Trump ordnet Öl-Blockade gegen Venezuela an: Eskalation des Drucks

Trump ordnet Öl-Blockade gegen Venezuela an: Eskalation des Drucks

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US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag eine Blockade aller „sanktionierten Öltanker“ nach Venezuela angeordnet. Diese Maßnahme erhöht den Druck auf den autoritären Staatschef Nicolás Maduro und zielt darauf ab, die Wirtschaft des südamerikanischen Landes weiter zu strangulieren. Die Eskalation folgt auf eine militärische Aufrüstung in der Region und die Beschlagnahmung eines Öltankers in der vergangenen Woche.

Eskalation der US-Sanktionen gegen Venezuela

In einem Beitrag auf seiner Social-Media-Plattform begründete Präsident Trump die Blockade mit dem Vorwurf, Venezuela nutze Öleinnahmen zur Finanzierung von Drogenhandel und anderen Verbrechen. Er kündigte an, den militärischen Aufbau fortzusetzen, bis Venezuela den USA Öl, Land und Vermögenswerte zurückgebe, obwohl die Begründung für diesen Anspruch unklar blieb. Trump erklärte: „Venezuela ist vollständig umgeben von der größten Armada, die jemals in der Geschichte Südamerikas zusammengezogen wurde.“ Er fügte hinzu, dass diese noch größer werden würde und der Schock für Venezuela beispiellos sein werde, „bis sie die gesamten Öl-, Land- und sonstigen Vermögenswerte, die sie uns zuvor gestohlen haben, an die Vereinigten Staaten von Amerika zurückgeben.“

Militärische Präsenz und Begründung der Maßnahmen

Die militärische Aufrüstung wurde von einer Reihe von Militärschlägen auf Schiffe in internationalen Gewässern der Karibik und des östlichen Pazifiks begleitet. Diese Kampagne, die auch parteiübergreifende Kritik unter US-Gesetzgebern hervorgerufen hat, führte zu mindestens 95 Todesfällen bei 25 bekannten Schiffsangriffen. Die Trump-Administration verteidigte die Angriffe als Erfolg, da sie den Drogenfluss in die USA verhindert hätten. Susie Wiles, Trumps Stabschefin, bestätigte in einem Interview mit Vanity Fair, dass die Kampagne Teil des Bestrebens sei, Maduro zu stürzen, indem sie sagte, Trump wolle „weiterhin Boote in die Luft jagen, bis Maduro aufgibt.“

Venezuelas Reaktion und wirtschaftliche Abhängigkeit

Die venezolanische Regierung reagierte vor Trumps Ankündigung mit einer Stellungnahme Maduros, der Venezuela für seine Stärke angesichts des US-Drucks lobte. Maduro erklärte im Staatsfernsehen, Venezuela habe „25 Wochen lang eine Kampagne multidimensionaler Aggression denunziert, konfrontiert und besiegt, die von psychologischem Terrorismus bis zur Piraterie der Korsaren reichte, die den Öltanker überfielen.“ Er betonte den Eid, das Heimatland zu verteidigen, damit dort Frieden und gemeinsames Glück triumphieren.

Öl als Lebensader und Sanktionsumgehung

Venezuela verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Ölreserven und produziert etwa 1 Million Barrel pro Tag. Die Öleinnahmen sind seit langem die Lebensader der venezolanischen Wirtschaft. Seit die Trump-Administration 2017 Ölsanktionen gegen Venezuela verhängte, hat sich Maduros Regierung auf eine Schattenflotte nicht gekennzeichneter Tanker verlassen, um Rohöl in globale Lieferketten zu schmuggeln. Die staatliche Ölgesellschaft Petróleos de Venezuela S.A. (PDVSA) ist durch US-Sanktionen von den globalen Ölmärkten ausgeschlossen. Sie verkauft die meisten ihrer Exporte mit einem erheblichen Preisnachlass auf dem Schwarzmarkt in China.

Francisco Monaldi, ein venezolanischer Ölexperte der Rice University in Houston, schätzt, dass etwa 850.000 Barrel der täglichen Produktion von 1 Million Barrel exportiert werden. Davon gehen 80 % nach China, 15 % bis 17 % über Chevron Corp. in die USA, und der Rest nach Kuba. Im Oktober schien Trump Berichte zu bestätigen, wonach Maduro in den letzten Monaten Anteile an Venezuelas Öl- und anderen Mineralvorkommen angeboten hatte, um dem wachsenden Druck der Vereinigten Staaten entgegenzuwirken.

Unklarheiten bei der Terrorismus-Einstufung

In seinem Beitrag behauptete Trump, das „venezolanische Regime sei als AUSLÄNDISCHE TERRORORGANISATION eingestuft worden“, doch die genaue Bezugnahme blieb unklar. Die Einstufung als ausländische Terrororganisation (FTO) ist historisch für nichtstaatliche Akteure reserviert, die keine souveränen Immunitäten durch Verträge oder die UN-Mitgliedschaft genießen. Im November hatte die Trump-Administration das Cartel de los Soles als FTO eingestuft, ein Begriff, der ursprünglich venezolanische Militäroffiziere im Drogenhandel bezeichnete, aber keine Kartellstruktur im eigentlichen Sinne darstellt.

Regierungen, die die US-Administration wegen Finanzierung, Förderung oder Tolerierung extremistischer Gewalt sanktionieren will, werden üblicherweise als „staatliche Sponsoren des Terrorismus“ eingestuft. Venezuela steht nicht auf dieser Liste. In seltenen Fällen haben die USA ein Element einer ausländischen Regierung als FTO eingestuft, wie im ersten Amtsjahr der Trump-Administration geschehen mit den Iranischen Revolutionsgarden, einem Arm der iranischen Regierung, die bereits als staatlicher Sponsor des Terrorismus galt.

Ausblick und militärische Kapazitäten

Es war zunächst unklar, wie die USA die von Trump als „TOTALE UND KOMPLETTE BLOCKADE ALLER SANKTIONIERTEN ÖLTANKER, die nach und aus Venezuela fahren“ bezeichnete Maßnahme umsetzen wollen. Die US-Marine verfügt jedoch über 11 Schiffe in der Region, darunter einen Flugzeugträger und mehrere amphibische Angriffsschiffe. Diese Schiffe führen eine breite Palette von Flugzeugen mit sich, darunter Hubschrauber und V-22 Ospreys. Zusätzlich betreibt die Marine eine Handvoll P-8 Poseidon Seeaufklärungsflugzeuge in der Region. Insgesamt bieten diese Vermögenswerte dem Militär eine erhebliche Fähigkeit zur Überwachung des Seeverkehrs, der in das Land hinein und aus ihm herausführt.

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