Trump-Administration ordnet Ölförderung in Kalifornien an: DPA-Einsatz spaltet die Gemüter

Trump-Administration ordnet Ölförderung in Kalifornien an: DPA-Einsatz spaltet die Gemüter

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Die Trump-Administration hat den Defense Production Act (DPA) aktiviert, um die Wiederaufnahme der Offshore-Ölförderung und des Pipeline-Betriebs der Sable Offshore Corp. vor der Küste Kaliforniens anzuordnen. Diese Maßnahme soll Versorgungsrisiken mindern und die Abhängigkeit von ausländischem Rohöl reduzieren, stößt jedoch auf scharfen Widerstand des kalifornischen Gouverneurs Gavin Newsom und von Umweltschützern.

Anordnung zur Wiederaufnahme der Ölförderung

Die Trump-Administration hat den Defense Production Act (DPA) genutzt, um ein Ölunternehmen anzuweisen, stillgelegte Offshore-Operationen in Kalifornien wieder aufzunehmen. Dies sei notwendig, um Risiken von Ölversorgungsstörungen zu begegnen und die Abhängigkeit von ausländischem Rohöl zu verringern.

Energieminister Chris Wright wies die Sable Offshore Corp., ein Öl- und Gasunternehmen mit Hauptsitz in Houston, an, die Operationen der Santa Ynez Unit und des Santa Ynez Pipeline Systems vor der Küste von Santa Barbara wiederherzustellen. Die Anordnung priorisiert die Wiederaufnahme der Ölproduktion und der Pipeline-Kapazität, um Rohöl durch das Las Flores Pipeline System zur Pentland Station, einem wichtigen Binnenknotenpunkt für den Transport von Offshore-Öl zu Raffinerien, und in überregionale Pipelines zu bewegen.

Begründung: Nationale Sicherheit und Energieunabhängigkeit

Das Energieministerium (DOE) erklärte, dass Kalifornien einst fast 40 Prozent der US-Ölproduktion lieferte. Jahrzehntelange staatliche Politik, die auf zuverlässige Energiequellen abzielte, habe jedoch zu einem Rückgang der heimischen Produktion geführt, während die Kraftstoffnachfrage zu den höchsten im Land gehöre.

Heute stammen laut DOE über 60 Prozent des in Kalifornien raffinierten Öls aus Übersee, wobei ein erheblicher Anteil durch die Straße von Hormuz transportiert wird, was ernsthafte nationale Sicherheitsbedrohungen darstelle. Energieminister Wright betonte in einer Erklärung: "Die heutige Anordnung wird Amerikas Ölversorgung stärken und ein für unsere nationale Sicherheit und Verteidigung wichtiges Pipelinesystem wiederherstellen, um sicherzustellen, dass Militäranlagen an der Westküste die für die militärische Bereitschaft entscheidende zuverlässige Energie erhalten."

Potenzielle Auswirkungen auf die Ölversorgung Kaliforniens

Die Sable-Anlage kann laut DOE etwa 50.000 Barrel Öl pro Tag produzieren. Dies würde die Ölproduktion in Kalifornien um etwa 15 Prozent steigern und könnte monatlich etwa 1,5 Millionen Barrel ausländisches Rohöl ersetzen.

Das Ministerium fügte hinzu, dass Sable über 100 Mitarbeiter und etwa 400 Auftragnehmer in Santa Barbara County beschäftigt. Die Wiederaufnahme der Operationen würde voraussichtlich "Hunderte" zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und "Millionen" an lokaler Wirtschaftsaktivität generieren.

Scharfe Kritik aus Kalifornien

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom verurteilte die Anordnung am Freitag scharf. Er bezeichnete die Nutzung des Defense Production Act durch die Trump-Administration als "rücksichtslos und illegal" und kündigte an, die Anweisung zu bekämpfen.

Sein Büro argumentierte, dass die Wiederaufnahme der Sable Offshore Pipeline nur geringe Auswirkungen auf die globalen Ölpreise hätte. Schätzungen zufolge würde die zusätzliche Produktion lediglich etwa 0,05 Prozent der gesamten Ölproduktion ausmachen.

Rechtliche und umweltbezogene Bedenken

Gouverneur Newsom verwies auch auf die Geschichte der Pipeline. Er erinnerte an einen Ölunfall im Jahr 2015 nahe Refugio State Beach, bei dem über 140.000 Gallonen Rohöl freigesetzt wurden und weitreichende Umwelt- und Wirtschaftsschäden entlang der Küste von Santa Barbara verursachten.

Umweltschützer kritisierten die Maßnahme als Missbrauch von Notstandsbefugnissen, um einem privaten Ölunternehmen mit einer problematischen Vergangenheit zu nützen. Talia Nimmer, eine Anwältin des Center for Biological Diversity, bezeichnete die Anordnung als "empörenden Machtmissbrauch durch einen extremistischen Präsidenten" und warnte vor dem Risiko eines weiteren Ölunfalls für die Küstenwildtiere. Die Anordnung wurde unter Befugnissen erlassen, die durch den Defense Production Act und zugehörige Executive Orders delegiert wurden. Ein Rechtsgutachten des Justizministeriums besagt, dass der Präsident den DPA nutzen kann, um entgegenstehende Landesgesetze und andere Hindernisse zu präemptieren. Es war jedoch nicht sofort klar, wie die Anordnungen mit bestehenden gerichtlichen Verfügungen und anhängigen staatlichen Genehmigungen für das Projekt interagieren würden.

Erwähnte Persönlichkeiten