Titanic-Schwimmweste erzielt Rekordpreis: Ein Blick auf den Markt für historische Memorabilien

Titanic-Schwimmweste erzielt Rekordpreis: Ein Blick auf den Markt für historische Memorabilien

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Eine Schwimmweste, die eine Überlebende der RMS Titanic trug, wurde kürzlich bei einer Auktion für über 900.000 US-Dollar versteigert. Dieses Ereignis unterstreicht das ungebrochene weltweite Interesse an der Geschichte des legendären Luxusliners und den erheblichen Wert, den Sammler diesen seltenen historischen Artefakten beimessen.

Rekordpreis für Titanic-Schwimmweste

Die Schwimmweste, getragen von der Erste-Klasse-Passagierin Laura Mabel Francatelli, erzielte bei einer Auktion von Henry Aldridge & Son in Devizes, Westengland, einen Preis von 906.000 US-Dollar (670.000 Pfund). Sie wurde an einen unidentifizierten Telefonbieter verkauft und übertraf damit die Vorab-Schätzung von 250.000 bis 350.000 Pfund deutlich. Der Preis beinhaltet eine Auktionsgebühr, bekannt als Käuferprämie.

Auktionator Andrew Aldridge bezeichnete die Schwimmweste als "unglaublich ikonisches und ergreifendes Stück mit einer hervorragenden Provenienz". Er fügte hinzu, dass es sich um eine "einmalige Gelegenheit für Sammler" handele, da nur eine Handvoll von Überlebenden getragener Schwimmwesten existieren und die meisten davon in Museen aufbewahrt werden.

Die Geschichte hinter dem Artefakt

Die cremefarbene Schwimmweste aus Segeltuch mit korkgefüllten Abschnitten ist von Laura Mabel Francatelli und anderen Überlebenden desselben Rettungsbootes signiert. Francatelli war Sekretärin der Modedesignerin Lucy Duff Gordon und reiste mit ihr und deren Ehemann Cosmo Duff Gordon. Alle drei überlebten im Rettungsboot Nr. 1, das trotz einer Kapazität für 40 Personen nur 12 Personen beförderte.

Das Versäumnis des Rettungsbootes, weitere Überlebende aus dem eiskalten Wasser aufzunehmen, wurde später zu einer Kontroverse. Die Überlebenden wurden schließlich von der RMS Carpathia gerettet. Die Schwimmweste wurde bereits in Museen in den Vereinigten Staaten und Europa ausgestellt und zuletzt im Jahr 2007 bei einer Christie's-Auktion in London für 50.000 Pfund (ca. 97.000 C$) verkauft.

Weitere wertvolle Titanic-Memorabilien

Neben der Schwimmweste wurden bei derselben Auktion weitere bemerkenswerte Stücke versteigert:

  • Ein Sitzkissen von einem der Titanic-Rettungsboote wurde für 527.000 US-Dollar (390.000 Pfund) an die Eigentümer zweier Titanic-Museen in Pigeon Forge, Tennessee, und Branson, Missouri, verkauft.
  • Im Jahr 2025 wurde eine goldene Taschenuhr, die Isidor Straus, dem Miteigentümer von Macy's, gehörte, für über 2 Millionen US-Dollar (1,78 Millionen Pfund) versteigert. Straus und seine Frau Ida gaben ihre Plätze in einem Rettungsboot für jüngere Menschen auf. Die Uhr, die um 2:20 Uhr stehen blieb, wurde von seiner Frau zum 43. Geburtstag geschenkt.
  • Eine goldene Taschenuhr des Kapitäns der RMS Carpathia, des Schiffes, das die Überlebenden rettete, erzielte 2024 einen Rekordpreis von 1,56 Millionen Pfund (fast 2 Millionen US-Dollar).
  • Die Violine des Titanic-Kapellmeisters Wallace Hartley, die er spielte, als das Schiff sank, wurde 2013 für 1,1 Millionen Euro verkauft.
  • Eine goldene Taschenuhr von John Jacob Astor wurde 2024 für 900.000 Euro versteigert.

Das anhaltende Faszinosum Titanic

Die RMS Titanic, einst als das luxuriöseste und "praktisch unsinkbare" Passagierschiff der Welt angepriesen, kollidierte auf ihrer Jungfernfahrt von England nach New York am 14. April 1912 vor Neufundland mit einem Eisberg. Sie sank innerhalb weniger Stunden am 15. April 1912. Von den rund 2.200 Passagieren und Besatzungsmitgliedern starben etwa 1.500 Menschen.

Die Titanic ist bis heute Gegenstand weltweiter Faszination, nicht zuletzt wegen der Vielfalt der Passagiere an Bord, die von arm bis reich reichte. Andrew Aldridge merkt an, dass "diese rekordverdächtigen Preise das anhaltende Interesse an der Titanic-Geschichte und den Respekt für die Passagiere und die Besatzung, deren Geschichten durch diese Erinnerungsstücke unsterblich gemacht werden, verdeutlichen." Er betont, dass "jeder Mann, jede Frau und jedes Kind an Bord eine Geschichte zu erzählen hatte."

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