertreffen werden. Selbst bei einer schnellen Lösung wird mit einer langsameren und ungleichmäßigeren Erholung gerechnet, da ein schneller politischer Kurswechsel fehlt.

State Street warnt vor weitreichenden Folgen des Iran-Konflikts

State Street Global Advisors hat eine deutliche Warnung herausgegeben, dass die Marktauswirkungen des anhaltenden Krieges im Iran die durch Zölle verursachte Volatilität von 2025 wahrscheinlich in den Schatten stellen werden. Dies gelte selbst dann, wenn die Kämpfe schnell beigelegt würden. In einer Kundenmitteilung vom März mit dem Titel „Short Shocks, Longer Echoes“ argumentiert der Vermögensverwalter, dass Anleger sich auf eine langsamere und ungleichmäßigere Erholung einstellen sollten. Ein schneller politischer Kurswechsel, der die Märkte im letzten Jahr stabilisierte, werde dieses Mal fehlen.

Historische Parallelen trügen

Die Zollumkehr von 2025 löste eine starke Rallye bei High-Beta-Namen aus, während defensive Qualitätswerte zurückblieben. State Street warnt jedoch davor, dass historische Parallelen Marktteilnehmer in die Irre führen könnten. Analysten schrieben: „Obwohl es einige gemeinsame Merkmale in diesen beiden Umfeldern geben mag, ist es nicht klug, direkte Rückschlüsse auf die Renditen zu ziehen.“ Im Gegensatz zum kurzlebigen Zollschock des letzten Jahres gibt es im aktuellen Konflikt keinen klaren Ausweg, kein diplomatisches Abkommen und keinen offensichtlichen Kurswechsel der US-Politik. Dies setze die Märkte anhaltenden Störungen der Ölflüsse und Energiekosten aus.

Anhaltende Störungen und Inflationsdruck

Das Unternehmen stellte fest, dass selbst eine relativ schnelle Lösung dauerhafte wirtschaftliche Narben nicht verhindern würde. Die zentrale Unsicherheit sei die Dauer des Konflikts, die bestimmen werde, wie stark Lieferketten und Inflationserwartungen betroffen sein werden. Eine längere Unterbrechung der Rohölexporte aus der Straße von Hormus, verstärkt durch expandierende Sanktionen, könnte den Kostendruck in den Fertigungs- und Transportsektoren wieder anfachen. Dies würde die Gewinnmargen trotz höherer nominaler Einnahmen untergraben. WTI-Rohöl-Futures erreichten über 115 US-Dollar, bevor sie am Montagmorgen leicht zurückgingen. Der United States Oil Fund (NYSE:USO) stieg und ist allein im Jahr 2026 um 100 % gestiegen.

Auswirkungen auf Unternehmensvertrauen und Gewinne

Die Analysten von State Street hoben potenzielle Belastungen für das Unternehmensvertrauen und die Gewinnvisibilität hervor. Sie warnten: „Selbst wenn sich die Märkte auf frühere Niveaus erholen sollten, wird der Weg von hier aus wahrscheinlich nicht reibungslos sein, und es wird dauerhafte Auswirkungen geben.“ Ohne einen Kurswechsel, kein Abkommen und keinen klaren Weg zur Deeskalation der Feindseligkeiten deutet das Unternehmen an, dass 2026 eher den Nachwirkungen eines regionalen Ölschocks als einer Handelsangst ähneln könnte. Dies markiere einen Wendepunkt für inflationssensible Sektoren und globale Kapitalströme.

Empfehlungen für Anleger

Das Unternehmen forderte Anleger auf, Disziplin und Diversifikation zu betonen. Sie sollten sich auf Qualitätsbilanzen konzentrieren und eine übermäßige Exposition gegenüber Wachstumsaktien vermeiden, die von der Konsumentenstimmung oder Energieinputs abhängen.