
Trump-Administration beendet SAVE-Plan: Was das für Millionen Kreditnehmer bedeutet
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Die Trump-Administration hat einen entscheidenden Schritt unternommen, um das beliebte Studentendarlehens-Vergebungsprogramm "Saving on a Valuable Education" (SAVE) der Biden-Ära zu beenden. Eine vorgeschlagene Einigung mit dem Bundesstaat Missouri und weiteren republikanisch geführten Staaten sieht vor, dass über 7 Millionen Kreditnehmer von diesem Plan betroffen sein werden. Dies markiert einen Sieg für die Bemühungen der aktuellen Regierung, frühere Politikansätze rückgängig zu machen.
Trump-Administration beendet SAVE-Programm
Das US-Bildungsministerium hat am Dienstag, dem 20. November 2025, eine vorgeschlagene gemeinsame Einigung mit dem Bundesstaat Missouri bekannt gegeben, die das Ende des SAVE-Plans besiegeln soll. Dieses Programm, das über 7 Millionen Studentendarlehensnehmer umfasste, war eines der populärsten der ehemaligen Biden-Regierung zur Schuldenerleichterung. Die Vereinbarung würde die Einschreibung neuer Kreditnehmer in den SAVE-Plan verbieten, alle anhängigen Anträge ablehnen und bestehende Kreditnehmer in "rechtlich konforme" Rückzahlungspläne überführen.
Bildungsministerin Linda McMahon, eine ausgesprochene Kritikerin der Studentendarlehens-Vergebung, betonte, dass die Regierung nicht länger zulassen werde, dass amerikanische Steuerzahler Schulden übernehmen, die nicht ihre eigenen sind. Sie schrieb auf X, dass der "illegale SAVE-Plan der Biden-Administration die Steuerzahler, von denen viele keine Hochschule besucht oder ihre Studentendarlehen bereits zurückgezahlt haben, über zehn Jahre mehr als 342 Milliarden Dollar gekostet hätte."
Hintergründe und rechtliche Auseinandersetzungen
Der SAVE-Plan wurde 2023 von der Biden-Administration eingeführt, nachdem der Oberste Gerichtshof 2023 ein früheres Schuldenerlassprogramm blockiert hatte. Er galt als der erschwinglichste Rückzahlungsplan aller Zeiten und sah unter anderem 0-Dollar-Zahlungen für Personen mit einem Einkommen von 16 Dollar pro Stunde oder weniger vor, senkte die monatlichen Zahlungen für Millionen von Kreditnehmern und schützte vor ausufernden Zinsen bei pünktlichen Zahlungen.
Mehrere republikanisch geführte Staaten, darunter Missouri, Arkansas, Florida, Georgia, North Dakota, Ohio und Oklahoma, hatten die Biden-Administration wegen des Plans verklagt. Ein Bundesberufungsgericht blockierte das Programm bereits 2024. Die nun vorgeschlagene Einigung würde diese Klagen beenden, sofern sie von einem Bundesgericht in Missouri genehmigt wird.
Die Argumente der Trump-Administration
Beamte des Bildungsministeriums der Trump-Administration bezeichneten den SAVE-Plan als "betrügerisches Schema" und "ungeheuerliche Bundesüberschreitung". Unterstaatssekretär für Bildung, Nicholas Kent, erklärte in einer Mitteilung vom Dienstag: "Das Gesetz ist klar: Wer ein Darlehen aufnimmt, muss es zurückzahlen." Er fügte hinzu, dass dank der Klagen der Staaten die amerikanischen Steuerzahler nun sicher sein könnten, nicht länger als Sicherheit für "illegale und unverantwortliche Studentendarlehenspolitik" dienen zu müssen.
Missouris Generalstaatsanwältin Catherine Hanaway lobte die Entscheidung und sagte, ihr Büro habe "für hart arbeitende Amerikaner gekämpft, die von Bürokraten der Biden-Administration ausgebeutet wurden, und wir haben jedes Mal vor Gericht gewonnen." Sie betonte, dass die einseitige Belastung der Steuerzahler mit den Schulden anderer die Befugnisse des Kongresses ignoriert und eindeutig rechtswidrig gewesen sei.
Auswirkungen auf Millionen von Kreditnehmern
Die Beendigung des SAVE-Plans betrifft über 7 Millionen Studentendarlehensnehmer. Das Bildungsministerium hat angekündigt, dass das Federal Student Aid (FSA) Office die derzeit eingeschriebenen Kreditnehmer bei der Auswahl eines neuen, "legalen Rückzahlungsplans" unterstützen wird. Kreditnehmer haben nur eine begrenzte Zeit, um einen neuen Plan zu finden. Das FSA-Tool "Loan Simulator" soll dabei helfen, monatliche Zahlungen zu schätzen und die Berechtigung für Rückzahlungspläne zu ermitteln.
Studentenvertreter äußerten jedoch große Bedenken. Michele Zampini, Associate Vice President für Bundespolitik und Interessenvertretung bei The Institute for College Access & Success (TICAS), warnte, dass die über 7 Millionen im SAVE-Plan eingeschriebenen Kreditnehmer mit höheren monatlichen Darlehenszahlungen konfrontiert sein und möglicherweise Monate des Fortschritts in Richtung Schuldenerlass verlieren werden. Persis Yu, stellvertretende Geschäftsführerin und Managing Counsel bei Protect Borrowers, bezeichnete die Einigung als "reine Kapitulation" und kritisierte, dass sie Kreditnehmern den erschwinglichsten Rückzahlungsplan entziehe.
Zukünftige Pläne und Alternativen
Die Nachricht über die Einigung fällt mit Trumps innenpolitischer Agenda, dem "One Big Beautiful Bill Act", zusammen. Dieser Gesetzentwurf sieht vor, alle aktuellen Studentendarlehens-Rückzahlungspläne – einschließlich SAVE und anderer einkommensbasierter Rückzahlungspläne – für Darlehen, die am oder nach dem 1. Juli 2026 ausgezahlt werden, zu beenden.
Diese Pläne sollen durch zwei separate Rückzahlungspläne ersetzt werden: einen Standard-Rückzahlungsplan und den Repayment Assistance Plan (RAP), einen neuen einkommensbasierten Rückzahlungsplan, der ebenfalls am 1. Juli 2026 in Kraft treten soll.