
Trump Cards": Freiwillige Zinsdeckelung statt Gesetzgebung?
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Das Weiße Haus schlägt vor, dass Banken freiwillig "Trump cards" mit einer Zinsbegrenzung von 10 % anbieten, um den Druck für eine gesetzliche Deckelung der Kreditkartenzinsen zu mindern. Dieser Schritt könnte eine umfassende Gesetzgebung vorerst abwenden, doch das Thema der Bezahlbarkeit bleibt politisch relevant und wird voraussichtlich nicht so schnell verschwinden.
Der Vorschlag der "Trump Cards"
Kevin Hassett, Direktor des Rates der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, äußerte die Erwartung, dass Banken freiwillig "Trump cards" mit einer Zinsbegrenzung von 10 % ausgeben werden. Dieser Ansatz soll die Notwendigkeit einer gesetzlichen Regelung durch den Kongress überflüssig machen, die alle Kreditkartenzinsen auf dieses Niveau festlegen würde. Hassett erklärte auf Fox News: "Unsere Erwartung ist, dass es nicht unbedingt einer Gesetzgebung bedarf, weil es wirklich großartige neue Trump cards geben wird, die den Leuten von den Banken freiwillig zur Verfügung gestellt werden."
Hintergrund: Trumps ursprünglicher Vorstoß
Zuvor hatte Präsident Donald Trump in sozialen Medien seine Unterstützung für eine Gesetzgebung zur Deckelung der Kreditkartenzinsen bei 10 % bekundet. Er sprach sich zudem für eine separate Gesetzgebung zu Swipe-Gebühren aus, die von den Senatoren Dick Durbin (D-Ill.) und Roger Marshall (R-Kansas) gesponsert wird. Diese Äußerungen lösten eine Welle von Protesten und Lobbyarbeit seitens der Bankenbranche aus, die erhebliche Nachteile für ihre Institutionen befürchtete, sollte eine solche Gesetzgebung verabschiedet werden.
Reaktionen und Expertenmeinungen
Analysten wie Ed Mills, Managing Director of Washington Policy bei Raymond James, sehen in dem Vorschlag der "Trump cards" eine Reduzierung des Risikos, dass der Kongress tatsächlich ein Gesetz zur Begrenzung der Kreditkartenzinsen verabschiedet. Ian Katz, Managing Partner bei Capital Alpha Partners, interpretiert Hassett's Kommentare als Zeichen dafür, dass eine gesetzliche Zinsobergrenze im Kongress höchst unwahrscheinlich ist. Katz merkt an: "Basierend unter anderem auf Hassett's Kommentaren denke ich, dass der Fokus darauf liegt, Banken zu Zugeständnissen zu bewegen – wie einem Kartenprodukt, das die Zinsen für bestimmte Kunden senkt – dies als Erfolg zu verbuchen und zu sagen, dass die Kommentare des Präsidenten dies erzwungen haben."
Politische Implikationen und Ausblick
Trotz der möglichen Abwendung einer direkten Gesetzgebung betonen Experten, dass das Thema der Bezahlbarkeit und der Kreditkarten-Zinssätze nicht verschwinden wird. Ed Mills bezeichnet die Initiative als "Midterm-Spiel", da sie vor einem voraussichtlich schwierigen Wahlzyklus für viele republikanische Kongressabgeordnete kommt. Die Märkte haben zwar erkannt, dass ein Gesetz mit einer 10 %-Zinsobergrenze unwahrscheinlich ist, doch es bleibt die Erwartung, dass "etwas" passieren wird, da Trump die "Schwerkraft" des Diskurses verschoben hat.