Trump fordert Verbot für institutionelle Investoren im US-Wohnungsmarkt

Trump fordert Verbot für institutionelle Investoren im US-Wohnungsmarkt

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Donald Trump hat angekündigt, institutionellen Investoren den Kauf von Einfamilienhäusern untersagen zu wollen. Dieser Schritt zielt darauf ab, den Erwerb von Eigenheimen für Amerikaner wieder erschwinglicher zu machen und das "Traum vom Eigenheim" zu stärken. Die Umsetzung erfordert voraussichtlich eine gesetzliche Verankerung durch den Kongress.

Trumps Vorstoß und die politische Dimension

Präsident Donald Trump erklärte in einem Social-Media-Beitrag, er werde "sofort Schritte einleiten, um großen institutionellen Investoren den Kauf weiterer Einfamilienhäuser zu verbieten". Er betonte: "Menschen leben in Häusern, nicht Unternehmen." Trump kündigte an, weitere Details zu seinem Vorschlag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos in zwei Wochen bekannt zu geben.

Die Fähigkeit des Weißen Hauses, ein solches Verbot im Alleingang zu erlassen, ist unklar, und Trumps Post enthielt keine spezifischen Angaben zur Umsetzung. Eine solche Maßnahme würde wahrscheinlich eine Gesetzgebung erfordern, und Trump rief den Kongress auf, seine Idee zu kodifizieren. Diese Forderung könnte parteiübergreifende Unterstützung finden, da das Thema institutionelle Investitionen in Einfamilienhäuser bereits im Wahlkampf 2024 auf beiden Seiten des politischen Spektrums diskutiert wurde.

Trumps Unterstützung verleiht dem Anliegen erhebliches politisches Gewicht, insbesondere da ein Wohnungsbaugesetz derzeit beide Kammern des Kongresses durchläuft. Dieses Gesetz könnte als geeignetes Vehikel dienen, um ein solches Verbot zu verankern. Der Gesetzesentwurf passierte den Senatsbankenausschuss einstimmig, während der Finanzausschuss des Repräsentantenhauses derzeit seine eigene Version prüft.

Hintergrund: Institutionelle Investoren im Fokus

Institutionelle Investoren, definiert als solche, die mindestens 100 Immobilien besitzen, machen laut einer Analyse des American Enterprise Institute vom August 2025 landesweit weniger als 1 Prozent des gesamten Einfamilienhausbestands aus. Ihr Anteil variiert jedoch regional erheblich:

  • Atlanta: 4,2 %
  • Dallas: 2,6 %
  • Houston: 2,2 %

Diese Investoren konzentrieren sich tendenziell eher in Gemeinden mit niedrigem und mittlerem Einkommen, dominieren aber selten ganze Nachbarschaften. Eine Studie des Hamilton Project aus dem Jahr 2023 ergab, dass große institutionelle Investoren etwas mehr als 3 Prozent des Bestands an Einfamilienmietobjekten besitzen, wobei dieser Anteil in einigen Märkten höher sein kann.

Auswirkungen auf den Markt und die Immobilienpreise

Die Ankündigung Trumps führte umgehend zu deutlichen Kursrückgängen bei großen Wohnungsvermietungs- und Verwaltungsgesellschaften. Die Aktienkurse von Invitation Homes fielen um mehr als 7 Prozent, American Homes 4 Rent um 6,3 Prozent und der Investmentriese Blackstone, der ebenfalls Häuser besitzt und vermietet, sank um mehr als 4 Prozent.

Forschungen zeigen, dass der jüngste Anstieg institutioneller Investitionen in Einfamilienhäuser negative Auswirkungen für Verbraucher haben kann. Das Government Accountability Office stellte 2024 fest, dass institutionelle Investitionen Mieten und Hauspreise erhöhen können, insbesondere in Regionen mit hoher Konzentration an investoreigenen Immobilien.

Die Erschwinglichkeit von Wohnraum ist in den USA ein drängendes Problem: Mehr als 75 Prozent der Häuser sind für die meisten Amerikaner unerschwinglich, so Bankrate. Daten der National Association of Realtors zeigen, dass 2024 nur 24 Prozent der Hauskäufe von Erstkäufern getätigt wurden, ein Rückgang von 50 Prozent im Jahr 2010.

Die Rolle des Kongresses und die Umsetzung

Die Umsetzung eines Verbots erfordert voraussichtlich eine Gesetzgebung. Jaret Seiberg, ein Analyst bei TD Cowen, merkte in einer Forschungsnotiz an, dass viele wichtige republikanische Kongressabgeordnete in der Vergangenheit gegen solche Vorschläge waren. Er erwartet jedoch, dass sie dem Druck des Präsidenten nachgeben werden, anstatt sich ihm entgegenzustellen. Seiberg fügte hinzu: "Wir werden beobachten, ob sich dies von einem zukunftsgerichteten Verbot zu einer erforderlichen Veräußerung bestehender Einfamilienhausportfolios verschiebt."

Colin Allen, Geschäftsführer der American Property Owners Association, begrüßte den Fokus der Regierung auf Wohnraum und Erschwinglichkeit. Er erklärte, dass "jedes Haus, das von einem institutionellen Investor vom Markt genommen wird, eines weniger für einen Eigentümer-Bewohner ist, der versucht, einzuziehen, in einer Zeit, in der es viel Konkurrenz um zum Verkauf stehende Häuser gibt."

Reaktionen und Ausblick

Die Reaktionen im Kongress waren gemischt. Während der republikanische Senator Bernie Moreno (R-Ohio) ankündigte, einen Gesetzentwurf zur Kodifizierung des Verbots einzubringen, kritisierten Demokraten die Idee als etwas, das sie seit Jahren fordern. Der Minderheitsführer des Senats, Charles E. Schumer (New York), schrieb auf X, dass "Senatsdemokraten dies letztes Jahr versucht haben. Republikaner haben es blockiert." Senatorin Elizabeth Warren (D-Massachusetts) betonte, sie setze sich seit Jahren dafür ein, "die Wall Street daran zu hindern, Amerikas Häuser aufzukaufen", und forderte den Kongress auf, an einer parteiübergreifenden Gesetzgebung zu arbeiten.

Die genauen Schritte, die Präsident Trump plant, und die Auswirkungen eines solchen Verbots auf Angebot und Erschwinglichkeit bleiben abzuwarten. Banken sind oft Finanziers von institutionellen Investitionen in Einfamilienhäuser, was die Finanzmärkte ebenfalls betreffen könnte. Die weiteren Details, die Trump in Davos präsentieren will, werden Aufschluss über die konkrete Ausgestaltung des Vorschlags geben.

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