StubHub zahlt 10 Mio. USD wegen irreführender Ticketpreise an Kunden zurück

StubHub zahlt 10 Mio. USD wegen irreführender Ticketpreise an Kunden zurück

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StubHub muss 10 Millionen US-Dollar an Kunden zurückzahlen, nachdem die Federal Trade Commission (FTC) dem Unternehmen irreführende Preisgestaltung bei Ticketverkäufen vorgeworfen hat. Die Einigung erfolgt aufgrund von Verstößen gegen die neue "Fees Rule", die eine transparente Offenlegung aller Gebühren vorschreibt. Dies markiert einen wichtigen Schritt im Kampf gegen intransparente "Drip Pricing"-Praktiken im Online-Ticketing.

Einigung nach FTC-Vorwürfen

StubHub, der größte Ticket-Wiederverkäufer in den USA, wird 10 Millionen US-Dollar an Verbraucher zurückerstatten und seine Preisdarstellung überarbeiten. Die Federal Trade Commission (FTC) hatte dem Unternehmen vorgeworfen, Live-Event-Tickets irreführend zu bewerben, ohne obligatorische Gebühren vollständig im Voraus offenzulegen. Die Einigung wurde beim U.S. District Court for the Southern District of New York eingereicht und bedarf noch der Genehmigung durch einen Bezirksrichter.

Christopher Mufarrige, Direktor des FTC-Büros für Verbraucherschutz, betonte die Bedeutung der Transparenz: "Die Fees Rule der Kommission macht sehr deutlich, dass der Gesamtpreis von Live-Event-Tickets im Voraus offengelegt werden muss, damit Verbraucher vollständig informierte Kaufentscheidungen treffen können." Er fügte hinzu: "Preistransparenz ist unerlässlich für einen freien und wettbewerbsorientierten Markt. Die heutige Einigung unterstreicht das Engagement der Kommission, sicherzustellen, dass Verbraucher den versprochenen Preis zahlen." Die Kommission stimmte der Beschwerde und der vorgeschlagenen endgültigen Anordnung mit 2:0 Stimmen zu.

Die "Fees Rule" und intransparente Praktiken

Die FTC begann im Mai 2025 mit der Durchsetzung ihrer "Fees Rule", die Unternehmen verpflichtet, den Gesamtpreis von Live-Event-Tickets klar und deutlich offenzulegen. Gemäß der Regel, die am 12. Mai 2025 in Kraft trat, ist es eine unfaire und irreführende Praxis, den Preis eines Live-Event-Tickets anzubieten oder zu bewerben, ohne den Gesamtpreis klar, deutlich und am prominentesten anzuzeigen. Der Gesamtpreis ist dabei als "der maximale Gesamtbetrag aller Gebühren oder Kosten, die ein Verbraucher für Waren oder Dienstleistungen und alle obligatorischen Nebenleistungen zahlen muss" definiert.

Die FTC-Klage konzentriert sich auf "Drip Pricing", eine Taktik, bei der ein Unternehmen einen niedrigen Grundpreis bewirbt, aber obligatorische Service- und Bearbeitungsgebühren erst in den letzten Phasen einer Transaktion offenlegt. Die FTC hatte StubHub bereits im Mai 2025 ein Warnschreiben geschickt, in dem sie darauf hinwies, dass mehrere auf der Website angezeigte Preise gegen die "Fees Rule" zu verstoßen schienen. Die Durchsetzungsbemühungen der Behörde wurden nach einer Executive Order der Trump-Regierung im März des Vorjahres verstärkt, die die FTC anweist, "geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Preistransparenz in allen Phasen des Ticketkaufprozesses, einschließlich des Sekundärmarktes, zu gewährleisten."

Details der Vorwürfe und betroffene Zeiträume

Die FTC warf StubHub vor, im Mai 2025, nach Inkrafttreten der Regel, Ticketpreise auf seiner Website beworben zu haben, "ohne klar und deutlich im Voraus offenzulegen, wie viel Verbraucher tatsächlich zahlen würden, einschließlich aller obligatorischen Gebühren." Die Agentur hob den Zeitraum zwischen dem 12. und 14. Mai 2025 hervor, in dem die mutmaßlichen Verstöße stattfanden.

Als Beispiel für die angeblichen Verstöße nannte die FTC den Verkauf von stark nachgefragten NFL-Tickets um den 14. Mai 2025, als der Spielplan der Liga bekannt gegeben wurde. Die Beschwerde der FTC besagt, dass StubHub auf den ersten drei Preisanzeigen seiner Website in zahlreichen Fällen den Gesamtpreis für Tickets nicht angegeben hat, einschließlich der obligatorischen Gebühren.

StubHubs Reaktion und die Folgen

Ein Sprecher von StubHub erklärte, das Unternehmen sei mit der Sichtweise der FTC in diesem Fall nicht einverstanden, erstatte jedoch einen Teil der Gebühren betroffener Käufer zurück, um den Bedenken der Behörde Rechnung zu tragen. Der Sprecher präzisierte: "Diese Einigung betrifft eine begrenzte Anzahl von Transaktionen, die sich über nur drei Tage im Mai 2025 erstrecken, bei denen einige Angebote auf unserer Website Ticketpreise exklusive Gebühren angezeigt haben könnten."

Im Rahmen der Einigung wird StubHub ein Verbraucherentschädigungsprogramm in Höhe von 10 Millionen US-Dollar für berechtigte Käufer finanzieren, die zwischen dem 12. und 14. Mai 2025 Tickets für Live-Events in den USA gekauft haben. Innerhalb von 90 Tagen nach der Anordnung muss das Unternehmen Rückerstattungen an zwei Gruppen leisten:

  • Verbraucher, deren Gesamtpreis auf der ursprünglichen Preisanzeige nicht offengelegt wurde.
  • Alle anderen Verbraucher, die in diesem Zeitraum Tickets gekauft haben.

Über die monetäre Entschädigung hinaus verbietet die vorgeschlagene Anordnung StubHub, den Gesamtpreis von Waren oder Dienstleistungen, die Art oder Höhe von Gebühren, den endgültigen Zahlungsbetrag sowie andere wesentliche Fakten, einschließlich Rückerstattungs- und Stornierungsbedingungen, falsch darzustellen. Die Aktie von StubHub fiel am Donnerstagmittag um bis zu 9 % und schloss den Tag 3 % niedriger bei 6,17 US-Dollar, was mehr als 75 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 27,89 US-Dollar liegt.

Auswirkungen auf den Ticketing-Markt

Die "Fees Rule" der FTC setzt einen neuen Standard für Ticketing-Plattformen. Sie verlangt nun von allen Anbietern:

  • Den Gesamtpreis, einschließlich aller obligatorischen Gebühren, im Voraus offenzulegen.
  • Den Gesamtpreis prominenter als jede andere Preisinformation (wie den "Basispreis") anzuzeigen.
  • Den Zweck etwaiger ausgeschlossener Gebühren klar zu erklären, bevor der Verbraucher der Zahlung zustimmt.

Diese Maßnahmen sollen die Preistransparenz im Online-Ticketing verbessern und Verbrauchern helfen, fundiertere Kaufentscheidungen zu treffen.

Erwähnte Persönlichkeiten