
Trump kündigt Migrationsstopp aus Drittweltländern an: Harte Linie in den USA
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US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag weitreichende Pläne zur Verschärfung der Einwanderungsregeln angekündigt. Dazu gehören eine dauerhafte Aussetzung der Migration aus sogenannten "Drittweltländern" und die Streichung aller Bundesleistungen für Nicht-Staatsbürger. Diese Maßnahmen folgen auf einen Vorfall nahe des Weißen Hauses, bei dem ein afghanischer Staatsangehöriger zwei Nationalgardisten angeschossen hatte.
Trump kündigt dauerhafte Migrationspause an
US-Präsident Donald Trump gab am Donnerstag, dem 28. November 2025, weitreichende Pläne zur Verschärfung der Einwanderungsregeln bekannt. In mehreren Posts auf Truth Social erklärte Trump, er werde die Migration aus allen "Drittweltländern" dauerhaft aussetzen, um dem US-System eine vollständige Erholung zu ermöglichen. Eine genaue Definition, welche Länder als "Drittweltländer" gelten, wurde nicht genannt. Der Begriff bezieht sich lose auf Länder mit höheren Armutsraten und wirtschaftlicher Instabilität.
Hintergrund der verschärften Maßnahmen
Trumps Ankündigungen erfolgten einen Tag, nachdem zwei Mitglieder der Nationalgarde nahe des Weißen Hauses angeschossen wurden. Eines der Opfer, Sarah Beckstrom, verstarb am Donnerstag an ihren Verletzungen; der andere Soldat kämpfte um sein Leben. Ermittler gaben an, dass der Angriff von einem afghanischen Staatsangehörigen verübt wurde.
Als Reaktion darauf kündigte Joseph Edlow, Direktor der U.S. Citizenship and Immigration Services (USCIS), eine Überprüfung aller Green Card-Inhaber aus "besorgniserregenden Ländern" an. Die USCIS setzte zudem sofort und auf unbestimmte Zeit alle Einwanderungsanträge afghanischer Staatsangehöriger aus. Der mutmaßliche Schütze gehörte zu den rund 76.000 Afghanen, die nach dem US-Abzug 2021 im Rahmen der "Operation Allies Welcome" in die USA kamen.
Weitere geplante Schritte und Definitionen
Trump plant, "Millionen" von Zulassungen, die unter seinem Vorgänger Joe Biden genehmigt wurden, rückgängig zu machen. Er beabsichtigt, "jeden zu entfernen, der kein Netto-Vermögenswert für die Vereinigten Staaten ist oder unfähig ist, unser Land zu lieben." Zudem sollen alle Bundesleistungen und Subventionen für Nicht-Staatsbürger beendet werden.
Migranten, die die "häusliche Ruhe untergraben", sollen denaturalisiert und ausländische Staatsangehörige, die als "öffentliche Last, Sicherheitsrisiko oder nicht kompatibel mit der westlichen Zivilisation" gelten, deportiert werden. Trump äußerte, dass nur "REVERSE MIGRATION" die Situation vollständig heilen könne, mit dem Ziel einer "erheblichen Reduzierung illegaler und störender Populationen".
Bisherige Maßnahmen und betroffene Länder
Bereits im Juni 2025 hatte die Trump-Regierung ein umfassendes Reiseverbot für Einwanderer aus 19 Ländern verhängt, unter Berufung auf nationale Sicherheitsbedenken. Zu diesen 19 Nationen gehören:
- Afghanistan
- Burma
- Tschad
- Republik Kongo
- Äquatorialguinea
- Eritrea
- Haiti
- Iran
- Libyen
- Somalia
- Sudan
- Jemen
- Burundi
- Kuba
- Laos
- Sierra Leone
- Togo
- Turkmenistan
- Venezuela
Afghanistan wird von den Vereinten Nationen als eines der am wenigsten entwickelten Länder (LDC) eingestuft. Die Liste der LDCs umfasst 32 Länder in Afrika, 8 in Asien (darunter Afghanistan), 1 in der Karibik und 3 im Pazifik.