Tesla FSD Supervised erhält erste europäische Genehmigung in den Niederlanden

Tesla FSD Supervised erhält erste europäische Genehmigung in den Niederlanden

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Tesla-Besitzer in den Niederlanden können nun die "Full Self-Driving (Supervised)"-Funktion ihrer Fahrzeuge nutzen, was das Land zum ersten in Europa macht, das diese fortschrittliche Fahrerassistenztechnologie unter bestimmten Bedingungen genehmigt. Diese Entwicklung bringt die Niederlande auf eine Linie mit den USA, wo die Funktion bereits verfügbar ist, und könnte den Weg für eine breitere Einführung in der Europäischen Union ebnen.

Historische Genehmigung in den Niederlanden

Die niederländische Behörde für Straßenverkehrszulassungen (RDW) gab am Freitag, den 10. April 2026, bekannt, dass Teslas Fahrerassistenzsystem in den Niederlanden eingesetzt werden darf. Dies geschieht mit der Möglichkeit einer zukünftigen Ausweitung auf alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die Genehmigung erfolgte nach mehr als 18 Monaten rigoroser Prüfungen auf Teststrecken und öffentlichen Straßen.

Die RDW betonte, dass Fahrer während der Nutzung im Fahrzeug bleiben und das System aufmerksam überwachen müssen. Die europäische Tochtergesellschaft von Tesla, dem Elektrofahrzeugunternehmen von Elon Musk, begrüßte den Schritt und erklärte auf X: "FSD Supervised wurde in den Niederlanden genehmigt und wird in Kürze im Land eingeführt!"

RDW-Prüfung und Sicherheitsstandards

Die RDW unterstrich, dass die Sicherheit oberste Priorität habe. "Dieses fahrergesteuerte Assistenzsystem wurde mehr als eineinhalb Jahre lang auf unserer Teststrecke und auf öffentlichen Straßen ausgiebig geprüft und getestet", so die Behörde in einer Erklärung. Der korrekte Einsatz des Systems trage positiv zur Verkehrssicherheit bei.

Die Genehmigung erfolgte unter Einhaltung der UN R-171 Standards und profitierte von Artikel 39 Ausnahmen der EU-Verordnung 2018/858. Das Testprogramm umfasste über 1,6 Millionen Kilometer Fahrten auf EU-Straßen, mehr als 13.000 Kundenfahrten und über 4.500 Testszenarien auf Teststrecken. Tesla reichte Dokumente für über 400 Compliance-Anforderungen ein.

FSD Supervised: Ein Fahrerassistenzsystem, kein autonomes Fahren

Die RDW stellte klar, dass "FSD Supervised" kein vollständig autonomes Fahren darstellt. Es handelt sich um ein Fahrerassistenzsystem, bei dem der Fahrer stets die Verantwortung trägt und die Kontrolle behalten muss. Sensoren überwachen die Aufmerksamkeit des Fahrers und geben Warnungen aus, wenn die Augen von der Straße abweichen oder die Hände nicht sofort zur Übernahme bereit sind.

Das System übernimmt Fahrfunktionen wie Lenken, Bremsen, Routennavigation und Parken, jedoch immer unter aktiver Aufsicht des Fahrers, der jederzeit bereit sein muss, einzugreifen. Elon Musk selbst würdigte die Nachricht auf X: "Glückwunsch an das Tesla-Team und vielen Dank an die Regulierungsbehörden in den Niederlanden für die harte Arbeit, die nötig war, um dies zu ermöglichen."

Auswirkungen auf Tesla und den europäischen Markt

Die Genehmigung in den Niederlanden ist ein wichtiger Schritt für Tesla in Europa, wo das Unternehmen in den letzten Jahren mit Gegenwind zu kämpfen hatte. Dazu gehören:

  • Musks politischer Aktivismus, der potenzielle Kunden in den USA und Deutschland abgeschreckt hat.
  • Zunehmende Konkurrenz durch chinesische Elektrofahrzeughersteller.
  • Ein alterndes EV-Modellangebot.

Trotz dieser Herausforderungen stiegen die Tesla-Verkäufe in Europa im Februar zum ersten Mal seit über einem Jahr. Analyst Seth Goldstein von Morningstar erwartet, dass die FSD-Zulassung in den Niederlanden und bei nachfolgenden europäischen Regulierungsbehörden zu verbesserten Verkaufszahlen in Europa führen wird, da die Verbraucher gespannt darauf sind, FSD auszuprobieren.

Der Weg zur EU-weiten Einführung

Die nationale Genehmigung in den Niederlanden ebnet den Weg für eine breitere EU-weite Einführung. Andere Mitgliedstaaten können die niederländische Zertifizierung individuell anerkennen, wobei ein potenzieller blockweiter Rollout über eine Abstimmung des Ausschusses der Europäischen Kommission bis zum Sommer erwartet wird. Die RDW wird auch einen Antrag für die Nutzung der Technologie in der gesamten EU einreichen.

Die Entscheidung unterstreicht Europas strengere Sicherheits- und Dokumentationsanforderungen im Vergleich zur US-amerikanischen Selbstzertifizierung. Die RDW betonte, dass die FSD Supervised-Version in den USA nicht mit der EU-Version vergleichbar sei. Deutschland (KBA), Frankreich und Italien werden voraussichtlich zu den ersten Ländern gehören, die innerhalb von 4-8 Wochen handeln könnten.

Kaufoptionen und neue Einnahmequellen

Mit der Einführung von FSD in Europa eröffnet Tesla eine neue Einnahmequelle. Im niederländischen Online-Konfigurator ist die Option zum Kauf von FSD für einen einmaligen Preis von 7.500 € verfügbar. Alternativ wird ein Abonnement für 99 € pro Monat angeboten.

Viele Tesla-Besitzer in Europa haben die Full Self-Driving-Technologie bereits beim Fahrzeugkauf erworben und warten seit Jahren auf deren Aktivierung. Tesla wird voraussichtlich die neueste Version von FSD, FSD v14.3, in Europa einführen, um höchste Sicherheit zu gewährleisten und europäische Kunden an den neuesten KI-Entwicklungen teilhaben zu lassen.

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