Trump erweitert Reiseverbot auf 39 Länder: Neue Einreisebeschränkungen in Kraft

Trump erweitert Reiseverbot auf 39 Länder: Neue Einreisebeschränkungen in Kraft

Aktualisiert:
4 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Präsident Trump hat die Liste der Länder, die von Reiseverboten oder strengen Einreisebeschränkungen betroffen sind, mehr als verdoppelt. Insgesamt sind nun 39 Nationen von den umfassenden Einwanderungs- und Einreisebeschränkungen betroffen. Diese Maßnahme folgt auf eine Empfehlung des Heimatschutzministeriums und wird mit Sicherheitsbedenken begründet.

Erweiterung der Reisebeschränkungen

Am Dienstag unterzeichnete Präsident Trump eine Proklamation, die die Anzahl der Länder, die von Einreiseverboten oder erheblichen Beschränkungen betroffen sind, auf insgesamt 39 Nationen erhöht. Die erste Version des Reiseverbots, die im Juni von Mr. Trump erlassen wurde, umfasste 19 Länder. Diese jüngste Erweiterung ist eine Reaktion auf die Empfehlung von Heimatschutzministerin Kristi L. Noem, die Liste auszuweiten.

Die betroffenen Länder im Detail

Die ursprüngliche Liste vom Juni umfasste 19 Länder. Ein vollständiges Einreiseverbot für Einwanderer und Reisende galt für:

  • Afghanistan
  • Myanmar
  • Tschad
  • Republik Kongo
  • Äquatorialguinea
  • Eritrea
  • Haiti
  • Iran
  • Libyen
  • Somalia
  • Sudan
  • Jemen

Teilweise Einreisebeschränkungen betrafen Staatsangehörige von:

  • Burundi
  • Kuba
  • Laos
  • Sierra Leone
  • Togo
  • Turkmenistan
  • Venezuela

Die am Dienstag unterzeichnete Proklamation fügte sieben weitere Länder zu den Staaten mit vollständigen Einreisebeschränkungen hinzu:

  • Burkina Faso
  • Mali
  • Niger
  • Laos
  • Sierra Leone
  • Südsudan
  • Syrien

Laos und Sierra Leone, die zuvor teilweisen Beschränkungen unterlagen, sind nun vollständig betroffen. Zusätzlich wurden für Einwanderer und Reisende aus 15 weiteren Ländern teilweise Einreisebeschränkungen verhängt:

  • Angola
  • Antigua und Barbuda
  • Benin
  • Côte d'Ivoire
  • Dominica
  • Gabun
  • Gambia
  • Malawi
  • Mauretanien
  • Nigeria
  • Senegal
  • Tansania
  • Tonga
  • Sambia
  • Simbabwe

Die Proklamation beinhaltet auch ein Einreiseverbot für Personen, die mit Dokumenten der Palästinensischen Autonomiebehörde reisen. Die Beschränkungen für Reisende aus Turkmenistan wurden gelockert, da das Land seine Informationsweitergabe an die USA verbessert habe.

Begründung und Ausnahmen

Präsident Trump nannte mehrere Gründe für die Ausweitung des Reiseverbots. Dazu gehören Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit, Einwanderer aus den betroffenen Ländern angemessen zu überprüfen, sowie das Fehlen zuverlässiger Aufzeichnungen und des Informationsaustauschs in einigen dieser Nationen. Er verwies auch auf bewaffnete Konflikte, Korruption, Betrug und Terrorismus in bestimmten Ländern auf der Liste.

Insbesondere führte Mr. Trump an, dass Antigua und Barbuda sowie Dominica Ausländern die Staatsbürgerschaft ohne Wohnsitzerfordernis anbieten. Dies schaffe das Risiko, dass Personen aus den vom Reiseverbot betroffenen Ländern versuchen könnten, in diesen karibischen Nationen einen Status zu erlangen, um die US-Einreisebeschränkungen zu umgehen.

Die Einwanderungs- und Reisebeschränkungen sehen einige Ausnahmen vor. Dazu gehören ständige US-Bürger aus den betroffenen Ländern sowie Sportler und Mitarbeiter, die an großen Sportveranstaltungen wie der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft im nächsten Jahr teilnehmen. Die Proklamation vom Dienstag eliminierte jedoch eine Ausnahme, die im Juni-Reiseverbot enthalten war und Kinder, Ehepartner und Eltern von US-Bürgern, die in ihrem Namen Visa beantragt hatten, ausgenommen hatte.

Hintergrund und frühere Herausforderungen

CBS News hatte bereits Anfang des Monats berichtet, dass die Trump-Regierung eine Ausweitung des Reiseverbots in Betracht zog. Heimatschutzministerin Kristi L. Noem hatte zuvor mitgeteilt, dass sie dem Präsidenten eine Erweiterung der Liste empfohlen hatte, wobei eine Liste von über 30 Ländern in Betracht gezogen wurde. Die Überlegungen zur Ausweitung des Reiseverbots folgten auf die Schießerei zweier Nationalgardisten in Washington, D.C., in der Thanksgiving-Woche. Der Verdächtige dieses Angriffs, bei dem ein Soldat getötet wurde, ist ein afghanischer Mann, der im September 2021 in die USA eingereist war und im April 2025 Asyl erhalten hatte.

Während Trumps erster Amtszeit stießen Versionen seines Reiseverbots auf erheblichen öffentlichen Widerstand und rechtliche Anfechtungen, die der Politik Diskriminierung vorwarfen. Im Jahr 2018 bestätigte der Oberste Gerichtshof jedoch die Befugnis des Präsidenten, die Einreise von Ausländern aus Gründen der nationalen Sicherheit durch eine rechtliche Autorität namens 212(f) auszusetzen.

Seit der Schießerei hat die Regierung die Bearbeitung aller Asylfälle durch die U.S. Citizenship and Immigration Services pausiert, die Bearbeitung von Staatsbürgerschafts- und Green Card-Anträgen für Bürger der ursprünglichen 19 Länder ausgesetzt und alle einwanderungsbezogenen Anträge von afghanischen Staatsangehörigen suspendiert.

Erwähnte Persönlichkeiten