Suche nach vermisster 'Mariana'-Crew nach Taifun eingestellt

Suche nach vermisster 'Mariana'-Crew nach Taifun eingestellt

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Die Suche nach fünf vermissten Besatzungsmitgliedern des Frachtschiffs „Mariana“, das während des Super-Taifuns Sinlaku nahe den Nördlichen Marianen kenterte, wurde von den Behörden eingestellt. Trotz umfangreicher Bemühungen über mehr als 100 Stunden konnte nur ein Besatzungsmitglied geborgen werden, während fünf Seeleute weiterhin als vermisst gelten.

Suche nach vermisster Besatzung eingestellt

Die U.S. Coast Guard hat die Suche nach den fünf vermissten Seeleuten des 44 Meter langen Frachtschiffs „Mariana“ offiziell eingestellt. Das unter US-Flagge fahrende Schiff war während des Super-Taifuns Sinlaku in der Nähe der Nördlichen Marianen gekentert. Am 21. April bargen Taucher einen Leichnam aus dem gekenterten Schiff, doch die restlichen fünf der ursprünglich sechs Besatzungsmitglieder bleiben verschwunden.

Cmdr. Preston Hieb vom U.S. Coast Guard Oceania District äußerte sich in einem auf X veröffentlichten Video zu der schwierigen Entscheidung: „Die Entscheidung, die Suche einzustellen, ist unglaublich schwer und wird nur nach sehr sorgfältiger Abwägung aller verfügbaren Informationen getroffen.“ Er fügte hinzu: „Aus der Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Familien weiß ich, wie verzweifelt sie über dieses Ergebnis sind.“ Die U.S. Coast Guard sprach den Familien der „Mariana“-Besatzung sowie der gesamten Gemeinde von Saipan ihr tiefstes Beileid aus.

Chronologie des Unglücks

Die Tragödie nahm ihren Lauf, als die Besatzung der „Mariana“ am 15. April die Küstenwache informierte, dass das Schiff seine Steuerbordmotoren verloren hatte und Hilfe benötigte. Zu diesem Zeitpunkt wütete der Super-Taifun Sinlaku in der pazifischen Inselkette der Nördlichen Marianen. Bereits am nächsten Tag verlor die Küstenwache den Kontakt zu dem Schiff.

Trotz anfänglich starker Winde, die die Suchbemühungen behinderten, wurde das gekenterte Schiff schließlich am 18. April 2026 etwa 64 Kilometer nordöstlich von Pagan, einer der Inseln der Nördlichen Marianen, gesichtet. Die Nördlichen Marianen sind ein US-Territorium. Die Suche wurde zwei Wochen nach der Meldung des Motorschadens eingestellt.

Umfangreiche Suchmaßnahmen

Die Suchaktion erstreckte sich über mehr als 100 Stunden und umfasste ein Gebiet, das größer ist als der US-Bundesstaat Kalifornien. An den Suchmaßnahmen waren verschiedene Einheiten beteiligt:

  • U.S. Coast Guard HC-130 Hercules Flugzeuge der Air Station Barbers Point
  • U.S. Coast Guardsmen und Pararescuemen
  • Einsatz von ferngesteuerten Unterwasserdrohnen zur Durchsuchung des Schiffsinneren

Die Küstenwache entdeckte zudem Trümmer, darunter ein teilweise untergetauchtes aufblasbares Rettungsfloß, etwa 177 Kilometer vom Schiff entfernt. Trotz des massiven Einsatzes blieben die fünf verbleibenden Besatzungsmitglieder verschwunden.

Auswirkungen des Super-Taifuns Sinlaku

Der Super-Taifun Sinlaku traf die Nördlichen Marianen mit verheerender Kraft und verursachte schwere Windschäden sowie Überschwemmungen. Laut dem National Weather Service erreichte Sinlaku anhaltende Windgeschwindigkeiten von bis zu 241 Kilometern pro Stunde, als er Saipan und Tinian heimsuchte. Die CBS News Meteorologin Nikki Nolan bezeichnete Sinlaku als den stärksten Sturm, der sich im Jahr 2026 entwickelte. Die extremen Wetterbedingungen spielten eine entscheidende Rolle bei dem Unglück der „Mariana“ und erschwerten die Rettungsversuche erheblich.

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