
Trump kritisiert Mamdanis Luxussteuer: Streit um New Yorks Zukunft
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New York Citys Bürgermeister Zohran Mamdani hat eine neue Steuer auf Luxusimmobilien vorgeschlagen, die auf scharfe Kritik von Präsident Donald Trump stößt. Die sogenannte Pied-à-terre-Steuer zielt darauf ab, das städtische Budgetdefizit zu verringern, indem sie ultra-reiche Eigentümer von Zweitwohnsitzen zur Kasse bittet. Trump warnt jedoch, dass diese Politik New York zerstören könnte.
Neue Steuer für Luxusimmobilien in New York City
Am Mittwoch stellte das Büro des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani eine neue Pied-à-terre-Steuer vor. Diese Maßnahme richtet sich an wohlhabende Einwohner, die Zweitimmobilien in New York City besitzen, deren Wert 5 Millionen US-Dollar übersteigt, aber ihren Hauptwohnsitz anderswo haben. Auch Gouverneurin Kathy Hochul unterstützt diese Steuer.
Die Stadtverwaltung erwartet, dass die Steuer jährlich 500 Millionen US-Dollar an Einnahmen generieren wird, was dazu beitragen soll, das Budgetdefizit der Stadt zu schließen. Laut einer Pressemitteilung des Bürgermeisterbüros zielt die Steuer auf "ultra-reiche Bewohner außerhalb der Stadt und globale Eliten ab, die New Yorker Immobilien als Wertspeicher und nicht als Zuhause nutzen." Mamdani beschrieb die Steuer als "speziell für die Reichsten der Reichen konzipiert" und als Antwort auf ein "grundlegend unfaires System, das arbeitenden New Yorkern schadet."
Von der Steuer betroffen wären schätzungsweise 13.000 Immobilien. Zu den prominenten Persönlichkeiten, die potenziell betroffen sein könnten, gehören Milliardäre wie Citadel-CEO Ken Griffin, Amazon-Gründer Jeff Bezos und Donald Trump selbst, dessen Penthouse-Triplex im Trump Tower als Zweitwohnsitz gilt.
Trumps scharfe Kritik an Mamdanis Steuerpolitik
Präsident Donald Trump reagierte am Donnerstag scharf auf den Steuervorschlag. In einem Beitrag auf Truth Social schrieb Trump: "Leider ZERSTÖRT Bürgermeister Mamdani New York! Es hat keine Chance! Die Vereinigten Staaten von Amerika sollten nicht zu seinem Scheitern beitragen." Er fügte hinzu: "Es wird nur noch SCHLIMMER werden. Die STEUER-, STEUER-, STEUER-Politik ist SO FALSCH. Die Menschen fliehen. Sie müssen ihre Wege ändern, UND ZWAR SCHNELL. Die Geschichte hat bewiesen, DIESER 'KRAM' FUNKTIONIERT EINFACH NICHT."
Trump äußerte sich auch bei einer Veranstaltung Anfang der Woche kritisch über Mamdanis Politik, obwohl er den Bürgermeister persönlich als "netten Kerl" bezeichnete. Er sagte: "Ich meine, er ist ein netter Kerl. Ruft mich ständig an, sagt Hallo, aber seine Politik ist nicht gut. Er vertreibt die Leute und schadet allen sehr. Ich meine, die Steuern aller gehen durch die Decke."
Mamdanis Reaktion und die Begründung der Steuer
Bürgermeister Mamdani zeigte sich am Freitag auf einer Pressekonferenz unbeeindruckt von Trumps Äußerungen. Er sagte, er sei nicht überrascht, "angesichts der Tatsache, dass der Präsident und ich viele tiefgreifende politische Differenzen haben, und ich scheue mich nicht, diese sowohl öffentlich als auch privat zu äußern." Mamdani betonte, dass ihre Meinungsverschiedenheiten "andauern werden", aber sie beide New Yorker seien.
Mamdani bekräftigte seine Unterstützung für die Besteuerung der Reichen: "Ich habe dem Präsidenten und der Öffentlichkeit klargemacht, dass ich die Besteuerung der Reichen zutiefst unterstütze, und die Besteuerung von nicht-residenten Zweitwohnsitzen im Wert von über 5 Millionen Dollar fällt genau darunter."
Die Beziehung zwischen Trump und Mamdani
Die Arbeitsbeziehung zwischen Trump und Mamdani war seit Mamdanis Aufstieg als ernsthafter Kandidat für das Bürgermeisteramt in New York City wechselhaft. Trump hatte Mamdani und seine Politik zunächst kritisiert, zeigte sich aber bei einem persönlichen Treffen im Oval Office im vergangenen November dem Bürgermeister gegenüber aufgeschlossener.
Während dieses Treffens lobte Trump Mamdani als "rational" und sagte konservativen Kritikern, sie könnten von seiner Führung überrascht sein. Er erklärte sogar Reportern, er würde sich wohlfühlen, in Mamdanis New York City zu leben. Trotz dieser früheren Annäherung ist Trump mit Mamdanis aktuellen politischen Entscheidungen nicht zufrieden.
Auswirkungen und weitere Stimmen
Die New Yorker Stadtratssprecherin Julie Menin, die die Pied-à-terre-Steuer unterstützt, ist der Meinung, dass Präsident Trump die Steuer zahlen sollte, wenn er die Kriterien erfüllt. Sie erklärte, dass die Steuer für etwa 13.000 Haushalte gelten wird, die einen Zweitwohnsitz in New York City besitzen und nicht dort leben, aber eine Immobilie im Wert von über 5 Millionen US-Dollar erworben haben. Morris Pearl, Leiter der Gruppe "The Patriotic Millionaires", stimmt zu und meint, Trump sollte die Steuer wie jeder andere zahlen.
Kritiker wie Bill Ackman argumentieren jedoch, dass die vorgeschlagene Steuer Investitionen aus der Stadt vertreiben könnte. Er schrieb auf X: "Mamdani mag den Slogan 'Die Reichen besteuern'. Leider wird seine Politik den Wählern schaden, denen er angeblich helfen will." Die genauen Details zur Wertbestimmung von Immobilien, zur Definition eines Hauptwohnsitzes und zur Höhe der Zahlungen wurden vom Bundesstaat noch nicht öffentlich bekannt gegeben.