
Tesla FSD: Fortschritte, Abo-Modell und die Hürden zur Autonomie
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Teslas Full Self-Driving (FSD) System zeigt sich als beeindruckendes Fahrerassistenzsystem, das jedoch weiterhin menschliche Überwachung erfordert. Gleichzeitig vollzieht Tesla eine strategische Neuausrichtung hin zu einem reinen Abonnementmodell für FSD, während Regulierungsbehörden die Sicherheit des Systems genau prüfen.
Tesla FSD: Beeindruckend, aber noch nicht autonom
Das FSD (Supervised) System von Tesla, in der Version v14.2.1, demonstriert in einem 2025er Tesla Model 3 Long Range seine Fähigkeiten als hochentwickeltes Fahrerassistenzsystem (ADAS). Bei Fahrten im East Bay Area, die städtische Gebiete, einen Universitätscampus, Parkplätze und Autobahnen umfassten, zeigte sich das System als "hochkompetenter Fahrer". Es agierte vorsichtig bei Fußgängern auf dem Campus der Universität Berkeley und führte einen Drei-Punkt-Wende durch, nachdem ein neues Ziel eingegeben wurde. Besonders hervorgehoben wurde der "Mad Max"-Modus, der beeindruckende Spurwechsel auf der Autobahn ermöglichte.
Trotz dieser Fortschritte ist FSD (Supervised) noch nicht vollständig autonom. Es erfordert weiterhin die ständige menschliche Aufsicht des Fahrers. Das System warnt den Fahrer, die Aufmerksamkeit auf die Straße zu richten, wenn dieser versucht, sich mental vollständig auszuklinken. Die Erfahrung zeigt, dass die Last des Fahrens lediglich von Händen und Füßen auf die Aufmerksamkeit des Fahrers verlagert wird.
Strategische Neuausrichtung: FSD nur noch im Abo
Tesla-CEO Elon Musk kündigte an, dass das Full Self-Driving (FSD)-Softwareangebot ab dem 14. Februar ausschließlich über ein monatliches Abonnement verfügbar sein wird. Dieser Schritt eliminiert die Option eines einmaligen Kaufs des Systems, das in den USA derzeit 8.000 US-Dollar kostet. Aktuell wird FSD (Supervised) neben dem Einmalkauf auch für 99 US-Dollar pro Monat angeboten. Diese Umstellung markiert eine "signifikante strategische Verschiebung" in Teslas Software-Angeboten.
Regulierungsbehörden im Fokus
Die Ankündigung des Abonnementmodells erfolgt inmitten erhöhter behördlicher Kontrolle. Die U.S. National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hat im vergangenen Jahr eine Untersuchung gegen 2,88 Millionen Tesla-Fahrzeuge eingeleitet, die mit FSD ausgestattet sind. Diese Untersuchung basiert auf über 50 Berichten über Sicherheitsverstöße und einer Reihe von Unfällen, in die das System verwickelt war. FSD wird als Assistenzsystem eingestuft, das "ständige Aufmerksamkeit des Fahrers und die Bereitschaft zum Eingreifen" erfordert.
Der Weg zur vollständigen Autonomie
Elon Musk und seine optimistischsten Investoren glauben, dass die Autonomie Teslas Bewertung zu neuen Höhen führen wird. Das Versprechen ist ein "unbeaufsichtigtes" System, bei dem der Fahrer die Augen von der Straße nehmen oder sogar einschlafen kann. Einen Einblick in diese Zukunft gab Tesla kürzlich mit der Einführung von Robotaxi-Fahrten in Austin ohne Sicherheitsmonitor im Fahrzeug.
Die Messlatte für vollständige Autonomie ist hoch. Systeme wie Waymo bieten bereits die Möglichkeit, als Passagier zu agieren, ohne Geofences und mit voller Verantwortung des Anbieters. Dies ist das Niveau, das Tesla FSD erreichen und übertreffen muss. Für Menschen wie David Moss, der über 11.000 Meilen mit FSD ohne Lenkradeingriff zurücklegte, könnte ein zuverlässiges und legales autonomes System eine "lebensverändernde" Lösung sein, beispielsweise für seinen Vater, der gesetzlich blind ist und nicht fahren kann. Teslas Entscheidung, den Sicherheitsmonitor aus einigen seiner Robotaxis zu entfernen, deutet darauf hin, dass das Unternehmen diesem Ziel nahe sein könnte. Vorerst bleibt es jedoch ein Versprechen.