Tech-Mogule und Wall Street: Profiteure von Trumps erstem Amtsjahr

Tech-Mogule und Wall Street: Profiteure von Trumps erstem Amtsjahr

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Im ersten Jahr von Präsident Donald Trumps zweiter Amtszeit haben vier der reichsten Tech-Milliardäre, die seine Administration unterstützten, ihr Vermögen erheblich gesteigert. Trotz anfänglicher Verluste verzeichneten Elon Musk, Mark Zuckerberg, Jeff Bezos und Jensen Huang kumuliert einen Zuwachs von 288 Milliarden US-Dollar. Auch die Finanzbranche profitierte massiv von einer als "deregulatorisches Bonanza" bezeichneten Politik.

Bemerkenswerter Vermögenszuwachs bei Tech-Giganten

Elon Musk, Mark Zuckerberg, Jeff Bezos und Jensen Huang, allesamt auf Bloombergs Liste der 500 reichsten Menschen der Welt, signalisierten ihre Unterstützung für die Administration durch Anwesenheit bei der Amtseinführung oder Spenden. Obwohl die Gruppe in den ersten 100 Tagen der Präsidentschaft aufgrund von Marktreaktionen auf Zölle kollektiv 194 Milliarden US-Dollar verlor, konnten sie diese Verluste mehr als ausgleichen. Zum 19. Januar 2026 waren sie zusammen 288 Milliarden US-Dollar reicher als ein Jahr zuvor.

Andere prominente Tech-Persönlichkeiten wie Tim Cook, Sam Altman, Sundar Pichai, Satya Nadella und Shou Zi Chew wurden ebenfalls im Umfeld der Administration gesichtet oder spendeten. Viele von ihnen suchten eine Stärkung ihrer Beziehung zum als wirtschaftsfreundlich geltenden Präsidenten.

Elon Musk: Der größte Gewinner

Elon Musk, der Tech-Milliardär mit der engsten Verbindung zur Trump-Administration, verzeichnete den größten Vermögenszuwachs. Sein Nettovermögen stieg vom 19. Januar 2025 von 449 Milliarden US-Dollar auf 681 Milliarden US-Dollar am 19. Januar 2026, was einem Anstieg von 52 Prozent entspricht.

Musk spendete im Wahlkampf 2024 mindestens 277 Millionen US-Dollar an Trump und die Republikaner. Er nahm an der Amtseinführung teil und arbeitete eng mit dem Weißen Haus als öffentliches Gesicht des White House DOGE Office zusammen. Trotz eines öffentlichen Zerwürfnisses mit Trump nach seinem Ausscheiden im Mai, kam es später zu einer Versöhnung. Die Tesla-Aktie erholte sich nach anfänglichen Rückgängen, und im November genehmigten Tesla-Aktionäre ein 1 Billion US-Dollar schweres Vergütungspaket für Musk, sollte er bestimmte Ziele erreichen. Ein SpaceX-Börsengang ist für 2026 geplant.

Jeff Bezos und Mark Zuckerberg: Moderate Zuwächse

Jeff Bezos, Gründer und Vorsitzender von Amazon, sah sein Vermögen, das größtenteils an Amazon-Aktien gebunden ist, ebenfalls steigen. Sein Nettovermögen erhöhte sich von 245 Milliarden US-Dollar auf 261 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 7 Prozent. Bezos nahm mit Lauren Sánchez an der Amtseinführung teil, und Amazon spendete 1 Million US-Dollar an das Inaugurationskomitee. Analysten hatten Amazon als besonders anfällig für Trumps Handelskrieg eingeschätzt, und CEO Andy Jassy berichtete von Preissteigerungen auf der Plattform infolge von Zöllen.

Mark Zuckerberg, CEO von Meta, verzeichnete einen Vermögenszuwachs von 1 Prozent, von 217 Milliarden US-Dollar auf 220 Milliarden US-Dollar. Trotz einer ehemals angespannten Beziehung zu Trump, die bis zu Drohungen mit einer Inhaftierung reichte, näherte sich Zuckerberg dem Präsidenten im Wahlzyklus 2024 an. Er lobte Trump, nahm an der Amtseinführung teil und saß bei einem White House Dinner neben ihm. Meta spendete ebenfalls 1 Million US-Dollar an das Inaugurationskomitee.

Jensen Huang und die KI-Politik

Jensen Huang, CEO von Nvidia, verzeichnete einen Vermögenszuwachs von 32 Prozent, von 117 Milliarden US-Dollar auf 154 Milliarden US-Dollar. Obwohl Huang nicht an der Amtseinführung teilnahm, spendete Nvidia 1 Million US-Dollar an das Inaugurationskomitee. Huang traf Trump kurz nach dessen Amtsantritt, und das Unternehmen arbeitete mit dem Weißen Haus an der KI-Politik.

"Deregulatorisches Bonanza" für die Wall Street

Abseits der Tech-Branche profitierten auch andere Sektoren erheblich. Die Wall Street und ihre Finanzoligarchie waren Hauptnutznießer von Trumps erstem Amtsjahr. Insbesondere Großbanken erlebten im Jahr 2025 einen Anstieg ihrer Aktien um 29 Prozent.

Diese positive Entwicklung ist maßgeblich auf Trumps lockeres Regulierungssystem zurückzuführen. Dazu gehören:

  • Die Schwächung der Kartellaufsicht, was Fusionen und Übernahmen begünstigte.
  • Die Ernennung unternehmensfreundlicher Regulierungsbehörden in Schlüsselpositionen.
  • Bemühungen, nach der Finanzkrise 2007-2008 geschaffene Aufsichtsregeln für Banken zu untergraben.
  • Der Versuch, das Consumer Financial Protection Bureau zu schließen.
  • Die Lockerung der Prüfung für alle außer den größten Banken und die Entspannung der Offenlegungspflichten der Securities and Exchange Commission (SEC).

Im August unterzeichnete Trump eine Exekutivverordnung, die Millionen von 401(K)-Rentenkonten für risikoreichere und weniger regulierte Private Equity- und Kryptowährungsinvestitionen öffnete. Er kritisierte auch das "Debanking" konservativ ausgerichteter Industrien wie Kryptowährung, Schusswaffen, fossile Brennstoffe und private Gefängnisse. Jamie Dimon, der langjährige Milliardärs-CEO von JPMorgan Chase, dem größten US-Bankhaus, verdiente im Jahr 2025 rund 770 Millionen US-Dollar durch eine Kombination aus Gehalt und Boni.

Erwähnte Persönlichkeiten