Trump fordert Netflix zur Entlassung von Susan Rice auf – Droht Ärger bei WBD-Deal?

Trump fordert Netflix zur Entlassung von Susan Rice auf – Droht Ärger bei WBD-Deal?

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Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat Netflix öffentlich aufgefordert, Susan Rice, ein ehemaliges Mitglied seiner Unternehmensführung, zu entlassen, andernfalls drohen dem Streaming-Riesen Konsequenzen. Diese Forderung fällt in eine kritische Phase, in der Netflix eine milliardenschwere Übernahme von Warner Bros. Discovery anstrebt, die noch kartellrechtliche Genehmigungen benötigt.

Trumps Forderung an Netflix und die Folgen

Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social Netflix gewarnt, die ehemalige US-Botschafterin und nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice aus ihrem Vorstand zu entfernen. Andernfalls müsse das Unternehmen "die Konsequenzen tragen". Trump bezeichnete Rice als "rassistisch", "Trump-verrückt" und einen "politischen Hack" ohne Talent oder Fähigkeiten. Er forderte ihre sofortige Entlassung und stellte ihre Vergütung infrage.

Die Forderung erfolgte, nachdem der rechtsextreme Aktivist Laura Loomer Trump auf Kommentare von Rice aufmerksam gemacht hatte. Rice hatte sich in einem Podcast kritisch über Unternehmen geäußert, die sich der Trump-Administration beugen, und angedeutet, dass diese bei einer Rückkehr der Demokraten an die Macht zur Rechenschaft gezogen werden könnten. Susan Rice war von 2018 bis 2020 Mitglied des Netflix-Vorstands, verließ diesen während der Biden-Administration und trat 2023 wieder bei, wo sie im Nominierungs- und Governance-Ausschuss sitzt.

Susan Rices Kritik an Konzernen und der Trump-Administration

In einem Interview im Podcast "Stay Tuned with Preet Bharara" äußerte Susan Rice ihre Überraschung nicht über die Handlungen der Trump-Administration, sondern über deren Geschwindigkeit. Sie kritisierte "Eliten" wie Konzerne, Anwaltskanzleien, Universitäten und Medien, die aus kurzfristigem Eigeninteresse "vor Trump in die Knie gegangen" seien. Rice prognostizierte, dass diese Unternehmen bei einem Machtwechsel zu den Demokraten zur Rechenschaft gezogen würden.

Sie betonte, dass die Demokraten bei einer Rückkehr an die Macht nicht nach den "alten Regeln" spielen und Verfehlungen verzeihen würden. Rice führte aus, dass die Handlungen Trumps, sei es in Bezug auf Wirtschaft und Erschwinglichkeit oder Einwanderung, unpopulär seien und ein Umschwung zu erwarten sei.

Der Kampf um Warner Bros. Discovery und politische Implikationen

Netflix befindet sich inmitten eines "außerordentlichen Unternehmenswettstreits" um die Übernahme von Warner Bros. Discovery (WBD). Dieser Mega-Deal würde die Zustimmung der Kartellabteilung des Justizministeriums erfordern. Trump hatte im Dezember 2023 geäußert, dass Netflix einen "sehr großen Marktanteil" habe und die potenzielle WBD-Akquisition "ein Problem" darstellen könnte.

Obwohl Trump im Februar 2024 erklärte, er "sollte nicht involviert sein" und die Entscheidung dem Justizministerium überlassen würde, markieren seine jüngsten Kommentare eine erneute Einmischung. Ein Konkurrent im Bieterkampf um WBD ist Paramount, das von Larry Ellison, einem Milliardär und Oracle-Mitbegründer sowie Trump-Verbündeten, unterstützt wird. Paramount strebt eine Übernahme von WBD im Wert von 108,4 Milliarden US-Dollar an, mit einer persönlichen Garantie von 40 Milliarden US-Dollar von Ellison.

Ein Beamter des Weißen Hauses teilte Business Insider letzte Woche mit, dass Trump "hervorragende Beziehungen zu allen Parteien dieser potenziellen Transaktion" pflege und in diesem Prozess neutral bleibe. Netflix Co-CEO Ted Sarandos bestätigte ebenfalls, dass Trump keine politischen Zugeständnisse im Zusammenhang mit dem Deal gefordert habe. Die geplante Fusion von Netflix und WBD hat jedoch bereits Bedenken bei US-Politikern und Branchenvertretern hervorgerufen, die eine zu große Konzentration auf dem Streaming-Markt befürchten.

Rices Bedenken zur Rechtsstaatlichkeit und Demokratie

Susan Rice äußerte im Podcast auch tiefe Besorgnis über die aktuelle politische Lage in den USA. Sie nannte die "Aufhebung der Rechtsstaatlichkeit" als ihr größtes Anliegen und sprach von einer "gesetzlosen Gesellschaft". Rice kritisierte, dass eine zunehmend autoritäre Regierung "persönliche Polizeikräfte" einsetze, um den Willen des Präsidenten durchzusetzen, und dabei die verfassungsmäßigen Rechte der Bürger verletze.

Sie beschrieb Szenarien, in denen bewaffnete Männer in Häuser eindringen, Bürger festnehmen und ihnen den Zugang zu Anwälten oder Familien verweigern. Rice zeigte sich besorgt über die "Geschwindigkeit und Wirksamkeit" der Bemühungen der Trump-Administration, ihre Agenda umzusetzen, und die geringe Gegenwehr von Parteimitgliedern, dem Privatsektor und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Sie erwähnte "Project 2025" als Beispiel für die klar dargelegte Agenda.

Erwähnte Persönlichkeiten