Trump-Flug nach Davos verzögert: Air Force One muss umkehren

Trump-Flug nach Davos verzögert: Air Force One muss umkehren

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US-Präsident Donald Trumps Reise zum Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos wurde durch eine unerwartete Flugzeugpanne verzögert. Seine ursprüngliche Air Force One musste aufgrund eines "geringfügigen elektrischen Problems" umkehren, was zu einem Flugzeugwechsel und einer voraussichtlich dreistündigen Verspätung seines mit Spannung erwarteten Auftritts führte.

Ungeplanter Zwischenfall auf dem Weg nach Davos

US-Präsident Donald Trump erlebte auf seiner Reise zum Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos eine unerwartete Verzögerung. Seine ursprüngliche Air Force One, eine Boeing VC-25A, musste am Dienstagabend (Ortszeit) nach etwa 30 Minuten Flugzeit umkehren. Grund war ein "geringfügiges elektrisches Problem", wie aus einem White House Pool Report hervorgeht.

Das Flugzeug landete etwa 1 Stunde und 20 Minuten nach dem Start wieder auf der Joint Base Andrews. Die Entscheidung zur Umkehr wurde laut Pressesprecherin Karoline Leavitt "aus Gründen der Vorsicht" getroffen, nachdem die Crew das Problem identifiziert hatte. Reporter an Bord berichteten, dass die Lichter in der Pressekabine kurzzeitig ausgefallen waren.

Details zur Flugzeugpanne

Nach der Rückkehr zur Joint Base Andrews bestieg Präsident Trump ein Ersatzflugzeug, eine Boeing C-32A, die etwa eine Stunde später, kurz nach Mitternacht ET am Mittwoch, abhob. Flugverfolgungsdaten von ADS-B Exchange zeigten, dass die ursprüngliche Air Force One über dem östlichen Atlantik, nahe Long Island, umgedreht war. Die Ersatzmaschine, eine modifizierte Boeing 757, befand sich Stunden vor Trumps geplantem Auftritt noch etwa 1.000 Meilen vom Flughafen Zürich entfernt und flog mit einer Geschwindigkeit von rund 560 Meilen pro Stunde.

Auswirkungen auf Trumps Zeitplan beim WEF

Die Flugzeugpanne wird Trumps Zeitplan in Davos erheblich beeinflussen. Finanzminister Scott Bessent, der bereits in Davos ist, informierte Reporter, dass der Präsident voraussichtlich etwa drei Stunden später als geplant eintreffen werde. Trumps Rede beim Weltwirtschaftsforum war ursprünglich für 14:30 Uhr MEZ angesetzt.

Sollte Trump wie viele andere hochrangige WEF-Teilnehmer per Helikopter vom Flughafen Zürich nach Davos reisen, würde dies weitere 30 bis 40 Minuten in Anspruch nehmen. Dies könnte seine Ankunft in den Schweizer Alpen kurz vor 13:30 Uhr MEZ bedeuten, zuzüglich zusätzlicher Zeit für Sicherheits- und andere Vorbereitungen. Das Weltwirtschaftsforum erklärte in einem Statement gegenüber Business Insider, man stehe "in engem Kontakt mit der US-Delegation und werde bei Änderungen des Zeitplans des Präsidenten oder damit verbundenen Programmpunkten ein Update bereitstellen."

Die Air Force One Flotte im Fokus

Die Bezeichnung Air Force One ist das Rufzeichen für jedes Flugzeug der US Air Force, das den Präsidenten an Bord hat. Die Flugzeuge, die üblicherweise als Air Force One dienen, sind zwei modifizierte Boeing VC-25A (militarisierte Versionen der Boeing 747), die seit 1990 im Einsatz sind und über 30 Jahre alt sind. Die nun eingesetzte Boeing C-32A, eine modifizierte Boeing 757, wird normalerweise als Air Force Two für den Vizepräsidenten oder für Reisen des Präsidenten zu Flughäfen mit kürzeren Landebahnen genutzt.

Die Kosten für die Wartung der alternden Flugzeuge und Triebwerke steigen. Präsident Trump hat wiederholt seine Unzufriedenheit über die Verzögerungen bei der Lieferung neuer Ersatzflugzeuge geäußert. Die Auslieferung der neuen VC-25B-Flugzeuge, basierend auf der neueren 747-8 Intercontinental, wurde von ursprünglich 2024 auf 2027 für das erste und 2028 für das zweite Flugzeug verschoben.

Frühere Reiseverzögerungen und die Zukunft der Flotte

Es ist nicht das erste Mal, dass Trumps Reisepläne durch Flugzeugprobleme beeinträchtigt werden. Im vergangenen September musste ein Helikopter, der ihn während seines Besuchs in Großbritannien transportierte, aufgrund eines "geringfügigen Hydraulikproblems" umgeleitet werden, was zu einer Verzögerung von etwa 20 Minuten führte.

Die US-Regierung prüft auch Alternativen für die zukünftige Präsidentenflotte. Im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass die Herrscherfamilie von Katar eine Boeing 747-8 Jumbo-Jet im Wert von 400 Millionen US-Dollar an Trump gespendet hat, die in die Air Force One Flotte aufgenommen werden soll. Dieses Flugzeug wird derzeit umgerüstet, um die Sicherheitsanforderungen zu erfüllen, wobei die Umbaukosten mehrere hundert Millionen Dollar betragen könnten. Pressesprecherin Karoline Leavitt scherzte angesichts der aktuellen Panne, ein katarischer Jet klinge "viel besser" im Moment.

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