
Studiengebühren-Dilemma: Vater erwägt Scheidung für 100.000 $ Ersparnis
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Steigende Studiengebühren zwingen Familien in den USA zu kreativen Lösungen, um die Kosten für das College zu senken. Ein Vater aus Massachusetts erwägt jedoch einen drastischen Schritt: eine "Scheidung auf dem Papier", um für sein Kind die günstigeren In-State-Studiengebühren zu sichern. Dieser ungewöhnliche Ansatz wirft Fragen nach finanzieller Ethik und familiären Prioritäten auf.
Ein ungewöhnlicher Plan zur Studiengebühren-Ersparnis
Dave und seine Frau haben zwei Kinder. Während ein Kind bereits ein College im Heimatstaat besucht, liebäugelt der ältere Sohn, ein Highschool-Absolvent, mit Hochschulen in einem anderen Bundesstaat. Dort besitzt die Familie auch ein Zweitwohnsitz. Um die hohen Kosten für ein Studium außerhalb des Bundesstaates zu umgehen, schrieb Dave an "The Ramsey Show" und schilderte seine Überlegung.
Sein Plan sieht vor, sich auf dem Papier von seiner Frau scheiden zu lassen. Dadurch könnte seine Frau den Wohnsitz in dem anderen Bundesstaat anmelden und das Kind somit für die günstigeren In-State-Studiengebühren qualifizieren. Dave erklärte: "Dies würde uns über 100.000 US-Dollar sparen, indem wir für beide Kinder In-State-Studiengebühren zahlen." Er betonte, dass die Beziehung zu seiner Frau davon unberührt bliebe: "Meine Frau und ich lieben uns sehr. Und der Papierkram würde unsere Beziehung nicht ändern."
Die Reaktion der Finanzexperten
Der bekannte Finanzexperte Dave Ramsey zeigte sich von Daves Vorschlag schockiert und nannte ihn "weird" (seltsam). Co-Moderatorin Rachel Cruze gab zu, noch nie von einer solchen Idee gehört zu haben. Ramsey wies schnell auf die Schwachstelle in Daves Logik hin und präsentierte eine einfachere Lösung: dem Kind ein Nein zu sagen und sich auf ein College im eigenen Bundesstaat zu beschränken, um Geld zu sparen.
Ramsey kommentierte Daves Überlegung scharf: "Bevor du dich von deiner Frau scheiden lässt, sag deinem Kind vielleicht einfach Nein. Du bist seltsam. Ich meine, wer spricht davon, sich von seiner Frau scheiden zu lassen, um für ein Kind vier Jahre lang In-State-Studiengebühren zu bekommen, weil man seinem eigenen verwöhnten Kind kein Nein sagen kann? Das ist verrückt ('That's whacked')."
Die Kosten des Studiums in den USA
Die finanziellen Unterschiede zwischen In-State- und Out-of-State-Studiengebühren sind erheblich und treiben viele Familien zu Sparmaßnahmen. Laut Daten des Bildungs-Non-Profit College Board betragen die durchschnittlichen Studiengebühren und Gebühren für ein vierjähriges In-State-College in den USA für das akademische Jahr 2025–26 rund 11.950 US-Dollar. Im Vergleich dazu liegen die Kosten für Out-of-State-Studenten bei 31.880 US-Dollar.
Berücksichtigt man das gesamte Studentenbudget, das Ausgaben für Wohnen, Verpflegung und Material umfasst, steigen die durchschnittlichen jährlichen Kosten weiter an. Für In-State-Bewohner belaufen sich diese auf 30.990 US-Dollar, während sie für Studenten aus anderen Bundesstaaten bei 50.920 US-Dollar liegen.
Prioritäten und Beziehungsrisiken
Dave Ramsey kritisierte die Prioritäten des Vaters scharf. Er bezeichnete das Kind als "verwöhnt" und stellte fest: "Du hast deine Prioritäten wirklich durcheinandergebracht." Ramsey betonte, dass das Kind den Vater auffordere, 100.000 US-Dollar zu zahlen, nur um eine Staatsgrenze zu überqueren. Rachel Cruze hingegen machte den Vater für die bloße Erwägung einer Scheidung verantwortlich.
Ramsey warnte Dave zudem eindringlich, dass allein der Gedanke an diesen Plan seine Beziehung ernsthaft gefährden könnte, sollte seine Frau jemals davon erfahren. Er riet dem Vater, zuerst seinem "verwöhnten Kind" ein Nein zu sagen.