
Trump erwägt Xi-Gipfel-Verschiebung wegen Iran-Krieg und Hormus-Druck
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US-Präsident Donald Trump hat am Montag angekündigt, dass die Vereinigten Staaten eine Verschiebung seines geplanten Treffens mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Peking um "etwa einen Monat" beantragt haben. Als Hauptgrund nannte Trump den anhaltenden Krieg mit Iran, der seine Präsenz in den USA erforderlich mache. Diese Entwicklung könnte weitreichende Auswirkungen auf die globalen Handelsbeziehungen und die geopolitische Stabilität haben.
Gipfeltreffen mit Xi Jinping vorerst verschoben?
Das hochrangige Treffen zwischen Präsident Trump und Präsident Xi war ursprünglich für Ende März in China angesetzt. Auf die Frage, ob die Reise noch stattfinde, erklärte Trump im Oval Office: "Ich weiß es nicht, wir arbeiten gerade daran." Er betonte die Notwendigkeit seiner Anwesenheit in den USA: "Wegen des Krieges möchte ich hier sein. Ich muss hier sein, so fühle ich."
Trump unterstrich, dass es keine "Tricks" gebe und die Situation "sehr einfach" sei. Er fügte hinzu: "Ich freue mich darauf, mit ihm zusammen zu sein. Wir haben eine sehr gute Beziehung." Dennoch habe er die Verschiebung um "einen Monat oder so" beantragt, da ein Krieg im Gange sei und seine Präsenz wichtig sei.
Der Iran-Krieg und die Straße von Hormus
Die mögliche Verschiebung des Gipfels steht im Kontext der angespannten Lage im Nahen Osten. Präsident Trump hatte bereits am Sonntag gegenüber der Financial Times angedeutet, dass der Iran-Krieg die Pläne für den hochkarätigen Gipfel stören könnte. Er forderte China, einen Hauptabnehmer iranischer Ölexporte und Gegner des Krieges, auf, den USA bei der Aufhebung der De-facto-Blockade der Straße von Hormus durch Iran zu helfen.
Die Straße von Hormus ist ein entscheidender globaler Energiekorridor, den Iran für Öltanker effektiv blockiert hat. Trump erklärte, dass ein Zuwarten bis nach dem Gipfel zu spät wäre. Er betonte: "Wir möchten es vor dem Gipfel wissen", und fügte hinzu: "Wir könnten verschieben."
Unterschiedliche Töne aus der US-Regierung
Während Präsident Trump die Notwendigkeit seiner Anwesenheit aufgrund des Krieges und die Forderung an China in den Vordergrund stellte, äußerten sich andere hochrangige Regierungsvertreter nuancierter. Finanzminister Scott Bessent schien Trumps Äußerungen am Montagmorgen in der CNBC-Sendung "Squawk Box" abzuschwächen. Er erklärte, eine mögliche Neuplanung des Gipfels würde aus logistischen Gründen erfolgen.
Bessent stellte klar: "Es würde nicht verschoben, weil der Präsident verlangt hat, dass China die Straße von Hormus überwacht." Auch die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, bestätigte am Montagmorgen gegenüber Fox News, dass eine Verschiebung des Treffens "durchaus möglich" sei. Sie betonte jedoch: "Ich glaube nicht, dass das Treffen in Gefahr ist", sondern es sei "wirklich nur eine Frage des Timings."
Die Entwicklungen rund um das geplante Gipfeltreffen zwischen den USA und China werden von den Finanzmärkten genau beobachtet, da sie Indikatoren für die globale Stabilität und die Zukunft der internationalen Handelsbeziehungen liefern.