
Trump blockiert Infrastrukturprojekte: Erste Vetoes seiner zweiten Amtszeit
ℹKeine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken
Präsident Donald Trump hat am Dienstag, dem 31. Dezember 2025, die ersten Vetoes seiner zweiten Amtszeit erlassen. Er blockierte damit Gesetzesentwürfe, die zwei überparteiliche Infrastrukturprojekte in Colorado und Florida unterstützen sollten. Diese Entscheidungen haben umgehend heftige Reaktionen und Anschuldigungen der Vergeltung hervorgerufen.
Präsident Trump blockiert Infrastrukturprojekte
Die Vetoes betreffen wichtige Vorhaben, die auf überparteiliche Unterstützung im Kongress stießen. Insbesondere das Veto gegen den Gesetzesentwurf für Colorado, den "Finish the Arkansas Valley Conduit Act", sorgte für große Empörung bei den Gesetzgebern des Bundesstaates. Dieser Gesetzesentwurf war zuvor im Dezember einstimmig vom Kongress verabschiedet worden.
Der Fall Colorado: Arkansas Valley Conduit
Der "Finish the Arkansas Valley Conduit Act" zielte darauf ab, die Zahlungen zu reduzieren, die lokale Gemeinden an die Bundesregierung für den Bau des Arkansas Valley Conduit leisten müssen. Diese Pipeline ist darauf ausgelegt, ländliche Gemeinden in Colorado mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Präsident Trump begründete sein Veto in einer Nachricht an den Kongress.
Er erklärte, der Gesetzentwurf würde "die gescheiterte Politik der Vergangenheit fortsetzen, indem er die Bundessteuerzahler zwingt, noch mehr der massiven Kosten eines lokalen Wasserprojekts zu tragen – eines lokalen Wasserprojekts, das, wie ursprünglich konzipiert, von den Gemeinden, die es nutzen, bezahlt werden sollte." Trump fügte hinzu: "Genug ist genug. Meine Regierung ist entschlossen, zu verhindern, dass amerikanische Steuerzahler teure und unzuverlässige Politiken finanzieren."
Politische Reaktionen und Vorwürfe der Vergeltung
Überparteiliche Gesetzgeber aus Colorado, die den Gesetzentwurf vorangetrieben hatten, reagierten empört auf das Veto und kündigten an, dass der Kongress es überstimmen werde. Einige von ihnen argumentierten, dass Trump damit sein Versprechen der Vergeltung einlöse. Dies stehe im Zusammenhang mit Colorados Weigerung, Tina Peters freizulassen.
Tina Peters ist eine ehemalige Bezirksbeamtin aus Colorado, die im vergangenen Jahr wegen Verbrechen im Zusammenhang mit dem Bruch von Wahlmaschinen nach der Wahl 2020 verurteilt wurde. Trump hatte Anfang des Jahres in einem Truth Social-Beitrag gewarnt, dass er "harte Maßnahmen ergreifen" würde, sollte sie nicht freigelassen werden.
Hintergrund: Der Fall Tina Peters
Präsident Trump hatte Tina Peters im Dezember begnadigt. Diese Begnadigung war jedoch weitgehend symbolisch, da Peters in einem staatlichen Gericht verurteilt worden war und eine bundesstaatliche Begnadigung in diesem Fall keine direkte Wirkung hatte. Die Verbindung zwischen dem Veto und dem Fall Peters wird von einigen Gesetzgebern als politisch motivierte Entscheidung interpretiert.