Südkorea verabschiedet Gesetz für 350 Mrd. US-Dollar Investitionen in den USA

Südkorea verabschiedet Gesetz für 350 Mrd. US-Dollar Investitionen in den USA

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Am Donnerstag, den 12. März 2026, haben südkoreanische Gesetzgeber ein wegweisendes Gesetz verabschiedet, das die Umsetzung einer im Vorjahr gemachten Zusage von 350 Milliarden US-Dollar an Investitionen in den Vereinigten Staaten regelt. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die höchsten Zölle der Trump-Administration zu umgehen und die Handelsbeziehungen zu stabilisieren. Die Regierung hatte die schnelle Verabschiedung des umstrittenen Gesetzesentwurfs, der im November eingebracht wurde, angesichts der Unsicherheiten für die exportabhängige Wirtschaft des Landes dringend gefordert.

Hintergrund der Investitionszusage

Die Investitionszusage Südkoreas in Höhe von 350 Milliarden US-Dollar ist das Ergebnis monatelanger angespannter Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten. Im November wurde eine endgültige Vereinbarung getroffen, die vorsieht, 200 Milliarden US-Dollar in die US-amerikanische Halbleiter- und andere Hochtechnologieindustrien sowie weitere 150 Milliarden US-Dollar in den Schiffbau zu investieren. Im Gegenzug senkte Washington die reziproken Zölle auf südkoreanische Waren von 25 % auf 15 %.

Dieses Abkommen folgte einem Durchbruch auf einem Gipfeltreffen im Oktober zwischen dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump und dem südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung. Es begrenzt die jährlichen südkoreanischen Investitionen auf 20 Milliarden US-Dollar, um die Devisenreserven des Landes zu schützen.

Details des neuen Gesetzes

Das nun verabschiedete südkoreanische Gesetz, das mit 226 zu 8 Stimmen angenommen wurde, sieht die Gründung einer öffentlichen Gesellschaft vor. Diese Gesellschaft soll die zugesagten US-Investitionen verwalten, einschließlich der Prüfung und Auswahl von Projekten auf der Grundlage von Empfehlungen südkoreanischer und US-amerikanischer Handelsbehörden.

Die neue staatliche Gesellschaft wird ein eingezahltes Kapital von 2 Billionen Won (ca. 1,36 Milliarden US-Dollar) haben, das vollständig von der südkoreanischen Regierung finanziert wird. Sie soll insgesamt 50 Mitarbeiter beschäftigen, und drei Mitglieder des Verwaltungsrates müssen mindestens zehn Jahre Erfahrung im Finanzsektor oder in strategischen Industrien vorweisen, um Vetternwirtschaft zu verhindern. Das Gesetz legt zudem die Verfahren zur Umsetzung der Investitionen fest, einschließlich der Ausführung von Absichtserklärungen und der Einrichtung eines "strategischen Investmentfonds" für das 350-Milliarden-Dollar-Paket.

Widerstand und Bedenken

Trotz der Dringlichkeit der Regierung stieß der Gesetzentwurf auf Widerstand bei einigen Oppositionsabgeordneten, die Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen äußerten. Sie äußerten Frustration über Trumps neue Handelsuntersuchungen und die potenziellen Folgen des Krieges im Nahen Osten, der die Anfälligkeit der exportabhängigen Wirtschaft Südkoreas und ihre Abhängigkeit von importierten Brennstoffen offengelegt hat.

Son Sol, ein Mitglied der kleineren Oppositionspartei Progressive Partei, kommentierte: „Wir können nicht die Geldmaschine sein, die Trump aus uns machen will.“ Sie kritisierte, dass der Gesetzentwurf der Legislative nicht genügend Befugnisse einräume, Investitionen zu prüfen und abzulehnen, die den südkoreanischen Geschäfts- oder öffentlichen Interessen zuwiderlaufen könnten.

Handelspolitische Spannungen und Druck

Die Verabschiedung des Gesetzes erfolgte nur Stunden, nachdem die Trump-Administration den Druck auf Handelspartner erhöht hatte. Eine neue Untersuchung der Produktion in ausländischen Ländern, darunter China sowie die US-Verbündeten Südkorea und Japan, wurde eingeleitet. Diese könnte zu neuen Importzöllen führen, falls US-Beamte deren Praktiken als unfair einstufen.

Präsident Trump und sein Team hatten deutlich gemacht, dass sie neue Zölle nutzen wollen, um entgangene Einnahmen zurückzugewinnen, nachdem der US Supreme Court seine weitreichenden Zölle, die mit Notstandsbefugnissen erlassen wurden, für ungültig erklärt hatte. Der legislative Stillstand in Südkorea hatte Trump im Januar frustriert, woraufhin er drohte, die Zölle auf südkoreanische Automobile, Pharmazeutika und andere Güter wieder auf 25 % anzuheben. Dies erhöhte den Druck auf die Opposition, den Gesetzentwurf voranzutreiben.

Die südkoreanischen Exporte zeigten indes in den ersten zehn Tagen des März einen Anstieg von 55,6 %, was die Bedeutung des internationalen Handels für das Land unterstreicht.

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