Trump beruhigt bei Inlandsterror, Hormus-Straße bleibt kritisch

Trump beruhigt bei Inlandsterror, Hormus-Straße bleibt kritisch

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US-Präsident Donald Trump hat sich am Mittwoch unbesorgt über mögliche Terroranschläge des Iran innerhalb der Vereinigten Staaten geäußert, während der Krieg mit dem Iran seinen elften Tag erreicht. Gleichzeitig bleibt die strategisch wichtige Straße von Hormus ein zentraler Punkt der Auseinandersetzung, mit weitreichenden Implikationen für die globale Ölversorgung und die internationale Schifffahrt.

Trump beruhigt bezüglich Inlandsterror

Präsident Donald Trump erklärte am 11. März 2026 vor der Presse im Weißen Haus, er befürchte keine Terroranschläge des Iran auf US-Boden als Vergeltung für den anhaltenden Krieg der USA und Israels. Auf die Frage eines Reporters, ob er einen solchen Angriff fürchte, antwortete Trump mit einem klaren "Nein, tue ich nicht."

Der Präsident betonte zudem die Fortschritte im Krieg gegen den Iran. Er sagte, der Iran habe seine Marine und Luftwaffe verloren und verfüge über keinerlei Flugabwehr mehr. "Ihre Anführer sind weg, und wir könnten noch viel Schlimmeres tun", so Trump. Er erwähnte, dass das US-Militär etwa 16 iranische Minenleger zerstört habe und "bestimmte Dinge" im Iran belasse, die bei Bedarf noch am selben Nachmittag zerstört werden könnten, sodass das Land "buchstäblich niemals wieder aufgebaut werden könnte."

Lage im Persischen Golf: Hormus-Straße im Fokus

Die Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Arabischen Meer verbindet und vor der Südküste des Iran liegt, ist der weltweit sensibelste Engpass für Öltransporte. Obwohl die Straße aufgrund des Krieges faktisch geschlossen blieb, forderte Präsident Trump die CEOs großer Ölkonzerne auf, Tanker durch die Meerenge zu schicken.

Trump äußerte sich zu Berichten über Minen in der Straße von Hormus mit den Worten: "Wir glauben nicht." Dies steht im Kontrast zu einem CNN-Bericht vom Dienstag, der unter Berufung auf zwei mit US-Geheimdienstinformationen vertraute Personen angab, der Iran habe in den letzten Tagen begonnen, Dutzende von Minen in der Meerenge zu legen. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums warnte am Montag, dass Tanker, die die Straße passieren, "sehr vorsichtig sein müssen."

Globale Ölversorgung und Preisstabilität

Die gemeldete Schließung der Straße von Hormus veranlasste die Internationale Energieagentur (IEA) und die meisten Weltmächte, eine Rekordmenge an Ölreserven freizugeben. Ziel ist es, eine potenzielle Lieferkettenkrise und den damit verbundenen Anstieg der Ölpreise abzuwenden. Die IEA genehmigte die Freigabe von etwa 400 Millionen Barrel Öl, was mehr als dem Doppelten der Menge entspricht, die 2022 zu Beginn des Krieges zwischen der Ukraine und Russland freigegeben wurde.

Um die Schifffahrt durch die Meerenge zu erleichtern, kündigte der Versicherungsriese Chubb an, als Hauptversicherer für ein von der US-Regierung geführtes Programm zu fungieren. Dieses Programm soll Schiffen, die die Straße von Hormus passieren, Versicherungsschutz bieten.

Interne Debatte über Heimatschutz

Trotz Trumps beruhigenden Äußerungen gibt es innerhalb der Trump-Administration eine interne Debatte über den Umgang mit Warnungen vor potenziellen hausgemachten Bedrohungen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Die Regierung hat Bulletins herausgegeben, die vor möglichen "Lone-Wolf"- und cyberbasierten Angriffen im Inland warnen.

Ein Regierungsbeamter sprach gegenüber Semafor von einem "Mangel an Konsistenz" in der Kommunikation, wobei die Botschaftsprobleme vom Weißen Haus ausgingen. Diese Debatte folgt auf zwei gewalttätige Vorfälle im März: eine tödliche Schießerei in Texas, bei der der Schütze Berichten zufolge ein T-Shirt mit iranischem Flaggendesign trug und die vom FBI auf mögliche terroristische Verbindungen untersucht wird, sowie einen "ISIS-inspirierten Terrorakt" in New York City.

Die USA haben zudem Kommunikationen abgefangen, die vermutlich aus dem Iran stammten und "Schläferzellen" aktivieren könnten. Einem ABC News-Bericht zufolge wurde die Strafverfolgung aufgefordert, die "Überwachung verdächtiger Hochfrequenzaktivitäten" zu verstärken. Berichte, wonach das Weiße Haus die Veröffentlichung eines Geheimdienstmemorandums blockiert habe, das von FBI, Heimatschutzministerium und Nationalem Zentrum für Terrorismusbekämpfung erstellt wurde und vor einer erhöhten Bedrohungsstufe warnte, wurden von einem dritten Regierungsbeamten als "standardmäßiger behördenübergreifender Überprüfungsprozess" bezeichnet.

Irans Historie als staatlicher Terrorismus-Sponsor

Der Iran gilt seit der Gründung der Islamischen Republik im Jahr 1979 als staatlicher Sponsor von Terrorismus. Die Geiselnahme von 52 amerikanischen Geiseln in der US-Botschaft in Teheran im November 1979 markierte den Beginn dieser langjährigen Kampagne. Spätere Ereignisse, wie die Selbstmordanschläge auf die US-Botschaften in Beirut (1983) und Kuwait (1983), die US Marine Corps Kaserne in Beirut (1983) und die US Air Force Khobar Kaserne in Saudi-Arabien (1996), wurden auf Irans Ausbildung und Bewaffnung lokaler Terroristen zurückgeführt.

Der Iran hat auch eine lange Geschichte verdeckter Operationen in den Vereinigten Staaten. Dazu gehören die Ermordung von Ali Akbar Tabatabai, einem Gegner des Khomeini-Regimes, im Jahr 1980 in Washington, D.C., sowie eine Bombenverschwörung im Jahr 2011 zur Ermordung des saudischen Botschafters in den USA. Jüngst wurde der Iran 2022 in eine Verschwörung verwickelt, die darauf abzielte, die Journalistin Masih Alinejad aus ihrem Haus in Brooklyn, New York, zu entführen und in den Iran zu bringen.

Trumps weitere Kommentare und Militärstärke

Präsident Trump erwähnte auch ein virtuelles G7-Treffen, bei dem die Staats- und Regierungschefs die beispiellose Stärke des US-Militärs lobten. Er betonte, die USA hätten den Iran "härter getroffen, als praktisch jedes Land in der Geschichte getroffen wurde, und wir sind noch nicht fertig." Trump kommentierte auch die Weigerung Spaniens, dem US-Militär die Nutzung seiner Stützpunkte für die Operation Epic Fury zu gestatten, und bezeichnete dies als "sehr schlecht" und "nicht gut zu NATO." Er fügte hinzu, dass die Menschen in Spanien fantastisch seien, die Führung jedoch nicht so gut. Abschließend äußerte er sich zu Libanon, dessen Menschen er liebe, aber das Problem mit der Hisbollah habe.

Erwähnte Persönlichkeiten