
Strategy (MSTR): Bitcoin-Strategie unter Druck – droht ein Notverkauf?
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Strategy (NASDAQ: MSTR), ehemals bekannt als MicroStrategy, hat sich in den letzten Jahren zu einem der größten institutionellen Halter von Bitcoin (CRYPTO: BTC) entwickelt. Das Geschäftsmodell des Unternehmens basiert darauf, durch die Ausgabe von Schulden oder Eigenkapital Bitcoin zu erwerben, wodurch sein Schicksal eng an die Kursentwicklung der Kryptowährung gekoppelt ist. Angesichts des jüngsten Rückgangs des Bitcoin-Preises fragen sich Investoren, ob Strategy gezwungen sein könnte, seine Bestände zu verkaufen und welche Auswirkungen dies hätte.
Strategy: Ein Unternehmen im Bitcoin-Fieber
Strategy hat sich zu einem hoch gehebelten Halter digitaler Assets gewandelt. Die Unternehmensstrategie, Bitcoin als primäres Treasury-Asset zu halten, macht die Aktie im Wesentlichen zu einer Wette auf den zukünftigen Wert von Bitcoin. Mit dem starken Rückgang des Bitcoin-Kurses von seinen Höchstständen Anfang Oktober hat sich auch der Aktienkurs von Strategy etwa halbiert. Dies führt zu Spekulationen über mögliche Zwangsverkäufe von Bitcoin zur Schuldentilgung.
Die Bitcoin-Bestände von Strategy im Detail
Das Unternehmen hält derzeit rund 650.000 Bitcoins, was mehr als 3,1 % des gesamten möglichen Bitcoin-Angebots von 21 Millionen ausmacht. Dies ist der mit Abstand größte Unternehmensbestand weltweit. Strategy hat etwa 48,4 Milliarden US-Dollar für den Aufbau dieser Position ausgegeben, was einer durchschnittlichen Kostenbasis von rund 74.400 US-Dollar pro Coin entspricht.
Anfang Dezember notierte Bitcoin bei etwa 93.000 US-Dollar, nach einem Höchststand von rund 126.000 US-Dollar Anfang Oktober. Trotz des jüngsten Rückgangs weist die Position von Strategy immer noch einen beträchtlichen nicht realisierten Gewinn auf. Das Unternehmen ist somit nicht "unter Wasser" mit seinen Bitcoin-Beständen, sondern verfügt lediglich über ein geringeres Eigenkapitalpolster als noch vor zwei Monaten. Es gab bereits Perioden, in denen Strategy unter Wasser war, ohne dass es zu einer Krise kam.
Schulden und Risikobewertung
Auf der Passivseite gab das Management kürzlich bekannt, dass es über rund 8,2 Milliarden US-Dollar an Wandelschuldverschreibungen und etwa 6,6 Milliarden US-Dollar an Vorzugsaktien verfügt. Diese Positionen machen zusammen etwas mehr als 20 % des Nettovermögenswerts seiner Bitcoin-Bestände aus. Ein wichtiger Punkt ist, dass Strategy seinen älteren Bitcoin-besicherten Kredit von der Silvergate Bank bereits im Jahr 2023 zurückgezahlt hat. Die heutigen Bitcoin-Bestände sind daher nicht gegen Margin-Darlehen verpfändet.
Obwohl der Aktienkurs von Strategy aufgrund seiner hohen Sensibilität gegenüber dem Bitcoin-Preis unter Druck steht, zeigen die Zahlen, dass das Unternehmen weit von einem klassischen Insolvenzszenario entfernt ist. Dies gilt, solange der Bitcoin-Kurs auch nur annähernd auf dem aktuellen Niveau bleibt. Das Risiko eines erzwungenen Verkaufs ist zwar real, aber nach aktueller Datenlage nicht unmittelbar bevorstehend.