TADA erobert NYC: Blockchain-Ride-Hailing trifft auf Robotaxi-Welle und neue Regeln

TADA erobert NYC: Blockchain-Ride-Hailing trifft auf Robotaxi-Welle und neue Regeln

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Die weltweit führende Web3-Taxi-App TADA wird im Juni 2026 in New York City an den Start gehen. Das Unternehmen, das auf Blockchain-Technologie setzt, verspricht Fahrern und Nutzern mehr Transparenz, fairere Einnahmen und Kosteneinsparungen durch die Verbindung via Smart Contracts.

TADA: Ein dezentrales Modell für den Ride-Hailing-Markt

TADA wurde 2018 in Singapur von den südkoreanischen Tech-Unternehmern Kay Woo und Jay Han gegründet. Die App ist bekannt für ihr "Zero Commission Model", bei dem Fahrer eine feste Softwaregebühr von etwa 78 bis 92 Cent zahlen, anstatt einen Prozentsatz ihrer Einnahmen abzugeben. Kay Woo erklärte gegenüber Fortune, dass TADA nicht als Vermittler agiere, sondern als Software für Fahrer und Nutzer fungiere, die lediglich eine geringe Gebühr für die Nutzung des Netzwerks entrichten müssen.

Die Plattform hat in Singapur einen wachsenden Marktanteil erreicht, der laut Measurable AI im Jahr 2022 bei 11,1 % lag. Im Oktober 2024 verzeichnete TADA Rekordeinnahmen von 19,8 Millionen US-Dollar, ein Anstieg gegenüber 15,7 Millionen US-Dollar im Jahr 2023. Seit dem Start expandierte TADA in verschiedene asiatische Märkte, darunter Kambodscha und Vietnam (2019) sowie Thailand und Hongkong (2024). In den USA testet das Unternehmen seine Technologie derzeit in Denver.

New York City setzt auf Blockchain-Technologie

Die Expansion von TADA nach New York City fällt mit einer verstärkten Fokussierung der Stadt auf Blockchain-Technologie zusammen. Der scheidende Bürgermeister Eric Adams stellte kürzlich einen 61-seitigen "Blockchain-Plan" vor, der Stadtbehörden bei der Untersuchung neuer Anwendungen dieser Distributed-Ledger-Technologie unterstützen soll. Der Plan, der über 18 Monate entwickelt wurde, ist eine Fortsetzung von Adams' Bemühungen, die Blockchain- und Kryptowährungsindustrien in der Stadt zu fördern.

Der Plan sieht unter anderem ein Pilotprojekt des Department of Environmental Protection vor, das den Einsatz von Blockchain zur Verifizierung von Asbestzertifizierungen prüft. Zudem sollen eine verwaltungsübergreifende Arbeitsgruppe und ein Informationszentrum für die Öffentlichkeit eingerichtet werden. Es wird jedoch angemerkt, dass der Plan nicht darauf eingeht, warum die größte Stadt des Landes Ressourcen für eine Technologie aufwendet, die außerhalb der Kryptoindustrie weithin als von geringem Nutzen angesehen wird.

TADA's US-Strategie und die Herausforderung der Giganten

Für Kay Woo schließt sich mit dem Eintritt in New York City ein Kreis, da er seine unternehmerische Reise 2012 in der Stadt begann. Nach einigen Misserfolgen mit einer Social-Gathering-App kehrten Woo und Han 2014 nach Asien zurück, um grenzüberschreitende Mobilitätsdienste zu digitalisieren. Sie erkannten eine Marktlücke, da etablierte Ride-Hailing-Apps wie Uber und DiDi keine solchen Dienste anboten.

Woo sieht TADA als "Schmerzmittel" für Fahrer in New York, die sich über zu hohe Provisionen der bestehenden Dienste beklagen. Er betrachtet Uber und Grab als Teil der "ersten Welle" der Disruption, die den traditionellen Taximarkt veränderte. Diese Plattformen seien jedoch mit kapitalistischen Zielen aufgebaut worden, was zu explodierenden Gebühren und Preisen geführt habe. Woo ist überzeugt, dass es nun an der Zeit ist, diese Modelle mit einem neuen Ansatz zu disruptieren.

Neue Schutzmaßnahmen für Ride-Hailing-Fahrer in NYC

Parallel zur Markteinführung von TADA hat der New Yorker Stadtrat im Dezember 2025 wichtige Gesetze zum Schutz von App-basierten Fahrern und Lieferanten verabschiedet. Diese Maßnahmen sollen "unfaire Deaktivierungen" verhindern, also plötzliche Kündigungen ohne Angabe von Gründen oder unabhängige Berufungsmöglichkeiten. Die Gesetze wurden mit deutlicher Mehrheit verabschiedet und sollen Fahrern, die oft hohe Schulden für ihre Arbeit aufnehmen, mehr Sicherheit bieten.

Die New York Taxi Workers Alliance, die die Gesetzgebung unterstützte, bezeichnete die Regelung als den "stärksten Standard" für Kündigungsschutz für Uber- und Lyft-Fahrer im Land. Dies könnte die Wettbewerbsbedingungen für alle Ride-Hailing-Anbieter in New York City beeinflussen und TADA's Modell der fairen Fahrerbehandlung zusätzlich hervorheben.

Robotaxis: Eine parallele Revolution im Mobilitätssektor

Während TADA den Ride-Hailing-Markt mit Blockchain-Technologie aufmischt, schreitet auch die Entwicklung autonomer Fahrzeuge rasant voran. Baidu plant, ab 2026 fahrerlose Taxis in London einzuführen und arbeitet dabei mit Lyft und Uber zusammen. Lyft will im Jahr 2026 mit Dutzenden autonomer Fahrzeuge testen und diese Zahl auf Hunderte erhöhen, während Uber seine ersten Tests im ersten Halbjahr 2026 starten will.

Baidu ist bereits in 22 Städten aktiv und wickelt wöchentlich über 250.000 Fahrten ab. Das Unternehmen konkurriert mit chinesischen Anbietern wie WeRide und westlichen Giganten wie Waymo von Alphabet. Großbritannien ist für fahrerlose Autohersteller attraktiv geworden, nachdem die Regierung im Juni beschlossen hatte, die Genehmigung für autonome Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen zu beschleunigen. Auch Waymo bereitet sich auf Tests in London vor und plant einen vollständigen Dienst im Jahr 2026.

Trotz des Erfolgs von Robotaxis in großen US-Städten und Teilen Asiens, wo sie zu einer regulären Transportoption geworden sind, bleibt die öffentliche Skepsis bestehen. Eine Umfrage der American Automobile Association Anfang 2025 ergab, dass 66 % der US-Fahrer autonome Fahrzeuge fürchten und 25 % unsicher sind. Beschwerden über Lärm, Stau und manchmal unberechenbares Fahrverhalten von Robotaxis sind ebenfalls bekannt. Dennoch wird erwartet, dass selbstfahrende Technologie eine große Rolle beim Londoner "Vision Zero"-Ziel spielen wird, bis 2041 alle schweren Verletzungen und Todesfälle im Verkehrssystem zu eliminieren.

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