Trump-Äußerung zur Straße von Hormus treibt Ölpreise über 100 Dollar

Trump-Äußerung zur Straße von Hormus treibt Ölpreise über 100 Dollar

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US-Präsident Donald Trump sorgte am Freitag auf der Future Investment Initiative in Miami für Aufsehen, als er die strategisch wichtige Straße von Hormus scherzhaft als "Strait of Trump" bezeichnete. Diese Bemerkung, die er schnell korrigierte, aber als absichtlich darstellte, fällt in eine Zeit erhöhter Spannungen zwischen den USA und Iran, die bereits zu einem deutlichen Anstieg der Ölpreise geführt haben.

Trumps Bemerkung zur Straße von Hormus

Während seiner Rede in Miami sprach Präsident Trump von der "Strait of Trump", korrigierte sich umgehend und fügte hinzu: "Es tut mir so leid. So ein schrecklicher Fehler." Er deutete jedoch an, dass die Bemerkung beabsichtigt war, indem er sagte: "Die Fake News werden sagen: 'Er hat es versehentlich gesagt' – nein, bei mir gibt es keine Zufälle. Nicht allzu viele." Das Publikum reagierte mit Lachen auf diese Aussage. Berichten zufolge hat Trump privat auch erwogen, die Meerenge nach sich selbst oder als "Strait of America" zu benennen.

Ölpreise reagieren auf Spannungen

Die Äußerungen Trumps und die anhaltenden Spannungen in der Straße von Hormus haben die Ölpreise wieder über die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel getrieben. Rohöl-Futures stiegen um 7,09 % auf 101,18 US-Dollar pro Barrel. Auch andere Energieprodukte verzeichneten deutliche Zuwächse:

  • RBOB-Benzin-Futures kletterten um 4,97 % auf 3,2859 US-Dollar pro Gallone.
  • ULSD-Heizöl-Futures sprangen um 7,36 % auf 4,5878 US-Dollar pro Gallone.
  • Erdgas-Futures stiegen um 2,73 % auf 3,081 US-Dollar pro MMBtu.

Goldman Sachs berichtete am Freitag, dass die durchschnittlichen täglichen Durchflüsse durch die Straße von Hormus auf einem gleitenden Vier-Tages-Durchschnitt auf etwa 1,1 Millionen Barrel pro Tag gesunken sind. Vor dem Konflikt lagen diese Durchflüsse bei rund 20 Millionen Barrel pro Tag.

Globale Energieversorgung unter Druck

Die Straße von Hormus ist ein zentraler Brennpunkt im anhaltenden Konflikt zwischen den USA und Iran und birgt erhebliche Risiken für die globale Energieversorgung. Etwa 20 % des weltweiten Öls und Flüssigerdgases (LNG) passieren normalerweise diese Meerenge. Trump hatte zuvor die Idee einer gemeinsamen Kontrolle der Meerenge ins Spiel gebracht, die von "mir und dem Ayatollah" als Teil einer umfassenderen Lösung verwaltet werden könnte.

Trotz Trumps Aussage, Iran würde "betteln", um zu verhandeln, hat Teheran jegliche Absicht zu Verhandlungen dementiert. Der US-Präsident hatte seine Frist für Iran, die Straße von Hormus zu öffnen, um 10 Tage bis zum 6. April verlängert und erklärte, die Gespräche mit Iran verliefen "sehr gut". Er bezeichnete den Konflikt zudem als "militärischen Konflikt" und nicht als Krieg, was er mit rechtlichen Gründen begründete.

Die strategische Bedeutung der Straße von Hormus

Die Straße von Hormus ist eine der kritischsten maritimen Engpässe der Welt. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem weiteren Indischen Ozean. Geografisch liegt sie zwischen Iran im Norden und Oman/VAE im Süden und bildet die einzige Seeroute aus dem Persischen Golf für mehrere große Ölförderstaaten. Ihre geografische Lage und das politische Umfeld machen sie zu einem Brennpunkt der globalen Energiesicherheit und internationaler Spannungen.

Iran hat wiederholt seine Fähigkeit demonstriert, den kommerziellen Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu stören oder zu bedrohen, und nutzt die Wasserstraße als strategisches Druckmittel bei regionalen Spannungen.

Internationale Reaktionen und diplomatische Bemühungen

Als Reaktion auf die Bedrohungen unterhalten die Vereinigten Staaten, mehrere europäische Nationen und wichtige asiatische Mächte eine ständige Marinepräsenz, um den Fluss der Schiffe durch diese enge, aber lebenswichtige Route zu sichern. Jüngste Spannungen zwischen den USA, Israel und Iran führten zu Schiffsangriffen, kurzfristigen Schließungen von Schifffahrtswegen und einem starken Rückgang des Schiffsverkehrs.

Der iranische UN-Botschafter in Genf, Ali Bahreini, erklärte unterdessen, dass Teheran einer Anfrage der Vereinten Nationen zugestimmt habe, die sichere Passage von Hilfsgütern und landwirtschaftlichen Lieferungen durch die strategisch wichtige Wasserstraße zu "erleichtern und zu beschleunigen".

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