Thailands Premierminister-Wahl: Anutin Charnvirakul vor Bestätigung, Wirtschaft unter Druck

Thailands Premierminister-Wahl: Anutin Charnvirakul vor Bestätigung, Wirtschaft unter Druck

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Das thailändische Parlament ist am Donnerstag, dem 19. März, zusammengetreten, um über die Besetzung des Premierministeramtes abzustimmen. Dies geschieht mehr als einen Monat nach den Parlamentswahlen Anfang Februar, die eine konservative Verschiebung in der politischen Landschaft des Landes zeigten. Die Abstimmung soll eine Phase politischer Unsicherheit beenden und den Weg für eine zügigere Regierungsarbeit ebnen.

Anutin Charnvirakul vor Bestätigung

Der amtierende Premierminister Anutin Charnvirakul wird voraussichtlich die notwendige Unterstützung im 500-köpfigen Repräsentantenhaus erhalten, um im Amt zu bleiben. Für die Wahl des Premierministers ist eine einfache Mehrheit von 251 Stimmen erforderlich. Anutins Bhumjaithai Partei gewann 191 Sitze bei den offiziellen Wahlergebnissen und hat seitdem eine Koalition mit mehreren anderen Parteien gebildet, um eine Regierungsmehrheit zu sichern.

Die Koalition und die Opposition

Zu den Koalitionspartnern der Bhumjaithai Partei gehört die populistische Pheu Thai Partei, die mit 74 Sitzen den dritten Platz belegte. Die Allianz kontrolliert Berichten zufolge 292 der derzeit 499 Sitze im Parlament. Die progressive People’s Party, die mit 120 Sitzen den zweiten Platz erreichte, hat erklärt, der Bhumjaithai-geführten Regierung nicht beizutreten. Sie wird voraussichtlich einen ihrer Kandidaten, Natthaphong Ruengpanyawut, als symbolischen Herausforderer in der Abstimmung nominieren.

Anutins Weg ins Amt und Popularität

Anutin Charnvirakul wurde erst im September Premierminister, nachdem seine Vorgängerin Paetongtarn Shinawatra wegen einer Ethikverletzung im Umgang mit Kambodscha-Beziehungen des Amtes enthoben wurde. Im Dezember löste Anutin das Parlament auf, um vorgezogene Neuwahlen auszurufen, nachdem ihm ein Misstrauensvotum drohte. Seine Popularität stieg erheblich, nachdem er sich während des Grenzkonflikts zwischen Thailand und Kambodscha, bei dem es im letzten Jahr zweimal zu Auseinandersetzungen kam, als Verteidiger der Nation präsentierte.

Wirtschaftliche und politische Herausforderungen

Die neue Regierung wird voraussichtlich sofort mit drängenden Problemen konfrontiert sein. Ein im Februar ausgebrochener Krieg im Nahen Osten hat die globalen Energiepreise in die Höhe getrieben, was die Warenkosten erhöht und Bedenken hinsichtlich einer potenziellen Ölknappheit aufwirft. Thailand kämpft zudem mit einer stagnierenden Wirtschaft, massiver Haushaltsverschuldung und dem dringenden Bedarf an Strukturreformen. Die Auswirkungen des US-israelischen Krieges auf den Iran tragen ebenfalls zu den Handelsunsicherheiten bei.

Die Rolle des Verfassungsgerichts

Eine weitere politische Unsicherheit entstand, nachdem das Verfassungsgericht am Mittwoch bekannt gab, dass es über die Gültigkeit der Wahlen vom letzten Monat entscheiden wird. Der Fall geht auf eine Petition des Ombudsmannes gegen die Wahlkommission zurück. Es wird behauptet, dass die Verwendung von Barcodes und QR-Codes auf Stimmzetteln die Anonymität der Wähler gefährden und somit gegen die Wahlgesetze zur geheimen Abstimmung verstoßen könnte.

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